Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch

Einbildungsroman
26,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Eine Frau begibt sich in eine vermeintliche Liebesbeziehung, die sie an den Rand der Selbstzerstörung bringt.
Es ist nicht übertrieben, wenn man Elke Schmitters "Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch" in eine Reihe mit den großen intellektuell-feministischen Romanen des 20. Jh. stellt. Als Begründerin dieser Tradition mag Ingeborg Bachmann und ihr 1971 erschienenes Werk "Malina" gelten, zu dem es tatsächlich auffallend viele Parallelen gibt: Hier wie dort wird eine geradezu existenzialistische Liebesbeziehung aus der Perspektive einer Ich-Erzählerin beschrieben, die sich in ein kurzes Glück und eine lange Phase weiblicher (Selbst-)Zerstörung unterteilt. Helena, so der Name von Schmitters Heldin, begegnet Levin und es entsteht von einer Sekunde auf die andere ein kurzes, aber intensives Liebesverhältnis, das sich allerdings schnell als faschistisches Machtspiel entpuppt, in dem es um die Unterwerfung einer Frau durch einen narzisstischen Mann geht. Im Unterschied zu Bachmann, deren Erzählerin am Ende in einer Wand verschwindet und vollständig vernichtet wird, gelingt es Levin allerdings nur, Helena im digitalen Raum auszulöschen, sie zu ghosten. In der analogen Wirklichkeit schafft sie es nach einem Jahr intensiver Auseinandersetzung, an den Anfang eines Heilungsprozesses zu gelangen. – Gelungen ist Elke Schmitter in ihrem neuen Buch eine komplexe, sprachlich anspruchsvolle Textur, die alle gerne lesen werden, die Sinn für anspielungsreiche Literatur haben und nicht vor ihrer geistigen Bewältigung zurückschrecken.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Was Liebe mit uns macht - virtuos erzählt von Elke Schmitter

Sie treffen sich und stürzen ineinander: Helena und Levin, die beide ein erstes Leben hinter sich haben; fast erwachsene Kinder, Karrieren, die sie erfüllen. Es wird eine Episode, die Helena nicht vergessen kann. Was bedeutet es, dieses Gefühl, und wie kommt es, dass wir sogar wider Willen begehren?
Dieser Roman ist eine Zumutung - wie die Liebe selbst. Nach Sigmund Freud, Simone de Beauvoir und Eva Illouz ist die romantische Passion durchschaut als Wahn und Skript. Und doch hört sie nicht auf, für Unruhe, Glück und Qual zu sorgen. Dieses Buch erzählt in einzigartiger Weise - mitreißend, reflektiert, abgründig und amüsant - von Sehnsucht und Kontrollverlust in Zeiten der Emanzipation.

"Wir berühren einander gerade genug, um zu spüren: Hier erwartet uns was. Hier gibt es unter der Vertrautheit, die zutiefst beruhigend wirkt, unter den sanften Wellen, die da hin und her wogen und uns ein wenig enger liegen und dann wieder Abstand nehmen lassen: das Ozeanische, das über Jahre still war. Schlummernd, ohne Beachtung. Was in den letzten Tagen geschah, fühlt sich so sachte wie gewaltig an, und da es Januar ist: Noch kann man gehen, über den See, doch ist es zu hören, wie das reinweiße Eis, von einer Schicht aus knirschendem Reif bedeckt, die ersten Risse bekommt."

Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch ist eine Geschichte über das Glück und die Qualen der Liebe, über die Sehnsucht, die Nähe und das Nichtweiterwissen. Ein Einbildungsroman. Zugleich ist es ein Bildungsroman - eine Erfahrung, mit Fußnoten bedacht. Was wissen wir inzwischen über die innere Chemiefabrik, über Narzissmus, Ghosting und das Rätsel der spontanen Anziehung? Und sind Liebende aus früheren Jahrhunderten uns darin nah? Ein vielstimmiges Buch über das emotionalste Thema, das es gibt - für alle, die diesen Zustand erlebt haben oder gerade erleben, aber auch für die, denen er fremd ist oder die ihn vergessen haben.

  • Elke Schmitter hat eine ausgefeilte Sprache für Gefühle und den menschlichen Drang, sie zu sortieren. Marie Schoeß, NDR Kultur
  • Dieses Buch ist eine Zumutung - wie die Liebe selbst
  • Eine lebenskluge Geschichte über das emotionalste Thema, das es gibt
  • Für alle, die diesen Zustand kennen, ihn erlebt haben oder gerade erleben, aber auch für jene, denen er fremd ist oder die ihn vergessen haben
  • Für Leserinnen und Leser von Eva Illouz, Sachbuch Warum Liebe wehtut, Jenny Erpenbecks Roman Kairos, Siri Hustvedt, Rachel Cusk, Leanne Shapton und Chris Kraus

Produktsicherheit

Hersteller: Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
Anschrift: Wilhelmstraße 9
DE-80801 München
Kontakt: produktsicherheit@beck.de

Personeninformation

Elke Schmitter studierte Philosophie in München. Als freie Autorin schreibt sie, nach vielen Jahren bei taz und Spiegel, nun vor allem für Die ZEIT. Ihr Debütroman „Frau Sartoris“ (2000) wurde in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Pressestimmen

„Schmitters intensive Prosa führt vor, wie Liebesschmerz das Sprechen wuchern lässt. ... vielleicht [ist das] die größte Liebe, von der die Autorin zu erzählen weiß: die Liebe zur Sprache.“
Süddeutsche Zeitung, Anna-Lisa Dieter

„Lyrisch!"
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Jan Wiele

„Eher trocknen Ozeane aus ..., als dass unglücklich Liebende vom Objekt ihrer Zuneigung lassen. Von dieser Erfahrung einer schmerzhaft unerwiderten Liebe erzählt Elke Schmitter in ihrem berückend klugen Roman.“
ARD Druckfrisch, Denis Scheck

„Elke Schmitters Roman über das meistbesungene, meistbeschriebene Gefühl besetzt seinen eigenen Platz in der Literatur- und Wissenschaftsgeschichte.“
Berliner Zeitung, Cornelia Geissler

„Ein … sprachlich wunderbares Buch, das noch länger im Kopf bleibt.“
taz, Nina Apin

„Ich habe mich schockverliebt in Elke Schmitters Roman. Elke Schmitter ist grundgebildet und sehr schlau. Eine große Trostapotheke.“
WDR, Denis Scheck

„Kaum etwas verzaubert so sehr wie der Anfang einer Liebe. Die Journalistin und Schriftstellerin Elke Schmitter hat ihm daher eine ganze Arbeit gewidmet … Und sie hat Theorien dazu, wieso wir der schönen Idee von einer Liebesgeschichte, die nie ins echte Leben finden wird, immer wieder auf den Leim gehen“
stern, Lisa Frieda Cossham

„Elke Schmitter entwirft das Drehbuch der Liebe und dekonstruiert es im selben Moment. Ihre Sprache ist geschliffen wie schmeichelnd ... Ein wunderbarer Roman für diejenigen, die immer noch Freude an der Liebe haben, ohne zu wissen, wie sie geht."
Deutschlandfunk, Carsten Hueck

„Welche Unruhe, welche seelischen Kräften und welche Qualen [die Liebe] ... hervorbringen kann, das lotet Elke Schmitter in ihrem Roman aus. Sensibel und en détail!“
SWR Kultur, Anja Brockert

„Elke Schmitter ist einer jener sehr seltenen Fälle, in denen journalistische Kompetenz und schriftstellerisches Talent einhergehen … Ein hochemotionales Buch, über ein Thema, über das vermeintlich schon alles erzählt ist: Wohin mit den eigenen Sehnsüchten und Gefühlen, wenn derjenige, dem sie gelten, plötzlich nicht mehr da ist? Elke Schmitter hat darauf eine schlüssige Antwort gefunden.“
SWR Bestenliste

„Elke Schmitter hat eine ausgefeilte Sprache für Gefühle und den menschlichen Drang, sie zu sortieren."
NDR Kultur, Marie Schoeß

„Elke Schmitters Roman „Alles, was ich über Liebe weiß, steht in diesem Buch“ reiht sich ein in die große Tradition der Weltliteratur.“
Freitag, Alida Bremer

„Ein zeitüberschreitendes Buch, das von der Essenz des Lebens handelt, von unserer menschlichen Identität, von dem, was sie ausmacht, am Leben hält und auch von dem, was sie vernichten kann.“
culturmag.de, Ulrike Schrimpf
Mehr von Schmitter, Elke

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.