Susanna

Roman
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Buchprofile - Rezension
Susanna wandert Mitte des 19. Jh. mit ihrer Mutter in die USA aus und reift in New York zu einer selbstbewussten Frau heran, die mutig und entschlossen ihren Weg geht.
Der Vater von Susanna, Lukas Faesch, kehrt nach Ende seiner Dienstzeit als Legionär zu seiner Frau Maria und den Kindern nach Basel zurück und wird städtischer Verwalter auf Lebenszeit. Sein Freund, der junge Arzt Karl Valentiny, muss im Revolutionsjahr 1848 fliehen. In New York will er sich ein neues Leben aufbauen. Die Mutter von Susanna, die sich zu Karl hingezogen fühlt, folgt ihm und nimmt Susanna mit. Während sich Maria nie heimisch fühlen wird, fasst Susanna rasch Fuß und beginnt mit 16 Jahren Porträts zu malen. Bald hat sie durch Auftragsmalereien ein eigenes Einkommen, was ihr ein Gefühl der Unabhängigkeit vermittelt. Am liebsten umgibt sie sich mit Dandys, die ein unkonventionelles Leben führen. Mit 21 Jahren heiratet sie den Assistenten ihres Stiefvaters, der sie wieder verlässt, als sie ein Kind von einem anderen Mann erwartet. Fortan lebt Susanne mit Stiefvater Karl, der Mutter und dem kleinen Chris zusammen. Sie erleben den Einzug der elektrischen Beleuchtung und die fulminante Einweihung der Brooklyn Bridge. Chris ist besonders fasziniert von Sitting Bull, den er bei einer Wild West Show erlebt hat. Susanna malt für ihn ein Porträt des Indianerhäuptlings, das heute im State Museum von North Dakota hängt und reist mit ihm an den Missouri, um Sitting Bull zu warnen, da die Indianer leichtgläubig falschen Propheten folgen und überall im Land Geistertänze aufführen, beobachtet durch die alarmierte Armee. Die Geschichte einer herausragenden Frau und Künstlerin, die die Konventionen sprengt, entfaltet sich in diesem fesselnden Roman vor dem historischen Hintergrund der 2. Hälfte des 19. Jh. Sehr empfehlenswert!
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Artikelbeschreibung

Der neue Roman vom Autor von "Léone und Louise" - die faszinierende Geschichte einer EmanzipationAlte Gewissheiten gelten nicht mehr, neue sind noch nicht zu haben. In New York wird die Brooklyn Bridge eröffnet, Edisons Glühbirnen erleuchten die Stadt. Mittendrin Susanna, eine Malerin aus Basel, die mit ihrer Mutter nach Amerika ausgewandert ist. Während Maschinen die Welt erobern, kämpfen im Westen die Ureinwohner ums Überleben. Falsche Propheten versprechen das Paradies, die Kavallerie steht mit entsicherten Gewehren bereit. Mit ihrem Sohn reist Susanna ins Dakota-Territorium. Sie will zu Sitting Bull, um ihn zu warnen. Ein Portrait, das sie von ihm malt, hängt heute im State Museum North Dakotas. Das ergreifende Abenteuer einer eigenwilligen und wagemutigen Frau, voller Schönheit und Mitgefühl erzählt.

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Personeninformation

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten und Reportagen. Für sein literarisches Schaffen wurde er u. a. mit dem Solothurner Kunstpreis 2020 ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen die Romane »Léon und Louise« (2011), »Fast ein bisschen Frühling« (2012), »Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer« (2013), »Reisen im Licht der Sterne« (2015), »Das Leben ist gut« (2016), »Königskinder« (2018) sowie die Spiegel-Bestseller »Susanna« (2022) und »Das kleine Haus am Sonnenhang« (2024).

Pressestimmen

"Eine augenöffnende Lektüre einer unglaublichen Emanzipation." Denis Scheck, ARD druckfrisch, 30.10.22 "Alex Capus in bester Erzähllaune; seine Heldin vergisst man so schnell nicht." Rainer Moritz, NZZ, 07.09.22 "Capus hat eine ungewöhnliche, sanft humorvolle Haltung, zu seinen Figuren: Er lässt Susanna Faesch im Erzählen genau die Freiheit, die sie mit beeindruckender Selbstverständlichkeit immer und erfolgreich für sich reklamiert. Diese pragmatische, undramatische Heldin wird man deshalb nicht vergessen." Kathleen Hildebrand, Süddeutsche Zeitung, 18.08.22 "Eine ungewöhnliche Emanzipationsgeschichte, lebensklug und mit feinem Humor geschrieben." Wolfgang Schneider, SWR2 lesenswert, 31.07.22 "Alex Capus beweist erneut, dass er eine präzise recherchierte, wahre Geschichte, zu einem perfekt inszenierten Gesamtbild zu komponieren vermag. Spannend und emotional." Andreas Wallentin, WDR5 Bücher, 30.07.22 "Ein herrlich irrwitziger und turbulenter Roman, in dem es auf jeder Seite nur so von realitätsgetreuen Szenen wimmelt." Ulf Heise, MDR Unter Büchern, 26.07.22 "Ein beeindruckender Roman. ... Alex Capus sitzt mit uns am Lagerfeuer, um zu erzählen, wie einfach es sein kann, zu tun, was man für richtig hält." Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 26.07.22 "Atmosphärisch dicht und sehr süffig erzählt Alex Capus die Geschichte dieser besonderen Frau als Roman. ... Ein sehr gutes Buch." Sabine Zaplin, BR24, 25.07.22 "Eines seiner besten Bücher. ... Mit "Susanna" zeigt sich Capus auf der Höhe seiner Fabulierkunst." Manfred Papst, NZZ am Sonntag, 24.07.22
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