Der Buchhändler von Gaza

Roman | Ein warmherziger Roman über Flucht, Hoffnung und die Kraft der Literatur
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Buchprofile - Rezension
Von der lebensspendenden Kraft der Bücher.
Gedichte, Geschichten und Bücher: Können sie stärker sein als Waffen, Bomben und Sprengsätze? Der franko-marokkanische Autor und Islamwissenschaftler Rachid Benzine entwirft in seinem Roman mit dem Buchhändler Nabil Al Jaber aus Gaza eine literarische Figur, die den Glauben an die heilende Kraft der Literatur und den Wert der Bildung eindrücklich verkörpert. Geboren 1948 als Sohn einer Muslimin und eines Christen in Palästina, ist seine Biografie geprägt durch wiederholte Vertreibung, willkürliche Übergriffe und unzumutbare Zustände in den Flüchtlingslagern von Aquabat Jaber oder Dschabaliya. Nach dem Studium in Kairo kehrt Nabil als Lehrer nach Gaza-Stadt zurück, verliert während der Ersten Intifada seinen Sohn und wird selbst bei einer Demonstration verhaftet. Nach der Freilassung eröffnet er seine Buchhandlung, in der er Bücher verschenkt, statt sie zu verkaufen, und spendet damit Trost inmitten der Zerstörung. „Ein alter Buchhändler, der immer noch an seinen Büchern hängt und inmitten der Ruinen weiterliest. Als könnten die Worte ihn vom Lärm, dem Leid und dem langsamen Tod der Stadt retten.“ Seine Geschichte vertraut Nabil dem Fotojournalisten Julien an, als dieser ihn bittet, ein Bild von ihm vor der Buchhandlung machen zu dürfen. – Wie durch ein heranzoomendes Objektiv nähern sich die Lesenden den Details aus Nabils Leben an und machen sich mit den Büchern bekannt, die ihn geprägt haben. Die gewählte Du-Form der poetischen Erzählung verstärkt dabei den authentischen, ungefilterten Eindruck. Ein bewegendes, aktuelles Buch und eine breite Empfehlung!
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Artikelbeschreibung

Von einem Mann, den die Literatur am Leben hält

Gaza-Stadt 2014: In einer versteckten Gasse stößt der Fotojournalist Julien auf einen alten Mann, der inmitten von Büchern lebt. Nabil Al Jaber öffnet seine Buchhandlung mit Tagesanbruch, liest auf ihrer Schwelle und schenkt denen, die zu ihm kommen, ein eigens für sie ausgewähltes Buch. Als Julien den Sechsundsechzigjährigen fotografieren will, ermahnt dieser ihn, sich erst die Geschichte seines Lebens anzuhören. Ein Leben, das während der Nakba begann und für das Schicksal eines ganzen Volkes steht. Nabil erzählt von Flucht und Vertreibung, von einem dem Elend abgetrotzten Glück - und von der Literatur, die ihm Halt und Hoffnung gab.

»Der Buchhändler von Gaza« gleicht einem kleinen Wunder - ein warmherziger, lebenskluger, tief berührender Roman.

»Ein Roman von brennender Aktualität.« Ouest-France

»Ein notwendiges, unerlässliches Buch!« Trames

»Dieser aufwühlende Roman ist eine Hommage an die Menschen von Gaza, die alles verloren haben.« Libération

»Ein kurzer Roman, der die lange Geschichte der palästinensischen Tragödie erzählt, eine humanistische Fabel. Dieses Buch entfaltet seine Kraft in seiner Einfachheit.« France Culture

»Rachid Benzine ist ein Mann des Friedens und ein großer Schriftsteller.« Le Parisien

Produktsicherheit

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Personeninformation

Rachid Benzine, geboren 1971 in Kénitra (Marokko) und aufgewachsen bei Versailles, zählt zu den angesehensten Politologen und Islamwissenschaftlern Europas. Als Autor von sechs hochgelobten Romanen und einigen Sachbüchern wurde er in Frankreich und Marokko mit dem nationalen Verdienstorden ausgezeichnet. 2024 erhielt er den Grand Prix du Roman Métis, bei Piper erschien bisher »Als ich ihr Balzac vorlas«.

Andreas Jandl übersetzt aus dem Französischen und Englischen, vor allem Belletristik und Dramatik, darunter Texte von David Diop, Élisa Shua Dusapin und Dara McAnulty. Jandl wurde 2017 mit dem Christoph-Martin-Wieland-Übersetzerpreis (zusammen mit Frank Sievers) und 2021 mit dem Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.

Pressestimmen

»So wie sich der Buchhändler entlang der Schicksalsschläge mit Lektüre aufrecht hielt, so sehr beschwört dieses Buch universelle Gemeinsamkeiten, die durch Lektüre, durch die Rezeption von Weltliteratur entstehen können.« Dirk Fuhrig Deutschlandfunk Kultur - Lesart 20260330
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