Büchereien: Orte gelebter Demokratie
Oft unterschätzt, aber von fundamentaler Wichtigkeit für Bildung, Begegnung und Basisdemokratie vor Ort sind unsere Büchereien.
Die Bücherei Gundelsheim in Oberfranken lädt mit ihrer hellen, modernen Raumgestaltung zum Schmökern ein. Foto: © Stefan Meyer
Demokratie lebt von Voraussetzungen, die sie selbst nicht schaffen kann, denn Demokratie braucht frei und gleich denkende und handelnde Menschen und engagierte Demokraten. Öffentliche Büchereien sind daher Fundamente unserer Demokratie, denn sie ermöglichen allen Menschen freien Zugang zu Informationen und Wissen, sie stärken die Medienkompetenz, sie fördern den Austausch von Ideen und bieten Raum für den gesellschaftlichen Dialog. Als nichtkommerzielle Orte stehen sie allen Menschen unabhängig von Herkunft, sozialer und wirtschaftlicher Situation oder Weltanschauung offen.
Sie alle finden in der Bücherei ein breitgefächertes und sorgfältig ausgewähltes Angebot an Büchern und E-Medien und können sich von den qualifizierten Büchereimitarbeiterinnen und -mitarbeitern bei der Auswahl beraten lassen. In einer Zeit, in der der Zugang zu verlässlichen Informationen entscheidender denn je ist, leisten Bibliotheken damit einen unverzichtbaren Beitrag zur freien Meinungsbildung und Bildungsgleichheit – gerade auch im ländlichen Raum.
Die vielfältigen Veranstaltungsangebote der Büchereien wie Lesungen oder Podiumsdiskussionen können schließlich Menschen konkret dabei unterstützen, unterschiedliche Positionen kennenzulernen und sich eine eigene Meinung zu bilden.
Büchereien sind also nicht nur Einrichtungen des kulturellen Lebens und der Bildung, sondern auch im tiefsten Sinne demokratische Institutionen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann unterstreicht in seiner Videobotschaft diese Bedeutung von Büchereien und spricht einen Dank an alle in den Büchereien Engagierten aus.
Maximilian Mihatsch



