Moonfleet

Roman
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Buchprofile - Rezension
Neue Übersetzung eines klassischen Abenteuerromans, der im 18. Jh. an der wilden Küste von Dorset in Südengland spielt.
Der fünfzehnjährige Waisenjunge John Trenchard wächst im abgeschiedenen Fischerdorf Moonfleet auf – einem Ort, der nicht nur von Stürmen, sondern auch von Schmuggel und alten Legenden geprägt ist. Die Dorfbewohner erzählen sich von Colonel Mohune, einem berüchtigten Piraten, dessen Geist den Kirchhof heimsuchen soll, wo er einst einen Schatz verbarg. Als John zufällig einen geheimen Gang zur Familiengruft der Mohunes entdeckt, stößt er auf die verborgenen Machenschaften der Schmuggler, die im großen Stil in der Gruft ihre Waren verstecken. Im Sarg des Colonels findet er ein geheimnisvolles Amulett mit einem Pergament, das Hinweise auf den Schatz zu geben scheint. Aber als er die Gruft verlassen will, ist der Eingang versperrt, und er gerät in Lebensgefahr. Gerettet wird er von Elzevir Block, dem Anführer der Schmuggler, der für John zum väterlichen Freund wird. John wächst vom Jungen zu einem starken Mann heran und verliebt sich in Grace Maskew. Nach dem gewaltsamen Tod von Grace Maskews Vater, einem Friedensrichter und erbitterten Gegner der Bande, gilt Elzevir als Mörder und muss vor den Soldaten der Regierung fliehen. Gemeinsam mit John begibt er sich auf eine gefährliche Reise, die sie über die Suche nach dem Mohune-Schatz bis ins Gefängnis nach Holland und schließlich auf ein Schiff nach Java führt. – Falkners 1898 erstmals erschienener Roman verbindet Erwachsenwerden, Freundschaft und Verrat mit einem atmosphärischen Bild des damaligen Englands. Er versteht es, historische Realität, alte Legenden, düstere Geheimnisse und packende Handlung kunstvoll zu verweben. Die detailreiche Schilderung einer armen Küstengemeinde im Spannungsfeld zwischen Recht und Gesetzlosigkeit macht das Buch ebenso interessant wie die zeitlosen Fragen nach Loyalität, Mut und moralischer Verantwortung. Dank gelungener Übersetzung entfaltet dieser vielschichtige Klassiker seine ganze erzählerische Kraft neu – ein lohnendes Leseerlebnis und eine Bereicherung für jede Bücherei.
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Artikelbeschreibung

Der Waisenjunge John Trenchard wächst in einem Schmugglernest namens Moonfleet auf. Die Leute im Dorf erzählen sich, der Kirchhof werde vom Geist des berüchtigten Colonel Mohune heimgesucht, der dort vor seinem Tod einen Schatz versteckt hat. Durch einen Zufall entdeckt John die Familiengruft der Mohunes, die auch Schmugglern als Versteck dient. Im Sarg des Colonels findet er ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament, von dem er sich Aufschluss über den Verbleib des Schatzes erhofft. Zusammen mit Elzevir Block, dem Anführer der Schmugglerbande, macht er sich auf, den Schatz zu heben. Aber ihr tollkühner Plan birgt manche Gefahr, und mehr als einmal setzen die beiden ihr Leben aufs Spiel.

Einer der berühmtesten Abenteuerromane der Literaturgeschichte, in neuer Übersetzung zu entdecken.

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Personeninformation

John Meade Falkner (1858-1932), geboren in der Grafschaft Wiltshire, war Autor, Antiquar und Unternehmer. Nach dem Studium in Oxford arbeitete er zunächst als Lehrer, unternahm ausgedehnte Reisen durch Europa und fand anschließend Anstellung als Privatlehrer im Hause eines Waffenfabrikanten. Später trat er in dessen Unternehmen ein und leitete es von 1915 bis 1926. Anschließend wurde er Honorarprofessor für Paläografie. Falkner veröffentlichte drei Romane, mehrere Reiseführer und eine Geschichte der Grafschaft Oxfordshire. Michael Kleeberg, geboren 1959 in Stuttgart, studierte Politische Wissenschaften und Geschichte. Nach Aufenthalten in Rom und Amsterdam lebte er von 1986 bis 1999 in Paris. Heute arbeitet er als freier Schriftsteller und Übersetzer u. a. der Werke von Marcel Proust, John Dos Passos, Graham Greene und Paul Bowles. Für sein literarisches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, etwa 2008 als Mainzer Stadtschreiber und 2016 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung für sein Gesamtwerk.

Pressestimmen

»Eine Geschichte vom Erwachsenwerden in anderen Zeiten, aber uns dennoch nah. Denn der Autor verhandelt die großen Menschheitsthemen: Liebe und Zugehörigkeit, Armut und Reichtum, Geld und Gier. Oder vielleicht besser gesagt die Frage: Wie soll man leben? Ein Buch, wie ich es so noch nie gelesen habe, mit betörenden, bedrohlichen Schilderungen der Natur(-gewalten) und eindrücklichen Charakteren, die einen lange begleiten. Schlicht und einfach Weltliteratur.« Antje Kunstmann
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