Der Kaiser der Freude

Roman
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Susanne Steufmehl empfiehlt:

Der lange erwartete zweite Roman des vietnamesisch-amerikanischen Wunderkindes Ocean Vuong und für mich eine der Top Neuerscheinungen des Jahres! Mit seiner poetischen Sprache, seiner Fabulierkunst und seinem skurrilen Personal hat er mich in seinen Bann gezogen, auch wenn er einen geduldigen Leseatem einfordert. Im Mittepunkt steht der gescheiterte Collegestudent Hai, queer, drogensüchtig, hochbegabt, aber stinkfaul, liebenswürdig, duldsam, ein bisschen feige, fantasievoll und herzensgut. Seiner hartarbeitenden Mutter verschweigt er sein Versagen an der Uni und baut für sie ein Lügengebäude auf. Unterschlupf findet er in einem abgelegenen Kaff, bei der dementen Grazina, einer Litauerin mit Kriegstrauma, zu deren hingebungsvollen Pfleger er wird. Sein Geld verdient er in einem altmodischen Diner, der ein Sammelbecken für die Abgehängten und Gestrandeten ist. Und genau sie werden zu seiner neuen Familie. Die Situationen, in die Ocean Vuong seinen Helden trudeln lässt, sind komisch, tragisch, absurd und mit großer Intimität erzählt. Ein außerordentlichen Leseerlebnis, das die Kehrseite des amerikanischen Traums zeigt, von Klassismus und Identität, vor allem aber und vom Wert der Freundschaft, Menschlichkeit und Nächstenliebe erzählt. 

Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Von der Kehrseite des amerikanischen Traums: Ocean Vuongs neuer, atemberaubender Roman nach dem Welterfolg von »Auf Erden sind wir kurz grandios«Der queere Hai, Sohn einer vietnamesischen Mutter, lebt in East Gladness, einem heruntergekommenen Kaff in New England. Auf den Straßen hängen noch die Schilder der Obama-Kampagne »Yes, we can«, doch Hai schluckt Pillen und denkt an Selbstmord. Bis er Grazina aus Litauen kennenlernt, eine Überlebende des Zweiten Weltkriegs, in deren Kopf die unerlösten Geister ihres Lebens schwirren. Hai wird ihr Pfleger und fängt an, in einem Diner zu arbeiten, dessen Belegschaft alles Underdogs sind wie er, die »in dieser angeblich freien Welt aus Arbeit, Schlaf und beschissenen Kuchen gefangen sind.« Poetisch und komisch, eindringlich und mit außergewöhnlicher Intimität erzählt Ocean Vuong von der Freundschaft jenseits aller Grenzen von Identität und Familie.»'Der Kaiser der Freude' gibt den USA ihre schillernde Vielfalt zurück.« Deutschlandfunk

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
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Personeninformation

Ocean Vuong wurde 1988 in Saigon, Vietnam, geboren und zog im Alter von zwei Jahren mit seiner Familie nach Amerika, wo er heute lebt. Für seine Lyrik wurde er mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Whiting Award for Poetry (2016) und dem T.S. Eliot Prize (2017). Bei Hanser erschienen zuletzt sein Debütroman »Auf Erden sind wir kurz grandios« (2019), für den er mit dem American Book Award ausgezeichnet wurde, und die Gedichtbände »Nachthimmel mit Austrittswunden« (2020) und »Zeit ist eine Mutter« (2022). Nikolaus Stingl, 1952 geboren, übersetzte u. a. William H. Gass, Ben Lerner, Thomas Pynchon, Colson Whitehead und Emma Cline und wurde mit mehreren wichtigen Übersetzerpreisen ausgezeichnet. Anne Mittag ist Lektorin für internationale Literatur bei einem Münchner Verlag. Sie übersetzte u.a. Ocean Vuong, Robin Robertson, Naoise Dolan und Patricia Lockwood.

Pressestimmen

»Der zweite Roman des Shootingstars Ocean Vuong findet Hoffnung an den Rändern der amerikanischen Gesellschaft. Es sind Momente voller Herz, voller Empathie, die das Buch zu dem machen, was es ist: ein großer Familienroman.« Enrico Ipolitto, Der Spiegel, 10.05.24 »Vuongs Text ist schwermütig, durchwoben von synästhetischer Bildsprache, ohne pathetisch abzugleiten - und zugleich humorvoll, was ihn wie eine letztlich sauber genähte Wunde wirken lässt.« Cynthia Cornelius, Welt am Sonntag, 08.06.25 »Ocean Vuong erzählt von Existenznot in Amerika. Ein leiser, poetischer Roman.« Michelle Schleimer, Zeit Online, 21.05.25 »Ocean Vuongs zweiter Roman berührt als Feier des Außenseitertums. Eine umwerfende, im traurigsten Sinne amerikanische Geschichte.« Martin Thomas Pesl, Buchkultur, 13.06.25 »Vuong erzählt konsequent von der Kehrseite des amerikanischen Traums, gleichermaßen realistisch wie poetisch, ganz ohne Lamento. Ein Roman über ungewöhnliche Freundschaften, über eine migrantische Familie und ihre Sorgen und nicht zuletzt über die Geschundenen dieser Welt.« Gerrit Bartels, Tagesspiegel, 17.05.25 »Poetische Prosa aus der Fast-Food-Küche, einfach grandios!« Ariane Heimbach, Brigitte, 02.07.25 »Ein trotziger Bildungsroman und episch ausschweifende Geschichte.« Maike Albath, SRF, 15.05.25 »Eine literarische Weiterentwicklung, die die Grenzen der Autofiktion neu auslotet.« Lynn Hruschka, Deutschlandfunk Kultur, 13.05.25 »Vuong vermittelt uns ein anderes Amerika, jenseits der in diesen Tagen üblichen Wahrnehmungsmuster. 'Der Kaiser der Freude' gibt den USA ihre schillernde Vielfalt, die unbezähmbar ist und den Reichtum des Landes bildet, zurück.« Maike Albath, Deutschlandfunk Büchermarkt, 11.05.25 »Gälte es, den Roman mit einem Wort zu beschreiben, wäre es Zärtlichkeit. Ocean Vuong schreibt der Working-Class ein Denkmal voller Würde, Eifer, Hoffnung, Güte.« Michael Wurmitzer, Der Standard, 12.05.25 »Vuong schreibt mit großer Zartheit und innovativer Energie über ein ungleiches Paar.« Die 100 besten Bücher der Welt, Der Spiegel, 22.03.25 »Ocean Vuong ist der Chronist des amerikanischen Albtraums.« Lars Reichardt, SZ-Magazin, 09.05.25 »In kleinen Momenten kann so viel Größe liegen. 'Der Kaiser der Freude' ist voll von ihnen; es ist ein großer, übrigens hinreißend schön übersetzter Roman über den Menschen am Abgrund und die Rettung, die überall lauern kann.« Alexander Solloch, NDR Kultur, 12.05.25 »Dass Ocean Vuong Anmut und Gnade hinter Türen aufspürt, hinter denen sie wenige erwarten würden, dass er für sie eine Sprache findet, die von großer Sinnlichkeit und Wärme ist, ist das eine sehr Berührende an diesem Roman. Das andere ist, dass dieser Autor erkundet, unter welchen Umständen ein Mensch offen sprechen kann.« Marie Schoeß, Bayern 2, 12.05.25
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