Donnersonntage

Roman | »Die Elena Ferrante deutscher Provinz« Julia Franck | Eine scheinbar unmögliche Liebesgeschichte im Deutschland der 60er und 70er Jahre
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Ende der 1960er Jahre verlässt eine Frau ihren Mann und ihren 10-jährigen Sohn, um mit einem jüngeren Mann zu leben – ein Skandal, den die Leute des Dörfchens im Westerwald auch nach über 50 Jahren nicht vergessen haben.
Als Renate, verheiratet und Mutter des 10-jährigen Stefan, 1969 mit dem viel jüngeren Bauernsohn Raimund eine Liebesbeziehung beginnt, entfachen die beiden in dem kleinen Dorf im Westerwald, in dem sie leben, einen Skandal. Raimunds Eltern sind ebenso entsetzt wie Renates Mutter, die aus Kummer über ihren nicht aus dem Krieg zurückgekehrten Mann tablettensüchtig geworden ist und wohl auch deshalb mit ihrer selbstbewussten Tochter nicht mehr zurechtkommt. Da Renate arbeiten muss und Stefans Vater kein Interesse an seinem Sohn hat, gelingt es Renates Mutter in ihrer Hilflosigkeit, ihren Enkel Stefan von Renate zu entfremden, erst recht, als Renate Mann und Kind zurücklässt, um zusammen mit Raimund in München zu leben. Lange versucht die inzwischen schuldig geschiedene Renate vergeblich, das Sorgerecht für Stefan zu erwirken. Ein vor dem realistisch dargestellten politischen und sozialen Hintergrund der 1970er-Jahre geschriebener Roman. Die Dialoge und die häufige Verwendung des Präsens tragen dazu bei, das Geschehen und die Gemütslage der sensibel gezeichneten Figuren, die eine Entwicklung durchmachen, authentisch und unmittelbar wirken zu lassen.
Weiterlesen
Susanne Steufmehl empfiehlt:

In einem kleinen Ort im Westerwald verlieben sich 1969 zwei Menschen rettungslos ineinander. Der 19-jährige Raimund und die 29-jährige Renate. Böte der Altersunterschied nicht schon Grund genug für Klatsch und Tratsch, so ist die Tatsache, dass Renate verheiratet und bereits Mutter eines neunjährigen Jungen ist, ein handfester Skandal. 
Nachdem ihre Affäre aufgeflogen ist, werden beide schnell zu Aussätzigen in der dörflichen Gemeinschaft und weder Freunde noch Familie stellen sich auf ihre Seite. Renates Ehe wird geschieden, sie ist die „Schuldige“ und damit nicht berechtigt, ihren Sohn weiterhin zu erziehen. Selbst ein äußerst knapp bemessenes Besuchsrecht obliegt der Zustimmung ihres Mannes. Renate und Raimund müssen sich eine neue Heimat suchen. Marie Molsberg erzählt die qualvolle Geschichte einer Mutter, die verzweifelt versucht, den Kontakt zu ihrem Kind nicht zu verlieren. Während ihre zweite Ehe mit Raimund entgegen allen Unkenrufen sehr glücklich, wenn auch nicht sorglos ist, muss sie schmerzhaft erleben, dass noch nicht einmal ihre eigene Mutter bereit ist, Partei für sie zu ergreifen, im Gegenteil. Marie wird zum Opfer der patriarchalen Gesetzgebung in einer Zeit, in der vieles im Umbruch ist. die rechtliche Emanzipation sich aber nicht aufhalten lässt. Die Reform der Ehescheidung 1977 wird zum Hoffnungsschimmer für Renate!
Eine zu Herzen gehende und glaubwürdige Story mit einem authentischen Blick in die Provinz der 1970er Jahre.

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Die Geschichte von einer mutigen Frau und ihrem Aufbruch in die Freiheit

BRD 1969 - ein Land im Aufbruch: Pille, Emanzipation, Studentenbewegung - die alte Ordnung der jungen Bundesrepublik steht in Frage. In Brunnenbach, einem kleinen Westerwaldort, scheint die Zeit dagegen still zu stehen. Doch unter der geordneten Oberfläche brodelt es. Der 19-jährige Raimund verliebt sich in die 29-jährige Ehefrau seines Nachbarn und Skatkumpels Werner. Renate erwidert seine Gefühle und sieht in der Beziehung eine Chance, der Enge ihrer Ehe und des Dorfes zu entkommen. Eine ungleiche, aber erfüllte Liebe entwickelt sich zwischen den beiden, voller Heimlichkeiten, Lügen und der Angst vor dem großen Skandal. Trotzdem wagen sie den Schritt in eine gemeinsame Zukunft.

Eine Hetzjagd beginnt, angeführt von Renates Mutter und unterstützt durch Raimunds Eltern, die alle Register ziehen, um die beiden auseinander zu bringen. Wird Renate ihren 10-jährigen Sohn für diese große Liebe zurücklassen? Kann eine Liebe gelingen, die einen solchen Preis fordert? Kann die Realität halten, was Träume versprechen?

Produktsicherheit

Hersteller: Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
Anschrift: Valentinskamp 24
DE-20354 Hamburg
Kontakt: info@harpercollins.de

Personeninformation

Marie Molsberg ist im Westerwald geboren und aufgewachsen, hat in Ulm und Kumasi (Ghana) Medizin studiert und arbeitet als Ärztin und Coach in Berlin. Ihr erster Roman »Was vom Schnee bleibt« ist im Dezember 2022 im Skript-Verlag, Neuss, erschienen.

Pressestimmen

»Ein fesselnder Unterhaltungsroman, der berührt und zum Nachdenken anregt.« Wortglitzer 20260501
Mehr von Molsberg, Marie

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.
1 Bewertung
Bewertung vom