Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge

Roman | SPIEGEL Bestseller
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Buchprofile - Rezension
"Ein höchstwahrscheinlich ungeplanter junger Mann in einem Land der Planwirtschaft“ erzählt als alter Mann vom Aufwachsen in der DDR und seiner besonderen Sicht der Dinge.
„Heinz Labensky, ein alter und grundeinfacher Mann, der sein Leben lang die unwahrscheinlichsten Geschichten gekannt hatte, aber von keinem Menschen je danach gefragt worden war …“ – macht sich aus einem Feierabendheim in Erfurt auf den Weg zur Ostsee, um dem Rätsel um das Verschwinden seiner Jugendliebe Rita im Jahr 1975 auf den Grund zu gehen. Der renommierte Berliner Rechtsmediziner Tsokos bereitet hier gemeinsam mit seiner Frau Anja, die in der DDR aufwuchs, mit der fiktiven Person Labensky kuriose Geschichten auf, die so oder ähnlich in der damaligen DDR passiert sein könnten. Die Spannbreite reicht dabei von einsamen Spionenheimen über durchreisende RAF-Mitglieder bis zu schweißtreibenden Grabungen nach dem verschollenen Bernsteinzimmer. Ein Roman mit Augenzwinkern, über einen alten Helden – der nicht aus dem Fenster steigt, sondern sich mit dem Flixbus auf Spurensuche begibt –, der während der Busfahrt unglaubliche Dinge aus seiner DDR-Vergangenheit Revue passieren lässt. Aus der Perspektive eines Einfältigen mit einer gewissen Bauernschläue wird hier amüsant, mitunter ins Satirische abgleitend, die große Politik und das Leben der kleinen Leute im Sozialismus in einer Zeitspanne von Ende 1950 bis Mitte 1970 brillant erzählt. Die absurden Missverständnisse durch Labenskys fehlenden Intellekt und die bildmächtige Sprache bieten köstliche Unterhaltung und auch die ein oder andere Lebensweisheit, ohne dabei den „verpeilten“ Helden zu verlachen. Hat man den naiven Heinzi erstmal ins Herz geschlossen, reist man gerne in seine abenteuerlich anmutende Vergangenheit, um am Schluss ein versöhnliches Ende in Warnemünde mitzuerleben.
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Artikelbeschreibung

Ein kauziger älterer Herr, Geschichten über ein Land, das es nicht mehr gibt, und die Frage, ob ein Leben eher durch Wahrheit oder durch Fantasie gelingt.

Gemeinsam mit seiner Frau Anja Tsokos erzählt Bestsellerautor Michael Tsokos in dem Roman »Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge« von der ehemaligen DDR. Wir tauchen ein in das Leben des liebenswerten Einzelgängers Heinz Labensky und begeben uns auf eine verschmitzte Reise durch die deutsch-deutsche Geschichte.

Heinz Labensky hat auch nach der Wende den Osten Deutschlands nie verlassen und sitzt in einem Seniorenheim die Zeit ab. Bis eines Tages ein Brief die Tristesse unterbricht und Licht ins Dunkel des größten Rätsels seines Lebens bringt: Das Verschwinden seiner Jugendliebe Rita. Er steigt in den Flixbus nach Warnemünde, um der Sache auf den Grund zu gehen. Auf der Fahrt animieren den mit blühender Fantasie gesegneten Labensky die verschiedensten Mitfahrenden zu einer Reise durch die eigene Vergangenheit und er erzählt eine haarsträubende Geschichte nach der anderen. Doch am Meer angekommen, muss Labensky eine Entscheidung treffen. Will er die Wahrheit erfahren und die Realität so akzeptieren, wie sie ist? Oder will er weiter in seiner selbst geschaffenen Fantasiewelt leben?

»Vielleicht, dachte Labensky, war die Wahrheit überschätzt. Vielleicht war er ja doch nicht der einzige, der sich gelegentlich in Einbildungen oder Geschichten rettete. Vielleicht hatte ja jeder so seine Erzählungen auf Lager, um sich die Welt, die nicht leicht auszuhalten war, zurechtzubiegen. Luftschlösser brauchten keine Baugenehmigung, aber sie halfen einem, nicht die Hoffnung zu verlieren.«

SPIEGEL-Bestsellerautor Michael Tsokos hat sich für den Roman »Heinz Labensky - und seine Sicht auf die Dinge« erstmals mit seiner Frau Anja Tsokos zusammengetan. Gemeinsam erzählen sie eine Geschichte über die DDR - ein Land, das längst Geschichte ist: originell, warmherzig und mit einem Humor, der Menschen liebt!

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Personeninformation

Anja Tsokos wurde in einem Land geboren, das es nicht mehr gibt. Zumindest gibt sie diese Antwort ihren Kindern, wenn die sie danach fragen. Sie kam im Jahr 1973 in Oschatz, Sachsen, zur Welt. Im Alter von sechs Jahren siedelte ihre Familie nach Moskau um, da ihre Eltern im diplomatischen Dienst der DDR tätig waren. Kurz vor der Wende kehrte die Familie in den ostdeutschen Teil Deutschlands zurück. Seit den 1990ern lebt Anja Tsokos in Berlin, wo sie den Rechtsmediziner Michael Tsokos kennenlernte, den sie 2010 heiratete.

Prof. Dr. Michael Tsokos, 1967 in Kiel geboren, ist Professor für Rechtsmedizin und international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Forensik. Seit 2007 leitet er das Landesinstitut für gerichtliche und soziale Medizin in Berlin. Seine bisher 28 Bücher sind allesamt Bestseller und wurden bereits mit hochkarätiger Besetzung verfilmt. Mit seinen bundesweiten Live-Events zu rechtsmedizinischen Themen fesselt er seit Jahren seine knapp 700 000 Follower auf Instagram, seine Fans, Leser und Zuschauer.

@dr.tsokos

Pressestimmen

"Verschmitzt, anregend und vielschichtig!" kultbote.de (Blog) 20240318

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