1848

Erfolgsgeschichte einer gescheiterten Revolution
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Buchprofile - Rezension
Vorgeschichte und Verlauf des Revolutionsjahrs 1848.
Die österreichische Historikerin legt nach Biografien über Napoleon und Metternich nun ein weiteres Werk zum 19. Jh. vor, diesmal zu Vorgeschichte und Verlauf des Revolutionsjahrs 1848. Stilistisch schaut sie dabei vielen Protagonisten jener Jahre über die Schulter, will sie doch der Multiperspektivität der Ereignisse gerecht werden. Auch weist die Autorin im Prolog des Buchs darauf hin, dass sie "Mut zur Lücke" habe, einzelne Entwicklungen und Episoden pars pro toto herauszugreifen, um der geschichtlichen Bedeutung in Gänze gerecht zu werden. Bleyers Leidenschaft für die Zeitspanne von der Aufklärung bis zum Biedermeier findet hier eine chronologische Fortsetzung. Das Buch ordnet das Erbe von 1848 ein, Erfolge wie Vergebliches, Halbheiten und Scheitern. Dem Leser wird anhand der Lebensgeschichten dutzender Akteure (und Akteurinnen, worauf die Autorin immer wieder großen Wert legt) ein über weite Strecken lebendiges Bild der Ereignisse vermittelt. Versuche, Parallelen zu den Tumulten unserer Gegenwart zu ziehen, bleiben dagegen vage. Vom Leser wird durchgängig Aufmerksamkeit gefordert, um der Dichte der Erzählweise zu folgen. Wer die wesentlichen Zusammenhänge des Vormärz bereits in Grundzügen kennt, stößt auf manch wissenswertes Detail. - Das Werk eignet sich aufgrund seiner Faktenfülle weniger zur Einführung, vielmehr für historisch besonders Interessierte.
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Artikelbeschreibung

1848 - was für ein Jahr: Die Rufe nach Grundrechten und demokratischer Teilhabe wurden lauter, hitzige Debatten wurden zu Barrikadenkämpfen, der politische Status quo geriet endgültig ins Wanken. Letztendlich erreichten die Revolutionärinnen und Freiheitskämpfer ihre Ziele nicht, doch ein entscheidender Anfang war gemacht.Die Historikerin Alexandra Bleyer erzählt von der einzigartigen Dynamik dieses Revolutionsjahrs in ganz Europa. Neben den politischen Geschehnissen nimmt sie auch den bewegten Alltag in den Blick und begleitet eine Vielzahl von Personen durch diese bewegten Zeiten - von der Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters über Verteidiger des Status quo wie Fürst Metternich bis hin zu Dichtern wie Johann Nestroy und der Tänzerin Lola Montez, die es als Revolutionsflüchtling in die USA verschlug. Eine atemberaubende Chronik, die die ganz besondere Aufbruchsstimmung jener Tage offenbart.

Produktsicherheit

Hersteller: Reclam, Ditzingen
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Personeninformation

Alexandra Bleyer, geb. 1974, ist promovierte Historikerin und freie Autorin. Schwerpunkte ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind das Zeitalter Napoleons und der Vormärz. Bei Reclam erschienen zuletzt »Napoleon. 100 Seiten« und »Propaganda. 100 Seiten«.

Pressestimmen

»Es gelingt hervorragend: eine im Kern chronologische Erzählung mit einem stringenten Zugriff, der wiederum eine elegante Komposition strukturiert, ohne sie zu dominieren.« Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.10.2022 »Alexandra Bleyers spannend geschriebene Gesamtdarstellung der 1848er-Revolution gewinnt ihre besondere Aktualität, wenn der Blick auf die neuen Gefährdungen fällt, denen die westlichen Demokratien ausgesetzt sind.« Frankfurter Rundschau, 18.10.2022 »Wer dieses Buch liest, erhält einen vorzüglichen Einblick in das revolutionäre Geschehen in Europa. [...] Informationen, Reflexionen, Wertungen - und all das lesefreundlich geschrieben, auf der Höhe der Forschung, ohne Fachjargon. Man spürt, warum die promovierte Historikerin als Journalistin, Schreibberaterin, Sachbuch- und Krimiautorin erfolgreich ist.« sehepunkte, Ausgabe 23 (2023), Nr. 1 »Historisch fundiert und gleichzeitig mitreißend!« Kronen Zeitung, 31.05.2023 »Ein ziemlich tolles Buch über ein tolles Jahr.« Prantls Blick, 14.05.2023 »Große Empfehlung für dieses 1848er-Buch von Alexandra Bleyer. Auf dem neuesten Stand der Forschung, die Erfolge der Revolution im Blick - und so packend geschrieben, dass es manche Augenbraue in die Höhe ziehen wird.« 16.03.2023
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