Königskinder

Roman
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Buchprofile - Rezension
Festgefahren und zugeschneit muss ein Ehepaar eine Nacht in den Alpen überstehen.
Max und Tina, das allen Capus-Fans aus "Das Leben ist gut" (BP/mp 16/940) bestens bekannte Langzeit-Ehepaar, überqueren gegen alle Warnungen an einem Winterabend mit dem Auto eine Passstraße im Greyerzer Land, werden von einem Schneesturm überrascht und bleiben stecken. Ein Räumfahrzeug ist vor dem nächsten Morgen nicht zu erwarten, und so gilt es, irgendwie die Nacht durchzustehen. Der fantasievolle Max beginnt, seiner bodenständig-kritischen Frau eine Geschichte zu erzählen, die sich in dieser Gegend um 1789 genau so zugetragen haben soll. Der arme Hirtenjunge Jakob und die Bauerntochter Marie verlieben sich unsterblich ineinander, eine Verbindung, die der reiche Bauer natürlich auf gar keinen Fall tolerieren kann. Eine klassische Königskinder-Geschichte also. Bis sie schließlich doch zusammenfinden, muss Jakob sich zunächst als Söldner für die Franzosen verdingen, während Marie tapfer jeden anderen Bräutigam ablehnt. Über abenteuerliche Umwege landet Jakob schließlich als Kuhhirte im Schlosspark von Versailles, wo eine Prinzessin auf ihn aufmerksam wird, deren romantische Seele von der unglücklichen Liebesgeschichte so berührt ist, dass sie sich in den Kopf setzt, Marie und Jakob zusammenzubringen. Aber dann bricht die Revolution in Frankreich aus ... Wie es dennoch zu einem Happy End kommt, davon erzählt Max seiner Tina, die ihn immer wieder unterbricht, wenn ihr die Geschichte zu unglaubwürdig oder zu kitschig wird. Doch alles ist laut Max genau so passiert, und die Wahrhaftigkeit seiner Erzählweise ist am Ende wesentlicher als der Wahrheitsgehalt. Ein weiterer Pluspunkt dieses grandiosen neuen Buches von Capus ist, wie warmherzig er das Verhältnis von Max und Tina beschreibt, auch wenn sie sich liebend gerne und sehr wortgewandt mit kleinen Sticheleien ärgern. In den großen Dingen des Lebens, in denen also, auf die es wirklich ankommt, sind sie sich immer einig. Insofern ist "Königskinder" auch ein wunderschöner, Mut machender Eheroman und außerdem ein Plädoyer fürs Erzählen. Unbedingte Empfehlung für jede Bücherei.
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Susanne Steufmehl empfiehlt:
Max und Tina, allen Capus-Fans aus „Das Leben ist gut“ bestens bekanntes Langzeit-Ehepaar, werden bei einer leichtsinnig-riskanten Fahrt über eine winterliche Passstraße im Greyerzer Land eingeschneit und müssen bis zum Eintreffen eines Räumfahrzeuges die Nacht überstehen. Der fantasievolle Max erzählt seiner bodenständig-kritischen Frau eine zauberhaft-tragische Liebesgeschichte, die sich in dieser Gegend um 1789 genauso zugetragen haben soll. Ein weiterer Pluspunkt dieses grandiosen, neuen Buches von Alex Capus ist, wie warmherzig er das Verhältnis von Max und Tina beschreibt, auch wenn sie sich liebend gerne und sehr wortgewandt mit kleinen Sticheleien ärgern. In den großen Dingen des Lebens, in denen also, auf die es wirklich ankommt, sind sie sich immer einig. Insofern ist „Königskinder“ auch ein wunderschöner, Mut machender Eheroman und außerdem ein Plädoyer fürs Erzählen.
Susanne Steufmehl, Buchberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Als Max und Tina in ihrem Auto eingeschneit auf einem Alpenpass ausharren müssen, erzählt Max eine Geschichte, die genau dort in den Bergen, zur Zeit der Französischen Revolution, ihren Anfang nimmt.Jakob ist ein Knecht aus dem Greyerzerland. Als er sich in Marie, die Tochter eines reichen Bauern, verliebt, ist dieser entsetzt. Er schickt den Jungen erst in den Kriegsdienst, später als Hirte an den Hof Ludwigs XVI. Dort ist man so gerührt von Jakobs Unglück, dass man auch Marie nach Versailles holen lässt. Meisterhaft verwebt Alex Capus das Abenteuer des armen Kuhhirten und der reichen Bauerntochter mit Max' und Tinas Nacht in den Bergen. Ein hinreißendes Spiel zwischen den Jahrhunderten. Alex Capus' schönste Liebesgeschichte seit "Leon und Louise".

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Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen die Romane »Léon und Louise« (2011), »Fast ein bisschen Frühling« (2012), »Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer« (2013), »Reisen im Licht der Sterne« (2015), »Das Leben ist gut« (2016), »Königskinder« (2018) sowie die Spiegel-Bestseller »Susanna« (2022) und »Das kleine Haus am Sonnenhang« (2024).

Pressestimmen

"Guten Erzählern hört man zu, selbst wenn einen der Inhalt ihrer Geschichten nicht zu interessieren scheint. Alex Capus ist ein solcher Zauberer, der seit über zwanzig Jahren seine Leserinnen und Leser mit kleinen und grossen Begebenheiten bezirzt und noch das Nebensächlichste Funken schlagen lässt." Rainer Moritz, Neue Zürcher Zeitung, 12.09.18 "Ein solcher Roman, der mehr ist als er vordergründig sagt, bietet eine intelligente wie kurzweilige Lektüre über Ambition und Funktion von Literatur ... Als Leser kann man bequem durch alle Welten und Zeiten gleiten. Und falls man selbst einmal in eine schwierige Situation gerät, gibt Alex Capus' Roman genug Stoff her, um dem zähen Warten auf Besserung mit Zuversicht zu begegnen." Björn Hayer, SPIEGEL online, 22.08.18 "Nicht nur eine tolle Liebesgeschichte, sondern auch ein Buch darüber wie großartig Lesen und Erzählen sind. ... Einfach schön!" Stefan Keim, WDR 4 Bücher, 04.09.18 "Wunderbar ist das Wechselspiel der Erzählungen aus zwei so verschiedenen Jahrhunderten. Capus erzählt unangestrengt, mit Sinn fürs sprechende Detail und mit enormer Erfindungskraft. Deshalb lassen wir uns so gern von ihm verführen." Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 26.08.18 "Capus ist ein Meister der atmosphärischen Beschreibung. Er braucht nur wenige Worte, um anschaulich und detailreich, bisweilen deftig das Leben in den Bergen ebenso wie das vorrevolutionäre Leben vor und im Schloss von Versailles zu beschreiben. Man hat sofort ein Bild vor Augen. Seine knappen Schilderungen sind dicht und plastisch... Eine herzerwärmende, geradezu märchenhafte Erzählung." Johannes Kaiser, Deutschlandfunk Kultur, 18.08.18 "Ein raffinierter Roman, den man als Schmökernase genießen kann wie auch mit tinaeskem kritischem Bewusstsein... Capus zieht an seiner Prosa-Orgel alle Register. Schalmeiensüss, wenn er bei Jacob und Marie weilt. Scharfe Mixturen, wenn es um den nutzlosen, verblödeten Adel geht." Martin Ebel, Tages-Anzeiger, 16.08.18
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