Moosland

Roman | Über die Kraft von Sprache, Natur und Gemeinschaft
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Buchprofile - Rezension
Die junge Deutsche Elsa reist im Jahr 1949 wie hunderte weiterer Frauen aus dem zerstörten Deutschland nach Island, um dort in der Landwirtschaft zu arbeiten.
Elsa und Gerda reisen 1949 wie hunderte weitere Frauen aus Deutschland nach Island, wo sie in der Landwirtschaft arbeiten sollen. Die Verständigung mit dem Bauern, seiner Frau und den zwei Söhne ist aufgrund der fremden Sprache nahezu unmöglich, und dass Elsa eine scheue, ernsthafte Frau ist, an der schlimme Erlebnisse aus der Vergangenheit nagen, macht das Integrieren nicht einfacher. Ohne Sprache bleibt ihr das Beobachten und Wahrnehmen der Menschen und der Natur, die sie umgeben. Sie hilft beim Heuen, lernt Reiten und vor dem Winter begleitet sie die Männer in die Berge, um die Schafe zurück zum Hof zu holen. Die Brüder bemühen sich zurückhaltend um Elsa, die langsam das karge Leben und die beeindruckende Landschaft zu schätzen lernt. Auch der Familie mit ihren Sorgen und Nöten fühlt sie sich mehr und mehr verbunden. Eine latente Spannung entsteht durch Hinweise auf eine Tochter der Bauersleute und die Frage nach deren geheimnisvollen Verbleib. Wird Elsa wie viele der deutschen Frauen am Ende der befristeten Arbeit verheiratet sein und nicht mehr nach Deutschland zurückkehren? – Atmosphärisch dicht, mit ruhiger unter die Haut gehender Sprache fesselt der Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Das Cover besticht durch ein pastellfarbenes, heiteres Landschaftsaquarell. Unbedingte Empfehlung für alle Büchereien.
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Artikelbeschreibung

Als Elsa im Sommer 1949 in Island ankommt, ist sie eine von vielen. Knapp dreihundert junge Frauen aus Deutschland sind dem Aufruf der isländischen Bauernpartei gefolgt, um dort ein Jahr auf Höfen zu arbeiten. Die Bauern hoffen auf Arbeitskräfte sowie Heiratskandidatinnen, nachdem viele Isländerinnen in die Städte abgewandert sind. Sprachkenntnisse können die Frauen nicht vorweisen, aber oft haben sie nichts zu verlieren. Auch Elsa schweigt. Sie ist nicht hier, um zu bleiben, sie trauert um ihre Freundin Sola, und mit den Bauersleuten kann sie sich zunächst ohnehin nicht verständigen. Dennoch entsteht zwischen Grassodenhaus, leuchtenden Wiesen und endlosem Meer ein Zusammenleben, das sich Elsa irgendwann nicht mehr vom Leibe halten kann. Allein ihre Anwesenheit verändert die Dynamik auf dem Hof - besonders die der Bauernsöhne. Es gibt Erwartungen, ausgesprochene und unausgesprochene. Und dann ist da auch noch die verschwundene Tochter der Familie, über die niemand spricht und die für Elsa immer wichtiger wird ... Katrin Zipse erzählt einfühlsam und lebendig anhand eines fast vergessenen Stücks Geschichte, was es heißt, zu einer neuen Sprache zu finden.

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Personeninformation

KATRIN ZIPSE wurde in Stuttgart geboren und lebt als Autorin und Hörfunkredakteurin in Baden-Baden. Sie studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der FU Berlin und arbeitete mehrere Jahre am Theater. Im April 2019 war sie Stipendiatin des Künstlerhaus Ahrenshoop in der NES Artist Residency in Skagaströnd. Im Herbst 2019 hat ihr der Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg ein Stipendium für 'Moosland' zuerkannt.

Pressestimmen

»Autorin Katrin Zipse hat den Roman als Stipendiatin im isländischen Skagaströnd geschrieben und fängt Elsas Fremdheitsgefühle überzeugend ein: Wie sie mit der völlig anderen Sprache ringt, der harten Arbeit und unbekannten Gewohnheiten.« Christiane Graeben, EMOTION »Katrin Zipse gelingt es, mit ihrem einfühlsamen und sehr differenzierten Roman, die Leser für Island, seine Menschen und die herbe Natur zu begeistern.« Susanne von Schenck, SR KULTUR »Ein Stück Nachkriegsgeschichte Islands lässt die Autorin Karin Zipse in ihrem Buch 'Moosland', [...] lebendig werden.« Marianne Haring, WESER KURIER Atmosphärisch stark! Eindrucksvolle Natur. Ruhig und dennoch sehr bewegend« Sylvia Nause-Meier, TV HÖREN UND SEHEN »'Moosland' ist schlichtweg eine intensiv erzählte Geschichte.« Jürgen Kanold, SÜDWEST PRESSE »Katrin Zipse bannt die Sprachlosigkeit ihrer Versehrten in poetische Bilder. Anrührend schön.« Anne Hahn, LOGBUCH »Ein sehr bewegendes Frauenschicksal, das auf wahren Begebenheiten basiert. Wunderbar beschreibt Katrin Zipse die wilde, unberührte Natur, die magischen Nordlichter und den ständigen Wechsel zwischen Sonne, Regen und Wind, der die Schönheit der Insel prägt.« Ursula Baumgärtner, BÜCHERSOFA »Die Natur, die Sprache, die Märchen. Alles webt Katrin Zipse in Elsas Geschichte ein, die nicht nur von den Herausforderungen der Integration und des Spracherwerbs erzählt, sondern vor allem von der Herausforderung mit einer großen Trauer zu leben.« Kerstin Pistorius, ATALANTES HISTORIEN

Bewertungen

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