Die Wölfe unter uns

Historischer Roman | »Ein packender Roman, den man nicht wieder vergisst.« Titus Müller | Nominiert für den GLAUSER 2026 in der Kategorie »Debütroman«
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Bayern im Buch-Rezension
Ein Kinderschicksal im Dreißigjährigen Krieg.
Eine reformierte Müllersfamilie verlässt 1630 ihre Oberpfälzer Heimat, weil sie nicht ihren Glauben dem des derzeitigen Herrschers aus dem Hause Wittelsbach anpassen will. Sie kann eine Mühle im waldreichen Fichtelgebirge im Territorium der lutherischen Markgrafschaft Brandenburg-Bayreuth pachten. Anfangs scheint alles gut zu gehen; die Familie darf sogar das evangelische Kirchlein für Gottesdienste nutzen. Ihrem Sohn Johann fällt aber auf, dass es hier keine Kinder in seinem Alter gibt. Sie sollen durch einen Wolfsmenschen verschleppt worden sein. Zusammen mit dem wortkargen Wildhüter Hildner, ein abgebrühter Soldat, durchstreift er die unwirtliche Gegend. Als sie einmal zurückkehren, muss Johann erleben, dass seine Eltern umgebracht worden sind. Seine Existenz ist bis ins Letzte erschüttert. Rettung wird für ihn der Kontakt zu den verschwundenen Kindern, mit denen er eine neue Heimat findet. - Die Markgrafschaft war verhältnismäßig verschont von den Gräueln des Dreißigjährigen Kriegs. Die religiöse Toleranz ist aber nur begrenzt. So hetzt der lutherische Laienprediger sehr gegen die reformierte Familie, was zum Tod der Eltern führt. Wilde Hundebanden und Wolfsrudel sind nahezu alltäglich. Eindringlich bringt der Autor den Lesenden die Verrohung in dieser Zeit nahe, durch Schilderungen der fast undurchdringlichen Waldlandschaft, wie durch die Brutalität, mit der die Menschen dort vorgehen.
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Artikelbeschreibung

Ein Wildhüter und ein Flüchtlingsjunge auf der Spur eines Mythos

Fichtelgebirge, 1630. Die calvinistische Familie des jungen Johann versucht, sich eine neue Existenz in einem entlegenen Dorf aufzubauen. Unterdessen grübelt der Junge über das Schicksal der Kinder des Ortes. Wer oder was hat zwei von ihnen getötet und wohin sind alle anderen verschwunden? War es der legendenumwobene »Wilde Jäger« - ein Wolfsmann, der im dicht bewaldeten Gebirge sein Unwesen treiben soll? Parallel trifft der wortkarge Wildhüter Hildner ein - ein roher Ex-Söldner, vom Markgrafen entsandt, um für Ruhe in der Gegend zu sorgen. Als Johann den Wilden Jäger mit eigenen Augen sieht, schweißt das Wildhüter und Knaben zusammen: Gemeinsam begeben sie sich auf die Spur des nebulösen Wesens und blicken in ungeahnte Abgründe.

»Abrupt blieb Johann stehen und der Wagen rumpelte vor ihm weiter über den sandigen Waldboden davon. Ihm war schlagartig klar geworden, was so anders an diesem Ort war. Warum war ihm das nicht früher aufgefallen? Das Dorf war nicht nur klein. Es war ein Dorf ohne Kinder.«

Mystisches Setting und Atmosphäre: ein entlegenes Dorf ohne Kinder im Fichtelgebirge und ein unheimliches Wesen, das nachts die bewaldeten Höhen durchstreift

Nominiert für den GLAUSER 2026 in der Kategorie »Debütroman«

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Personeninformation

Nach einer Ausbildung zum Buchhändler und dem Studium der Geschichte und Germanistik begann der gebürtige Erlanger Tim Sünderhauf seine Laufbahn als freier Journalist, leitete Stadtrundgänge und hielt Vorträge mit Schwerpunkt bayerische und fränkische Landeshistorie. Nach einem Zwischenstopp als Lektor in einem Jugendsachbuch-Verlag schrieb er viele Jahre als Redakteur für ein Filmmagazin. Heute arbeitet er in der PR. Sein Romandebüt 'Die Wölfe unter uns' ist für den GLAUSER 2026 nominiert.

Pressestimmen

Ein gelungenes Debüt. Die Handlung beginnt relativ ruhig, doch von Seite zur Seite steigert sich die Spannung. Lesenswert - auch wenn einem das Genre Historischer Roman fremd ist. Nürnberger Zeitung 20250826
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