Goldstrand

Roman | Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 (Belletristik)
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Buchprofile - Rezension
Ein Leben erzählt aus Realität und Fiktion.
Eli ist, eher war, Filmregisseur. In Bulgarien am Goldstrand gezeugt, kennt er seinen Vater Felix nicht, seine Mutter Francesca, rebellische Tochter aus italienischem Haus, hat ihn bei den Großeltern gelassen, in deren verfallendem Haus er inzwischen lebt. Zweimal die Woche legt er sich bei einer namenlosen Dottoressa auf die Couch, erzählt aus seinem Leben, und dem seiner Eltern und Großeltern, wobei sich Realität und Illusion vermischen. Das Buch mäandert zwischen den Zeiten und Ländern, es vermischt das Leben mit viel Fantasie, Realität mit Fiktion und gleitet schließlich ins Surreal-Fantastische hinüber. Wunderbar schlendernd geschrieben, bummelt der Leser mit Eli mal durch Vergangenheit, mal in der Gegenwart, betrachtet mal das Leben, mal springt er in die Illusion. Ein literarisches Schlendern, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse.
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Artikelbeschreibung

Eine baufällige Villa in Rom, eine rätselhafte Dottoressa, ein Mann auf der Couch erzählt um sein Leben: In ihrem neuen Roman »Goldstrand« fügt Katerina Poladjan Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart

An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Dottoressa in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt, von Odessa über Konstantinopel und Warna in Bulgarien bis nach Rom.

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Personeninformation

Katerina Poladjan wurde in Moskau geboren, wuchs in Rom und Wien auf und lebt heute in Berlin. Sie schreibt Theatertexte und Essays, auf ihr Prosadebüt »In einer Nacht, woanders« folgte »Vielleicht Marseille« und gemeinsam mit Henning Fritsch schrieb sie den literarischen Reisebericht »Hinter Sibirien«. Sie war für den Alfred-Döblin-Preis nominiert wie auch für den European Prize of Literature und nahm 2015 bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt teil. Für »Hier sind Löwen« erhielt sie Stipendien des Deutschen Literaturfonds, des Berliner Senats und von der Kulturakademie Tarabya in Istanbul. 2021 wurde sie mit dem Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund ausgezeichnet. Mit »Zukunftsmusik« stand Katerina Poladjan auf der Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2022 und wurde mit dem Rheingau Literatur Preis 2022 ausgezeichnet. Katerina Poladjan wurde 2025 mit dem »Großen Preis des Deutschen Literaturfonds« geehrt sowie 2026 mit dem Nicolas-Born-Preis. Zuletzt erschien ihr Roman »Goldstrand«, der mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 ausgezeichnet wurde.

Literaturpreise:

- Nicolas-Born-Preis 2026 des Landes Niedersachsen
- Preis der Leipziger Buchmesse 2026 für »Goldstrand«
- Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2026
- Großer Preis des Deutschen Literaturfonds 2025
- Trophée Littéraire des Nouvelles d'Arménie 2023 (für die französischsprachige Ausgabe von »Hier sind Löwen«)
- Rheingau Literatur Preis 2022
- Chamisso-Preis Dresden 2022
- Nelly-Sachs-Preis 2021
- Alfred-Döblin-Stipendium 2019
- Stipendium Deutscher Literaturfonds 2016/2017
- Residenzstipendium Kulturakademie Tarabya Istanbul 2016
- Stipendium der Stiftung Preussische Seehandlung 2016
- Shortlist für den European Union Prize for Literature 2016
- Nominierung für den Alfred-Döblin-Preis 2015
- Literaturpreis »Der kleine Hai« der Buchhandlung Wist, Potsdam 2015
- Teilnahme am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2015
- Senatsstipendium der Stadt Berlin 2015
- Alfred-Döblin-Stipendium 2014
- Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung 2014
- Stipendium der Neuen Gesellschaft für Literatur 2003

Pressestimmen

[...] Poladjan ist Meisterin im Fährtenlegen, sie ist Meisterin der Auslassung und der Verdichtung. Barbara Beer Kurier 20260616
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