Luft zum Leben

Geschichten vom Übergang | Helga Schubert neu entdecken - mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Die Autorin versammelt in ihrem Geschichtenband Erzählungen und Aufsätze aus den letzten 65 Jahren, die sich mit dem Leben als Schriftstellerin und als Frau in der DDR befassen.
Die 85-jährige Berliner Schriftstellerin Helga Schubert versammelt in ihrem Geschichtenband Erzählungen, Vorträge und Aufsätze aus den Jahren 1960 bis heute. Sie schrieb schon immer neben ihrer Arbeit in der Klinik als Psychotherapeutin. Es sind lakonisch erzählte Geschichten und Essays über das Leben in der DDR, über die Generation der Kriegskinder, mit einer Kindheit in noch offenen Grenzen. Sie schreibt über das zu lange Zögern vor der Ausreise, bis über Nacht die Mauer stand. Doch sie blieb immer in Kontakt zum Westen. So beschreibt sie in „Ansichtskarten“ die Post von denjenigen, die „nach drüben“ ausgereist waren. Diese Erzählung wurde nicht in der DDR veröffentlicht, wie zwei andere. In „Mildernder Umstand“ wird ein Traum beschrieben, in welchem sich eine zum Tode verurteilte Person retten will, indem sie sie für verrückt erklärt. Hierin erkennt man die Erfahrungen der Autorin in der Psychiatrie. Und in „Das verbotene Zimmer“ lockt die Sehnsucht nach dem Westen. Schubert thematisiert die Bespitzelungen und Drohungen. Und doch schaffte sie es, sich in der Situation einzurichten. Im Vorwort betont sie: „Es gibt immer einen Ausweg in eine Rettung, es gibt immer einen Übergang in eine vorher unsichtbare unvorstellbare Lösung“ (S. 9). – Ein beeindruckender Geschichtenreigen.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Vom Einverstandensein mit dem Leben - so, wie es ist

»Es gibt immer einen Ausweg in eine Rettung, es gibt immer einen Übergang in eine vorher unsichtbare unvorstellbare Lösung.«

Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zuhause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.
Von Sehnsucht und Fernweh, von Diktatur und innerer Freiheit, vom Menschsein und Menschbleiben erzählen diese Geschichten. So treffsicher, so lakonisch kann nur Helga Schubert dem Leben auf den Grund gehen.

»Helga Schubert ist eine Zuversichtsautorin.« Melanie Mühl, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Leicht heißt nicht leichtgewichtig; das spürt man am nächsten Morgen, wenn die Sätze von Helga Schubert nachhallen.« Claudia Ingenhoven, hr2

»Die Ausbeute eines langen unbeugsamen Lebens. Anrührend und unverwechselbar.« Klara Obermüller, Neue Zürcher Zeitung

Produktsicherheit

Hersteller: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
Anschrift: Tumblingerstraße 21
DE-80337 München
Kontakt: produktsicherheit@dtv.de

Personeninformation

Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, war Psychotherapeutin und Schriftstellerin in der DDR. Sie zog sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit der Geschichte 'Vom Aufstehen' den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann. Der gleichnamige Erzählband erschien 2021 bei dtv und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2023 erschien 'Der heutige Tag. Ein Stundenbuch der Liebe', 2024 wurde Helga Schubert mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Landeskulturpreis MV ausgezeichnet.

Pressestimmen

Hellsichtig, beklemmend, sehnsüchtig, hoffnungsvoll: Über die Liebe zum Leben in allem, was es uns aufgibt, erzählt niemand wahrhaftiger und niemand schöner. Dagmar Kaindl Buchkultur 20251205
Mehr von Schubert, Helga

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.