Das leichte Leben

Roman
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Buchprofile - Rezension
Kathrin und Jan bekämpfen ihre Ehekrise durch Affären und sexuelle Experimente, doch das bringt ihnen kein Glück.
Kathrin war mal Bestsellerautorin und ist jetzt Gymnasiallehrerin, ihr Mann Jan arbeitet beim Fernsehen und soll ein Boulevardmagazin moderieren. Sie haben sich nicht mehr viel zu sagen, auch die Beziehung zu ihren Teenager-Kindern ist schwierig. Ihre sexuelle Frustration führt Kathrin auf eine Sexparty und sie beginnt ein Verhältnis mit ihrem 15-jährigen Schüler Keanu, der eigentlich mit ihrer Tochter Lale befreundet ist. Jan hat eine Affäre mit einer Praktikantin. Er steht unter großem Stress, weil er mit Nacktfotos aus seiner Jugend erpresst wird. Am Ende gibt es nur Verlierer und keine Hoffnung auf ein leichtes Leben. – Melles Romanfiguren haben keine weiteren Interessen als die Befriedigung ihrer sexuellen Gelüste, das gilt auch schon für die Jugendlichen. Jans Missbrauchserfahrung wirkt klischeehaft, besonders durch die verworrene Erpressungsgeschichte. Büchereien sollten verzichten.
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Artikelbeschreibung

Thomas Melles neuer Roman zeigt kaleidoskopartig die Auswüchse einer übersexualisierten Gesellschaft, »Das leichte Leben« ist die lange eingekochte Essenz unserer Gegenwart - schmerzhaft, komisch, brutal genau. Der neue, lang erwartete Roman eines der großen Schriftsteller unserer Zeit, der laut WELT »der Weltliteratur nahe« ist.

Jan und Kathrin hatten mal alles, ihr leichtes Leben ließ sie schweben durch eine Welt, die dem schönen Paar vor allem wohlgesonnen war. Doch dieser Zustand ist ihnen abhanden gekommen. Zu schnell verändert sich die Welt um sie herum und sie selbst fühlen nur Stillstand, sind gefangen in den Konventionen der Ehe und des bürgerlichen Lebens. Kathrin war mal eine gehypte Schriftstellerin, heute fristet sie ihr Dasein als Aushilfslehrerin und versucht sich bei einer Sexparty wieder zu spüren. Jan, ein berühmter TV-Journalist, wird geplagt von einem anonymen Erpresser, der Nacktfotos von ihm als Internatsschüler verschickt. Während ihr Mann panisch fürchtet, dass sein schreckliches Geheimnis ans Licht kommen könnte, begehrt Kathrin ausgerechnet den wunderschönen und mysteriösen Freund ihrer Tochter Lale, der dazu noch ihr Schüler ist.

Nach seinem autofiktionalen Roman »Die Welt im Rücken«, der auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand und in 22 Sprachen übersetzt wurde, liefert Thomas Melle mit seinem neuen Buch eine literarische Bestandsaufnahme einer Gesellschaft getrieben von Sehnsucht, eben nach dem leichten Leben.

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Personeninformation

Thomas Melle, 1975 geboren, studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theaterstücke und übersetzte u. a. William T. Vollmann und Quentin Tarantino ins Deutsche. Sein Debütroman »Sickster« (2011) war für den Deutschen Buchpreis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis ausgezeichnet. 2014 folgte der Roman »3000 Euro«, 2016 »Die Welt im Rücken«, die beide auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis standen. »Die Welt im Rücken« wurde zudem in 22 Sprachen übersetzt. Thomas Melle lebt in Berlin.

Pressestimmen

»Melle ist ein Analytiker und Künstler zugleich, sein Roman hat eine fesselnde Spannung.« Roland Mischke Aachener Zeitung 20230109
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