Ein ganz normales Wunder

Roman
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Noch nicht erschienen. Erscheint laut Verlag/Lieferant: 03.09.2026
Buchprofile - Rezension
Der autistische Walter kommt nach der Betreuung in Form von Homeschooling durch seine Mutter in eine Tageseinrichtung, die den intelligenten jungen Mann wie ein Kind behandelt.
Seit frühester Kindheit ist Walter Autist und wird von seiner Mutter per Homeschooling unterrichtet. Er verständigt sich, seit er fünf Jahre alt ist, nonverbal mit Hilfe einer Buchstabentafel, die ihn aus seiner Isolation führt. In Vorlesungen am Community College darf er sie benutzen, um aktiv am Unterricht teilzunehmen und die Prüfungen mitzuschreiben. Nach erfolgreichem Abschluss und dem plötzlichen Tod seines Vaters bringt die Mutter (weil sie Geld verdienen muss) den nunmehr 24-Jährigen in eine Tageseinrichtung „Upward Bound“. Die Betreuer behandeln ihn aber wie ein Kleinkind, was ihn wütend macht. Am Ende kommt es zur Katastrophe: Sein ebenfalls nonverbaler Freund Jorge flüchtet aus der Tagesstätte. Die alarmierte Polizei reagiert auf den panisch reagierenden jungen Mann völlig falsch. Der hinzugezogene Pfleger Carlos, der eine tiefe Bindung zu seinen Klienten hat, will vermitteln. Da er die Polizeiarbeit „behindert“, trifft ihn ein Schuss aus der Dienstwaffe tödlich. Woody Brown zeigt mit seinem von eigenen Erfahrungen inspirierten Roman an mehreren Beispielen, wie und wo Gesellschaft und Behörden autistisches Verhalten nicht richtig deuten (können). Es gilt, den Leser:innen Berührungsängste zu nehmen und Vorurteile abzubauen. Nur so kann echte Empathie und Inklusion z.B. im Schulalltag gelingen.
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Artikelbeschreibung

Dieser Roman ist eine Sensation!

Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der University of California. Sein Roman ist ein literarisches Ereignis. Und ein großes Geschenk.

In einer Tagesstätte für Menschen mit Behinderung begegnen sich Schicksale, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da ist Carlos, der Pfleger mit dem unerschütterlichen Optimismus, und der junge Tom, der sich wortlos nach einer Liebe verzehrt, die unerreichbar scheint. Und da ist Walter, der nach einem schweren Schicksalsschlag versucht, die Scherben seines Lebens wieder zusammenzusetzen.

In der flirrenden Hitze Kaliforniens entfaltet sich eine Geschichte über die unsichtbaren Bande zwischen uns. Woody Brown schreibt mit einer solch feinsinnigen Beobachtungsgabe und einer Prise trockenem Humor über das Menschsein, dass man sich beim Lesen nicht nur in die Charaktere verliebt, sondern auch in das Leben selbst.

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Personeninformation

Woody Brown schrieb Geschichte als erster nicht-sprechender autistischer Absolvent der UCLA, wo er zudem mit Summa cum laude für sein Schreiben ausgezeichnet wurde. Seinen Master of Fine Arts im Bereich Creative Writing schloss er 2024 an der renommierten Columbia University ab. Er lebt in Los Angeles.

Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als literarischer Übersetzer in München. Er übertrug u. a. Geoff Dyer, Michel Houellebecq, Gabriel Talent und Hanya Yanagihara ins Deutsche.

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