Die Verlassenen -

Roman
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Buchprofile - Rezension
Ein Mann erkennt, wie das Leben seiner Eltern und damit das seiner Familie durch die Stasi zerstört wurde.
Ein Mann um die Vierzig entdeckt einen Brief an seinen Vater, der ihn nach Norwegen führt und eine unerzählte Familiengeschichte freilegt, durch die er einige Dinge in seinem Leben wenigstens ansatzweise erklären kann. Der Ich-Erzähler hat bis zum Tod seiner Mutter eine behütete Kindheit. Danach lebt er mit seinem Vater zusammen, der nicht mit ihm über den Tod der Mutter oder irgendwelche Gefühle reden kann und dann von einem Tag auf den anderen verschwindet, als der Sohn dreizehn ist. Schutz bietet ihm nur noch die Großmutter, die aber auch keine Erklärungen abgibt für das plötzliche Verschwinden seines Vaters oder die Umstände, unter denen seine Mutter starb. Erst durch den Brief und seine Nachforschungen findet der Ich-Erzähler heraus, dass der lange Schatten der Staatssicherheit der DDR auf der Familie lag: Die Eltern waren in der Dissidentenszene der 1980er Jahre aktiv. Ausgerechnet ein Freund seines Vaters aus diesem Kreis, zu dem der Heranwachsende Vertrauen fasst, entpuppt sich als informeller Mitarbeiter der Stasi. Eine sehr einfühlsame Sprache, die sowohl den kindlichen Blickwinkel wie auch den des Erwachsenen wiedergibt, der eine unsichtbare Mauer zwischen sich und seiner Umgebung spürt. Sehr ergreifend und empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

Kein Mensch ist vor den Momenten sicher, die alles von Grund auf ändern

Was würde man lieber vergessen, wenn man könnte? Johannes blickt zurück auf eine ostdeutsche Kindheit, die von feinen Rissen durchzogen war. Der frühe Tod seiner Mutter, das rätselhafte Verschwinden seines Vaters. All seine Fragen dazu blieben unbeantwortet, weshalb er noch als Erwachsener vorsichtig tastend durchs Leben geht. Ein melancholischer Eigenbrötler, der sich in einer stillen Existenz eingerichtet hat. Als Johannes in einer alten Kiste auf einen Brief stößt - adressiert an seinen Vater und abgeschickt nur wenige Tage, bevor dieser den Sohn wortlos verlassen hatte -, verändert dieser Fund nicht nur seine Zukunft, sondern vor allem seine Vergangenheit als Kind der Vorwende-DDR. Seine Erinnerungen sortieren sich neu und mit ihnen sein Blick auf das eigene Leben.

In eindringlicher Dichte und mit kraftvoller Klarheit erzählt Matthias Jügler von Verlust und Verrat, vom Wert des Erinnerns und den drängenden Fragen einer ganzen Generation. Ein warmherziger, leuchtender Roman von außergewöhnlicher sprachlicher Intensität.

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Pressestimmen

»Es beeindruckt nachhaltig, wie Matthias Jügler diese Geschichte ebenso konzise und unaufgeregt wie gleichermaßen eindrücklich und eindringlich zu erzählen versteht.« FAZ Frankfurter Allgemeine Zeitung, Wiebke Porombka
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