Wackelkontakt

Roman
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Buchprofile - Rezension
Zwei originelle Geschichten, die (nur) auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben.
Das Buch beginnt mit einer Alltagssituation, wie sie banaler nicht sein könnte. Escher sitzt in seiner Wohnung und wartet auf den Elektriker. Um die Wartezeit zu überbrücken, liest er ein Mafia-Buch über Elio Russo, der im Gefängnis sitzt und auf seine Entlassung wartet. Um die Wartezeit im Gefängnis zu überbrücken, liest dieser ein Buch über Escher, der in seiner Wohnung sitzt und auf den Elektriker wartet. Sowohl die kurze, äußerst mysteriöse Inhaltsangabe, als auch der übliche Schreibstil des Autors lassen auf einen skurrilen, unterhaltsamen Roman hoffen. Diese Erwartung wird nicht nur erfüllt, sondern übertroffen. Zu Beginn mag das Konzept etwas gewöhnungsbedürftig, fast schon langweilig anmuten, doch nach und nach offenbaren sich den Lesenden unerwartete Tiefen. Dadurch, dass der Autor die Geschichte zunächst so banal wirken lässt und Details nur sehr überlegt preisgibt, bleibt die Erzählung äußerst überraschend und lässt Lesende mit dem Gefühl zurück, dass es noch viel mehr über die Charaktere zu erfahren gäbe. Auch der Schreibstil zeigt sprachliche Besonderheiten, die dazu anregen mehr über Worte und ihre Bedeutung nachzudenken, ohne dass dies explizit zum Thema gemacht würde. Insgesamt also ein sehr kurzweiliger und unterhaltsamer Roman, der lange nachhallen kann, wenn man sich darauf einlässt.
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Artikelbeschreibung

Funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss - »der neue Wolf Haas ist ein Wunder. Bitte ganz unbedingt lesen.« Adam Soboczynski, Die Zeit. Nominiert für den österreichischen Buchpreis 2025Franz Escher wartet auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt. Um sich die Zeit zu vertreiben, liest er ein Buch über den Mafia-Kronzeugen Elio Russo. Elio sitzt im Gefängnis und wartet auf die Entlassung. Er hat so viele Leute verraten, dass er um sein Leben fürchtet. Aus Angst liegt er nachts wach und liest ein Buch. Es handelt von Franz Escher. Der wartet auf den Elektriker. Seine Steckdose hat einen Wackelkontakt.Wolf Haas' neuer Roman zündet ein erzählerisches Feuerwerk: Was beginnt wie zwei halbwegs übersichtliche Lebensgeschichten, verwirbelt sich zu einem schwindelerregenden Tanz - mit einem toten Handwerker, familiären Verstrickungen und vielen ungelösten Geheimnissen, funkenschlagend und spannend bis zum finalen Kurzschluss.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Vilshofener Straße 10
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Wolf Haas wurde 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren. Für sein Werk erhielt er u. a. den Bremer Literaturpreis, den Wilhelm-Raabe-Preis und den Jonathan-Swift-Preis. Er veröffentlichte die Romane »Das Wetter vor 15 Jahren« (2006), »Verteidigung der Missionarsstellung« (2012) und »Junger Mann« (2017) sowie neun Brenner-Krimis, zuletzt »Müll« (2022). Bei Hanser erschien zuletzt der Roman »Eigentum (2023), der mit dem Erich-Kästner-Preis 2024 ausgezeichnet wurde, und sein Roman »Wackelkontakt« (2025). Wolf Haas lebt in Wien.

Pressestimmen

»Ein ganz herrliches Buch, das von einer zündenden Idee lebt. Ein großes literarisches Vergnügen.« Denis Scheck, ARD druckfrisch, 28.03.25 »Der neue Wolf Haas ist ein Wunder. Das ist eine so verdammt große Kunst: 'Wackelkontakt' liest sich ungeheuer leicht, er ist unterhaltsam wie ein gut geölter Thriller, gleichzeitig ist er derart anspruchsvoll, dass man schier verrückt wird vor intellektueller Begeisterung ... Mehr muss man nicht sagen: Bitte ganz unbedingt lesen.« Adam Soboczynski, Die Zeit, 22.01.25 »Ein großartiger Roman, und man fragt sich, wie er das eigentlich macht. Jeder Satz wird zu detailverliebten Sprachteilchen, die sich nach und nach ineinander- und am Ende zu einem Bild zusammenfügen." Andreas Lesti, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 12.01.25 »Jedes Mal erlebe ich mit neuer Begeisterung die Romane von Wolf Haas. Immer anders, immer überraschend, aber das, was Wolf Haas jetzt gemacht hat, ist nochmal eine Umdrehung mehr.« Andrea Gerk, Deutschlandfunk Kultur, 13.01.25 »Ein Roman, so anspielungsreich, vergnüglich und klug konstruiert, wie es sonst nur Umberto Eco, Italo Calvino und Roberto Bolaño konnten. An 'Wackelkontakt' von Wolf Haas kommt dieses Frühjahr niemand vorbei!« Jakob Hayner, Welt am Sonntag, 23.03.25 »Höchst unterhaltsam - Genauso treffend und lustig, wie es seine Leserschaft aus den Brenner-Romanen kennt. Wolf Haas beherrscht die Regeln des Schreibens so vollständig, dass er sie ganz nebenbei außer Kraft setzen kann.« Stefan Kuzmany, Der Spiegel, 04.01.25 »Wolf Haas ist ein Virtuose literarischer optischer Täuschungen. Ein Puzzle für sich, das süchtig macht. Noch nach der zweiten oder dritten Lektüre bleibt die Spannung.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 07.01.25 »Dem gewieften Erzähler war es immer schon zu fad, einfach die Realität abzupinseln. In seiner Schreibwerkstatt gibt es keine simplen Techniken, dafür unendlichen Spaß - wie in seinem neuen Roman ... Sehr schnell sehr spannend, Stephen King mit Wiener Schmäh.« Alex Rühle, Süddeutsche Zeitung, 04.01.25 »Echt elektrisierend.« Der Standard, 04.01.25 »'Wackelkontakt' erzählt virtuos zwei Geschichten in einer. Ein geniales Puzzle, das für den Leser am Schluss noch das Rätsel bereithält, wo das letzte fehlende Teilchen des Plots ist.« Richard Kämmerlings, Welt am Sonntag, 04.01.25 »Ein raffiniertes Geflecht von aufeinander bezogenen Motivsträngen.« Tilman Spreckelsen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.01.25 »Wolf Haas hat seinen ganz eigenen Sound. Er ist einer der Schriftsteller, der die Bezeichnung Kultautor tatsächlich verdient.« Mirjam Meinhardt, ZDF, 27.01.25
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