Gelb, auch ein schöner Gedanke

Roman
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Buchprofile - Rezension
Berührender Mutter-Tochter-Roman über das Zusammenleben mit einem schwerkranken, pflegebedürftigen Vater und Ehemann.
Die Autorin erzählt abwechselnd aus der Sicht der Mutter Ruth und der Teenager-Tochter Lea, was es bedeutet, über viele Monate hinweg mit dem sterbenden Vater im gleichen Haushalt zu leben. Auch wenn man selbst den Ausnahmezustand mit pflegebedürftigen Angehörigen noch nicht erlebt hat, kann man sich durch diesen Roman sehr gut in die verschiedenen Gefühlslagen hineinversetzen. Während Ruth sich immer weiter zurückzieht, selbst nicht mehr am Leben teilnimmt und ihre eigene Gesundheit sowie ihre Tochter vernachlässigt, versucht die 16-jährige Lea ein halbwegs normales Leben zu führen und sich von ihrem sterbenden Vater abzugrenzen. Natürlich entstehen dadurch auch Konflikte zwischen Mutter und Tochter. Ausgelöst durch einen kafkaesk anmutenden Erzählkniff vertauschen sich die Rollen schließlich ungefähr bei der Hälfte des Romans. Diese unrealistische Wendung ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack. Was jedoch unbestritten geglückt ist und den Roman so lesenswert macht, ist die poetische, zärtliche und manchmal auch humorvolle Auseinandersetzung mit einem sehr schwierigen Thema.
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Artikelbeschreibung

'Was du hier für einen zärtlichen Krach geschaffen hast!' Sa¿a Stani¿i¿Ein wunderbares Buch über eine Mutter-Tochter-Beziehung in einer nicht enden wollenden Ausnahmesituation, mal zärtlich und poetisch, mal wütend, humorvoll und sehr direkt erzählt mit einer überraschenden Wendung, die das Ende eines Lebens und unseren Umgang damit in ein völlig neues und unbekanntes Licht rückt.Georg stirbt, und das schon viel zu lange. Während Ruth ihren Mann selbstvergessen zu Hause pflegt und sich darüber von ihrer fünfzehnjährigen Tochter Lea entfremdet, möchte die endlich Normalität und ungebremst ein jugendliches Leben führen. Ruth und Lea brauchen sich, driften aber immer weiter voneinander weg. Und dann passiert etwas mit Georg, mit dem keiner gerechnet hat.'Das Moos tröstet, der Vater wiehert, das Sterben ist nicht Abschied, sondern Verwandlung, und wer pflegt denn bitte einen fremden Mann mit langen pinken Fingernägeln?! Willkommen, Nefeli Kavouras, in der deutschsprachigen Literatur, ja, was du hier für einen zärtlichen Krach geschaffen hast!' Sa¿a Stani¿i¿

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Pressestimmen

»mit welch poetischer Zartheit, welch leisem Witz, ja welch tiefgründigem Scharfsinn sie indes von diesem viel zu langen Abschied erzählt, ist eindrucksvoll: sehr eindrucksvoll« Stadtmagazin 07 (Jena und Umgebung) 20260327

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