Als die Kirche den Fluss überquerte

Roman | »grandiose Geschichte« Heinrich Steinfest
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Buchprofile - Rezension
Eine Familie findet über die frühe Demenz der Mutter wieder zusammen.
Daniel ist etwas über 20, hat noch keinen Beruf und wohnt zuhause. Der unreife junge Mann kann sich keine andere Lebensweise vorstellen. Umso heftiger reagiert er, als die Eltern sich trennen. Er bleibt bei der Mutter und schiebt dem Vater die Rolle des Bösewichts zu. Er will in dessen Rolle als Familienoberhaupt hineinschlüpfen und verheddert sich völlig im Verhältnis zu seiner Schwester, die zeitweilig die Frau seiner Träume ist. Er erkennt kaum, dass ihm sein Onkel Billy und eine entfernte Verwandte, eine Bildhauerin, ein paar praktische Lektionen Lebensklugheit vermitteln wollen. Die Mutter wird in der Zwischenzeit immer vergesslicher und wunderlicher in ihrem Verhalten, bis eine ärztliche Diagnose ihr eine früheinsetzende Demenz bescheinigt. Das ist der Wendepunkt, weil der Vater seine Distanz aufgibt, sich zum Schluss sogar rührend um die Mutter kümmert und auch die zwei Geschwister wieder ein unbefangenes Verhältnis zueinander finden. - Retrospektiv lässt die Autorin Daniel erzählen. Besonders in den letzten Abschnitten spürt man, dass er inzwischen gereift ist und ein eigenständiges Leben führen kann. Der Titel bezieht sich auf eine Textpassage, mit der die Krankheit der Mutter beschrieben wird. Die Identifizierung mit dem Ich-Erzähler fällt dem Leser - zumindest in der ersten Buchhälfte - ziemlich schwer, weil die Reiferückstände zu auffällig sind. Trotzdem ist es eine bereichernde Lektüre zum Themenkomplex Familie, Zusammenstehen und schwere, todbringende Erkrankung.
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Artikelbeschreibung

Daniels Welt gerät aus den Fugen. Am letzten Urlaubstag beschließen seine Eltern völlig überraschend, sich zu trennen. Daniel erklärt den Vater zum Schuldigen und stürzt sich mit aberwitzigem Eifer in die Überkompensation: Er verliebt sich in seine Schwester Laura, will für sie der einzige Mann sein, will Künstler werden wie seine schräge Großcousine Miriam und Lebemann wie sein Onkel Billy. Und scheitert dabei kolossal. Beinahe entgeht ihm, dass auch seine Mutter unter der Situation leidet. Ihre schlummernde Parkinson-Demenz macht sich bemerkbar. Und während sie immer schwächer und vergesslicher wird, sortiert sich die Familie um sie herum neu. Tragikomisch erzählt dieser Entwicklungsroman von großen Verlusten und ebenso großen Chancen.

»Zwei Wörter fallen mir zu diesem Buch ein: grandiose Geschichte.« Heinrich Steinfest

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Personeninformation

Didi Drobna wurde 1988 in Bratislava geboren und lebt seit 1991 in Wien. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Germanistik an der Universität Wien, außerdem Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Ihre literarische Arbeit wurde mit mehreren Stipendien und Literaturpreisen ausgezeichnet. Daneben war sie auch als Jurorin für Literaturpreise und -stipendien tätig, ab 2018 lehrt sie an der Universität für angewandte Kunst. Didi Drobna arbeitet seit Jahren hauptberuflich in der IT-Branche und leitet derzeit die Kommunikation & Presse für ein IT-Forschungszentrum. 

Pressestimmen

»Im Verstörenden verbirgt sich bisweilen die größte Komik, während das besonders Tragische sich ganz leise aus dem Hinterhalt anschleicht. (...) Ein ungemein anrührendes Buch.« (A) Tiroler Tageszeitung 20181213
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