Balagan

Roman | Hochaktuell und rasant: über Recht und Unrecht in der Kunstwelt, von Berlin bis Tel Aviv | »Bäm!« Ronya Othmann
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Buchprofile - Rezension
"Eize Balagan!" oder was für ein Chaos, als eine junge jüdische Frau unverhofft Millionenerbin wird.
„Zu laut, zu schräg, zu merkwürdig“ das denkt ihre jüdische Familie und ihr Umfeld über die 32-jährige Amira, die in Berlin lebt und seit 10 Jahren das Onlinemagazin „Love me later“ herausgibt. Nach dem frühen Verlust des Vaters im Grundschulalter, war ihr Großvater Max ihr fester Halt. Nun ist Max mit über 100 Jahren gestorben und hat ihr eine lange verschollen geglaubte millionenschwere Kunstsammlung hinterlassen. Das ruft Neider und Familienstreitereien auf den Plan. Wie soll die chaotische und sprunghafte junge Frau dieser Aufgabe der Verwaltung eines Millionenerbes gerecht werden? Verkauf der gesamten Bilder an einen russischen Oligarchen, einem Museum in Tel Aviv stiften, eine eigene Galerie in Berlin eröffnen, oder, oder? Zunächst bringt sie mit einem befreundeten Anwalt die Bilder nach Genf, um sie auf Echtheit und Rechtmäßigkeit des Erbes prüfen zu lassen. Eingebettet ist die Erbschaftsgeschichte um eine jüdische junge Frau in die politische Auseinandersetzung nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 innerhalb der deutschen Kulturszene. Deutlich werden die Argumente beider „Lager“ in Amiras Freundeskreis und ihre Zerrissenheit zwischen Berlin und Tel Aviv deutlich. Schlussendlich schafft die sympathische Protagonistin es aber, diese schwere Aufgabe zum Guten zu wenden. – Mitunter hätte der rasanten Erzählung etwas mehr Langsamkeit und Abgeklärtheit gutgetan, um so mehr in die Tiefe des Konflikt vorzudringen und auf platte Lebensweisheiten zu verzichten. Dennoch eine empfehlenswerte Lektüre zum Thema jüdisches Leben und Befindlichkeiten in Deutschland mit allerlei „Balagan“ (Chaos) und Kuddelmuddel im Privatem wie im Politischen.
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Artikelbeschreibung

Eine Frau kämpft um ihr Erbe - und um das ihrer jüdischen Familie

Als Amira in Berlin den Lagerraum ihres verstorbenen Großvaters öffnet, entdeckt sie die verschollen geglaubte Kunstsammlung ihrer jüdischen Familie - und steht plötzlich im Zentrum eines historischen Spektakels. Behalten? Spenden? Verkaufen? Zwischen Insta-Story und Erbstreit muss Amira ihren eigenen Weg durch das Chaos der Vergangenheit finden.

»Ein atemberaubendes Lesevergnügen, spannend bis zur letzten Seite.« Barbara Geschwinde, WDR

»Man kann 'Balagan' als provokant-polarisierend lesen, oder als Einladung, die Welt mit den Augen des anderen zu sehen, das Chaos, die Gleichzeitigkeit der Dinge, vor allem aber sich gegenseitig auszuhalten. Und vielleicht sogar daran zu wachsen.« Nil Varol, 3sat Kulturzeit

»Ein kluger, philosophisch grundierter Roman, dabei schnell, schrill und streitlustig. Eine der bemerkenswertesten Neuerscheinungen in diesem Literaturjahr.« Corinne Orlowski, rbb

»Mirna Funks Figuren tragen so eine ganz schöne Melancholie in sich, die einen berührt, aber die man gleichzeitig auch in sich tragen möchte.« Caroline Wahl

»Bäm!« Ronya Othmann

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Personeninformation

Mirna Funk, geboren 1981 in Ostberlin, studierte Philosophie und arbeitet heute als Autorin sowie freie Journalistin u. a. für die 'FAZ', 'SZ' und 'Die Zeit'. Seit 2021 erscheint ihre monatliche Sex-Kolumne in der 'Cosmopolitan' und von 2018 bis 2020 schrieb sie über jüdisches Leben bei 'Vogue online'. Ihr Debütroman 'Winternähe' wurde mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet, das Sachbuch 'Who Cares' wurde ein sofortiger Bestseller. Mirna Funk lebt in Berlin und Tel Aviv.

Pressestimmen

Mirna Funk schreibt lebhaft und nah an der Gegenwart über jüdische Identität, Familie und die Macht der Vergangenheit, die bis heute wirkt. Galore 20260317
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