Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal

Roman
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Buchprofile - Rezension
Entdeckungs- und Seefahrerroman im Stile des 16. Jh.
Mit einer Karavelle in unbekannte Weltgegenden segeln, mit wilden Gesellen Abenteuer bestehen und den Kitzel von Untergang und Tod zu suchen, dazu lädt Raoul Schrott mit seinem neuen Roman ein. Thema ist nichts Geringeres als die erste Weltumseglung Anfang des 16. Jh. Um das Geschehen authentischer erscheinen zu lassen, schreibt er in einer Sprache, die leicht an die Zeit Luthers angelehnt ist, und zeigt beachtliche Kenntnis in der damaligen Nautik. Groß ist die Anteilnahme des Lesers, wenn ein junger Landsmann, ein gewisser Hannes aus Aachen, Magellan auf der ersten Weltumseglung begleiten darf. Als tüchtiger Kanonier hat er dabei eine wichtige Aufgabe. Dieser schreibt seine Erlebnisse auf, an die der Erzähler am Jahreswechsel 2017/18 auf einer Insel im Pazifik gelangt sein will. Die Nöte der Schiffsleute mit den Winden, mit Hunger, Krankheiten und den Begegnungen mit ganz fremden Menschen auf den vielen Inseln und gefährlichen Ufern, aber auch Rivalität und Meuterei, Betrug um den verdienten Lohn und natürlich die Faszination des weiblichen Geschlechts, all das wird aus dem Blickwinkel eines eher einfachen Teilnehmers an drei Weltumseglungen in der Ich-Form erzählt. Gelegentlich blendet sich der Erzähler aus der Gegenwart ein, bestreitet das Schlusskapitel sogar ganz. Denn der Held Hannes aus Aachen hat die dritte Weltumseglung nicht beenden können, er wurde nämlich Opfer von Menschenfressern. Der vielseitig tätige Schriftsteller Raoul Schrott schafft mit einer alten portugiesischen Weltkarte als Vorsatzblatt die nötige Einstimmung; die geschilderten Schiffsrouten auf modernen Karten nachzuverfolgen ist dann ein Abenteuer für sich.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:
Eine Kreuzung aus Seefahrerabenteuer und Schelmenroman, zur Zeit der großen Entdeckungen. Hannes, ein Kanonengießer aus Aachen nimmt die Leser mit an Bord zu den ersten Weltumsegelungen voller Abenteuer, Entbehrungen und Entdeckungen.
Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Stürme, Schiffbruch, Kannibalen: die abenteuerliche Geschichte eines Weltumseglers, die niemand so erzählen kann wie Raoul Schrott Was für ein Abenteuer! Der Hannes aus Aachen kam als erster einmal ganz um die Welt. Vor 500 Jahren brach er mit Magellans Flotte zu den Gewürzinseln auf. Und damit ins völlig Ungewisse. Meutereien. Schiffbrüche. Kämpfe, Menschenfresserei - nur um an Nelken zu kommen. Am Ende kehrte bloß ein einziges Schiff zurück. Nur 18 Seeleute überlebten, unter ihnen "Juan Aleman". Dass er noch ein zweites und sogar drittes Mal zur Weltumsegelung aufbrach, ist alles, was man von ihm weiß. Raoul Schrott ist dieser Nebenfigur der Weltgeschichte hinterhergereist: Schwelgerisch und voll geradezu fühlbarer Details schenkt er seinem Simplicissimus auf hoher See ein ganzes Leben.

Produktsicherheit

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Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Raoul Schrott, geboren 1964, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Peter-Huchel- und den Joseph-Breitbach-Preis. 2023 hatte er die Ernst-Jandl-Dozentur der Universität Wien inne. Bei Hanser erschien u.a. »Erste Erde« (Epos, 2016), »Politiken & Ideen« (Essays, 2018), »Eine Geschichte des Windes oder Von dem deutschen Kanonier der erstmals die Welt umrundete und dann ein zweites und ein drittes Mal« (Roman, 2019), »Inventur des Sommers« (Über das Abwesende, 2023) und zuletzt das einzigartige Buchprojekt »Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit« (2024).

Pressestimmen

"Raoul Schrott erinnert daran, dass wir seit einem halben Jahrtausend in einer umrundeten Welt leben, er erinnert uns an unsere Basis , unseren Grund, unser Welt-Ermächtigungsverständnis... Der Roman ist aktuell, wenn man bedenkt, dass vor ein paar Wochen Greta Thunberg nach New. York gesegelt ist - zwischen beiden Ereignissen liegen 500 Jahre Globalisierungs- Geschichte... Es ist ein großer Spaß!" Katrin Schumacher, 3Sat Buchzeit, 20.10.19 "Raoul Schrotts neuer Roman ist oft witzig, manchmal schön und in einigen wenigen Passagen auch überwältigend. Ohne eine Portion Chuzpe und Größenwahn kann all das nicht entstanden sein. Niemand garantiert uns zudem, dass der Hannes aus Aachen gelebt hat. Doch es lohnt sich, seine Geschichte zu lesen." Tanya Lieske, Deutschlandfunk, 07.11.19 "Was für eine Freude, ein so schönes Buch in Händen zu halten! Zugleich erinnert es auch daran, wie standardisiert unsere Buchkultur, aber ebenso unser Leben geworden ist: Abenteuer, wie die des Kanoniers, gibt es nicht mehr. Dafür aber haben wir wenigstens noch die Literatur von Raoul Schrott." Uwe Schütte, Wiener Zeitung, 23.11.19 "Ein aufwendig recherchiertes und opulentes Werk, das sich zwar nicht durch Leichtigkeit anbiedert, aufgrund seiner historischen Präzision und Intensität aber das Potenzial hat, nachhaltig in Erinnerung zu bleiben." Katharina Hirschmann, Die Presse, 12.10.19 "Ein Historiengemälde, ein großes Abenteuer" Barbara Vinken, 3sat Buchzeit, 20.10.19 "Leser können sich in dem so schön gemachten Buch mit dem auf alte Weise rauh geschnittenen Papier und dem Kupferstich einer Weltkarte aus dem 16. Jahrhundert ebenso verlieren wie Hannes aus Aachen auf hoher See. ... Ein starkes Buch und eine Lektüre, die auf sehr anregende Weise immer wieder überrascht." David Eisermann, WDR 3 Kultur, 19.09.19 "Ein glänzendes Buch, glänzend vor allem an den verborgenen Rändern, in den kleinen Beobachtungen, beiläufigen Gedanken und lustigen Seitenhieben, die sich der Weltbürger Raoul Schrott ausgedacht hat zum Spott über all die Krähenwinkeleien unserer Zeit." Alexander Solloch, Norddeutscher Rundfunk, 01.09.19 "Schrott hat mit der 'Geschichte des Windes' ein aufwendig recherchiertes und opulentes Werk vorgelegt, das sich zwar nicht durch Leichtigkeit anbiedert, aufgrund seiner historischen Präzision und Intensität aber das Potenzial hat, nachhaltig in Erinnerung zu bleiben." Katharina Hirschmann, Die Presse, 12.10.19 "Er begeistert mit seiner stupenden Hauptfigur, viel sprachlicher Finesse und Details einstiger historischer Umstände." Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 28.08.19 "In Raoul Schrotts neuestem Roman stürmt und pfeift es durch alle Zeilen. An anderer Stelle kitzelt die Erzählung wie eine sanfte Südseebrise. Ganz besonders ist der Blick des Simplicissimus-Charakters Hannes auf die Weltpolitik, auf deren Mahlstrom er über die Meere segelt: Eine Entmystifizierung der großen Entdecker." Sophie Anggawi, Radio Bremen Zwei, 02.09.19
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