Sorry Tarzan, ich rette mich selbst!

Raus aus der Klischeefalle
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Buchprofile - Rezension
In der Film- und Fernsehwelt dominieren nach wie vor patriarchale und frauenfeindliche Strukturen.
In Film und Fernsehen leben noch stärker als in anderen gesellschaftlichen Bereichen patriarchalische Strukturen und Klischees fort. Dies ist um so tragischer, als dass Filme und Fernsehsendungen durch ihre Inhalte diese Klischees wieder in die sie konsumierende Gesellschaft tragen und dadurch weiter ihrer Auflösung entgegenwirken. Die erfahrene Schauspielerin führt dies detailliert aus: auch in jüngeren Kinderfilmen sind die Held:innen stereotyp besetzt, Frauen müssen Idealmaße vorweisen und werden viel stärker nach ihrem Äußeren beurteilt, werden immer noch schlechter bezahlt und die #meetoo-Bewegung hat auch hierzulande nicht den sexualisierten Machtmissbrauch beendet. Frauen auf dem Bildschirm oder der Leinwand haben selten erfolgreiche Berufe und verschwinden mit der Menopause, um höchstens als Omi wieder aufzutauchen. Cukrowski hält dagegen: Gemeinsam mit ihrer Kollegin Silke Burmester rief sie beispielsweise "Let´s change the picture" ins Leben mit dem Ziel, auch Frauen über 45 im Film sichtbar zu machen, und engagiert sich auch außerhalb der Schauspielszene. Eine Klischeekistenliste am Ende des Buches fasst den Inhalt ganz gut zusammen. Denn Glaubenssätze wie "Frauen, die sich aufregen, sind hysterisch" oder "Alle Frauen wollen von Männern gerettet werden. Auch die einsamen Wölfinnen," (S.230 f.) finden immer noch Anhänger. – Die Autorin berichtet aus der Filmwelt, die Verhaltensmuster lassen sich aber auf fast alle Lebensbereiche übertragen. Ein Bewusstmachen der ausgrenzenden und frauenfeindlichen Strukturen ist ein erster Schritt zur Veränderung. – Für mittlere Bestände.
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Artikelbeschreibung

Warum werden Frauen so oft auf überholte Rollenbilder reduziert? In ihrem Buch-Debüt beleuchtet Gesine Cukrowski wie die von patriarchalen Normen durchdrungene Theater-, Film- und Fernsehwelt unser gesellschaftliches Leben beeinflusst.

Mit Mut und Offenheit deckt sie Klischees und strukturelle Ungleichheiten auf, die nicht nur weibliche Karrieren prägen, sondern bis in den Alltag von Frauen wirken. Cukrowski geht über ihre eigenen Erfahrungen hinaus und bietet eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit Selbstbestimmung, Emanzipation und den fest verankerten Rollenbildern in unserer Gesellschaft.

Sie ermutigt Frauen, sich selbst zu definieren und ihre Geschichten zu erzählen - ein krachendes Plädoyer für alle, die sich nicht länger in Nebenrollen drängen lassen wollen.

Produktsicherheit

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Personeninformation

Gesine Cukrowski zählt zu den renommiertesten deutschen Schauspielerinnen in Film, Fernsehen und Theater. Im Jahr 2023 rief sie gemeinsam mit Silke Burmester (Palais F*luxx) die Initiative »Let's Change the Picture« ins Leben, die sich für eine stärkere Sichtbarkeit von Frauen ab 47 im deutschen Film und Fernsehen einsetzt. Für dieses wegweisende Engagement wurden sie 2023 mit dem Ehrenpreis »Inspiration« des Deutschen Schauspielpreises ausgezeichnet sowie mit dem Impact of Diversity Award in der Kategorie »Best Diversity Campaign«. Für ihr langjähriges frauen- und gleichstellungspolitisches Engagement wurde Gesine Cukrowski im März 2025 zudem mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt.

Pressestimmen

Schonungslos klärt sie [Gesine Cukrowski] über diskriminierende, patriarchalische Missstände in ihrer Berufswelt auf. Welt am Sonntag (WamS) 20250810

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