Er kenne Herrn Benz nicht, sagt Herr Daimler

Roman | »So unterhaltsam wie lehrreich - ein Lesevergnügen!« Benedict Wells
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Buchprofile - Rezension
Die Geschichte des Automobils aus der Perspektive ihrer Erfinder.
1886 hatten Gottlieb Daimler und Carl Benz, unabhängig voneinander, ein erstes selbstfahrendes Gefährt, mehr Kutsche als Auto, auf die Straße gebracht. Beide waren als Unternehmer in der Herstellung stationärer Motoren schon erfolgreich. Auch in Frankreich haben Ingenieure an Automobilen getüftelt. Bei ersten, schon längeren Fahrten konnten französische Wagen, ausgestattet mit Daimler Motoren, Erfolge erzielen. Daimler wird im Gegensatz zu Benz als risikofreudiger beschrieben. Benz wollte Zuverlässigkeit bei seinen Wagen. Daimler setzte dagegen auf Geschwindigkeit. Benz fuhr noch mit Stahlradreifen, während Daimler schon die neuen Luftreifen von Michelin benutzte. Weil Carl Benz bei seinen Motoren die bereits durch ein Reichspatent geschützte Glührohrzündung Daimlers verwendete, kam es zum Prozess. Hier begegneten sich Benz und Daimler zum ersten Mal. Tragisch dabei aber war, dass Daimler damals schon verbittert aus seiner Firma ausgeschieden war und Benz sich später ebenfalls zurückzog. 1926, da waren die Erfinder des Automobils längst tot, fusionierten Daimler und Benz zur Daimler-Benz AG. – Der Autor nimmt einen mit in die Zeit der ersten Fahrversuche mit selbstfahrenden Wagen und lässt sehr viel an Persönlichem und Familiärem beider Erfinder mit einfließen. Er beschreibt unterhaltsam die teils begeisterte, teils ablehnende Haltung der damaligen Zeit dieser neuen Erfindung gegenüber. Empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Fortschritt, Furcht und frühes Scheitern: die Geschichte zweier Erfinder und Rivalen

Im Juli 1886 unternahm Herr Benz in Mannheim die erste Autofahrt der Geschichte. Cannstatt war weit genug entfernt, dass dort zur selben Zeit Herr Daimler stolz erzählen konnte, er habe gerade das Automobil erfunden. Schwierig wurde es, als die beiden von der Existenz des anderen erfuhren. Ein Wettlauf beginnt, und die lebensfrohen Frauen der Erfinder mischen mit. Benz und Daimler glauben, mit 16 km/h in die Zukunft zu rasen - doch sie stoßen auf breite Ablehnung ihrer Zeitgenossen.

Ein historischer Tatsachenroman, der genauso viel über das 19. Jahrhundert wie über die menschliche Natur erzählt.

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Personeninformation

Ronald Reng, geboren 1970 in Frankfurt, lebte viele Jahre als Sportreporter und Autor in Barcelona und London. Seine Biografie über Robert Enke stand zehn Wochen unter den Top 5 der Spiegel-Bestsellerliste, sein Buch »Spieltage. Die andere Geschichte der Bundesliga« erhielt den »NDR Kultur Sachbuchpreis« und wurde als »Fußballbuch des Jahres 2013« ausgezeichnet ebenso wie 2016 »Mroskos Talente. Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts«. Sein Buch »Der große Traum«, eine Langzeitstudie über drei Fußballtalente, war »Fußballbuch des Jahres« 2022. Zuletzt erschien von ihm »1974. Eine deutsche Begegnung«, die historische Aufarbeitung des einzigen Fußballspiels zwischen der Bundesrepublik und der DDR, das ebenfalls auf die Spiegel-Bestsellerliste kam.

Pressestimmen

»Mit humorvollen Untertönen und offensichtlichen Parallelen zur Gegenwart lässt der in Frankfurt geborene Autor die Leser durch die Jahrhundertwende düsen.« Marco Partner Die Rheinpfalz 20250506
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