Die Zeit der leeren Kirchen

Von der Krise zur Vertiefung des Glaubens
20,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Die Pandemie als prophetisches Zeichen für die Kirche.
Das Horrorszenario der wegen der Pandemie geschlossenen Kirchen ist in Tschechien wie in Deutschland zwar vorüber, doch sollte diese Erfahrung, so Tomás Halík, durch die allmählich einkehrende Normalität nicht aus dem Bewusstsein verdrängt werden. Denn Halik sieht darin nur den Gipfelpunkt einer schon seit langem in Europa sich abzeichnenden Entwicklung zu leeren Kirchen und zum Minderheitenstatus der Christen. So sei die Pandemie ein prophetisches Ereignis, das uns zwinge, tiefere Grundlagen unserer christlichen Identität zu entwickeln. Halík entfaltet seine Gedanken dazu in der Form von Fasten- und Osterpredigten, die sich an dem Geist der Enzyklika von Amoris laetitia und dem pastoralen Wirken von Papst Franziskus orientieren. So steht die Reform der Kirche - mehr Demokratie, Frauen- und Minderheitenrechte und ein barmherzigerer Umgang mit Wiederverheiratet-Geschiedenen - wie auch des eigenen Glaubenslebens im Mittelpunkt, ohne dass Halík einem zeitgeistigen Reformismus verfallen würde, der mit der Lebensgeschichte des früheren Untergrundpriesters auch kaum zu vereinbaren wäre. Allerdings ist Halíks Prager "Akademische Pfarrgemeinde" mit ihren nach Gott suchenden Intellektuellen und selbst Atheisten nicht unbedingt modellhaft für die Kirche überhaupt. Darum ist dieses Buch trotz seiner spirituellen Tiefe nur mit Abstrichen als Wegweisung für eine Kirchenreform zu lesen.
Weiterlesen
Thomas Minten (für die KEG) empfiehlt:

Corona - eine Strafe Gottes? Nein, meint Tomáš Halík und bietet eine Deutung der Pandemie, die den Glauben ebenso berücksichtigt wie die Vernunft. Er sieht in den Ereignissen eine Warnung: Die leeren Kirchen während des Lockdowns könnten zum Sinnbild für die Zukunft der Kirche werden. Damit dies nicht geschieht, gilt es, beherzt Abschied zu nehmen von allem, was nicht mehr trägt. „Und diese neue Gestalt wird bereits geboren und wir können Zeugen und aktive Teilnehmer dieser Geburt sein.“

Artikelbeschreibung

Corona - eine Strafe Gottes? Auf keinen Fall, meint Tomás Halík und bietet eine Deutung der Pandemie, die den Glauben ebenso berücksichtigt wie die Vernunft. Er sieht in den Ereignissen von 2020 eine Warnung: Die leeren Kirchen während des Lockdowns könnten zum Sinnbild für die nahe Zukunft der Kirche werden. Damit dies nicht geschieht, gilt es, beherzt Abschied zu nehmen von allem, was nicht mehr trägt: »Auch im Christentum muss etwas sterben, um dann in einer neuen, verwandelten Gestalt auferstehen zu können. Und diese neue Gestalt wird bereits geboren und wir können Zeugen und aktive Teilnehmer dieser Geburt sein.« Ein Buch, das nichts beschönigt und gerade deshalb Hoffnung macht.

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag Herder GmbH
Anschrift: Hermann-Herder-Str. 4
DE-79104 Freiburg
Kontakt: produktsicherheit@herder.de

Personeninformation

Tomás Halík, geb. 1948, wurde 1978 heimlich zum Priester geweiht und war enger Mitarbeiter von Kardinal Tomásek und Václav Havel. Er ist Professor für Soziologie an der Philosophischen Fakultät der Karls-Universität Prag, Pfarrer der Akademischen Gemeinde Prag, Rektor der Universitätskirche St. Salvator und Präsident der Tschechischen Christlichen Akademie. Benedikt XVI. verlieh ihm den Ehrentitel Päpstlicher Prälat. 2010 erhielt er den Romano-Guardini-Preis. 2014 wurde er mit dem Templeton-Preis ausgezeichnet.

Mehr von Halík, Tomás

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.