Der Rabbi und der Kommissar: Fremde Götter

Band 3
Kriminalroman
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Buchprofile - Rezension
Im neuesten Fall für Rabbi Silberbaum und Kommissar Berking geht es um einen dubiosen Sektenführer im Schweizer Jura.
Abi Sternlieb erfährt nach 25 Jahren glücklicher Ehe, dass er nicht der Vater seiner Tochter Camilla sein kann. Was tun? Er bittet Henry Silberbaum, Rabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde zu Frankfurt am Main, um Hilfe. Jetzt recherchiert der kriminalistisch begabte Rabbi nach den Hintergründen, obwohl ihm sein Chef geraten hat, das zu unterlassen. Er zieht seinen Freund Hauptkommissar Berking, mit dem er immer gerne seine Vermutungen austauscht, zu Rate und die beiden führt es in den Schweizer Jura, wo eine Sekte ihr Unwesen treibt. Camilla und eine Freundin waren in jungen Jahren Anhängerinnen dieser Sekte und wurden offensichtlich Opfer des Sektenführers. Der Rabbi, ein sehr feinfühliger, witziger und weltoffener, aber auch hartnäckiger Mensch, trifft auf den Mann und die beiden liefern sich einen heftigen verbalen Schlagabtausch über Gott. Als kurz darauf der Guru tot aufgefunden wird, ist der Rabbi plötzlich Hauptverdächtiger in einem Mordfall. - In Michel Bergmanns drittem Fall seiner Rabbi Henry Silberbaum-Reihe (zul. "Du sollst nicht begehren", BP/mp 23/389) geht es wieder um das ganz alltägliche jüdische Leben in Deutschland, von den Speisevorschriften bis zu den einzuhaltenden Regeln der Tora, Halacha und des Talmuds, den Grundlagen jüdischen Glaubens. Dabei spielt der trockene jüdische Humor eine Hauptrolle, die unglaubwürdige Krimi-Handlung ist nur Nebensache. In einem Glossar finden sich Erklärungen jiddischer und hebräischer Begriffe. Der Autor präsentiert wieder in lockerem Schreibstil eine gelungene Mischung aus absurden Wortgeplänkeln, grotesken Situationen und irren Dialogen, fällt gegenüber den ersten beiden Fällen aber etwas ab. Insgesamt aber ein erfrischender, humorvoller Krimi der ganz anderen Art, voller Ironie.
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Artikelbeschreibung

Glaub nicht alles, was du zu glauben glaubst

Man sieht den Leuten ihre Vergangenheit nicht an der Nasenspitze an. Als Rabbi Henry Silber¬baum erfährt, dass ein Mitglied seiner Gemeinde einst Anhänger einer Sekte im Jura war, reist er selbst dorthin, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. In den luftigen Höhen der Schweizer Alpen trifft er auf den selbst ernannten Guru. Die beiden Männer liefern sich einen heftigen Schlagabtausch über Gott. Ausschließlich ver¬bal natürlich, doch kurz darauf wird der Guru tot aufgefunden - und plötzlich ist Henry Hauptver¬dächtiger in einem Mordfall ...

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Personeninformation

Michel Bergmann, geboren 1945 in Basel, Kinderjahre in Paris, Jugendjahre in Frankfurt am Main. Nach Studium und Job bei der »Frankfurter Rundschau« landete er beim Film: zuerst als Producer, dann als Regisseur, zuletzt als Drehbuchautor u. a. für »Otto - Der Katastrofenfilm«, »Es war einmal in Deutschland«. Ab 2010 schrieb er vor allem Romane: u. a. »Die Teilacher«, »Herr Klee und Herr Feld«, »Weinhebers Koffer«, »Mameleben: oder das gestohlene Glück«. Mit der Reihe um den ermittelnden Rabbi Henry Silberbaum trat er auch als Krimiautor in Erscheinung. 2025 ist Michel Bergmann verstorben.

Pressestimmen

»Auch im dritten Band macht es große Freude, den quirligen Rabbi Silberbaum als unerschrockenen Freizeitermittler zu begleiten und nebenbei wieder viel über jüdisches Leben und jüdischen Humor zu erfahren.« WDR 4
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