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Der beliebte Entertainer Yared Dibaba über Vielfalt und ein besseres Miteinander
Geboren im ostafrikanischen Hochland von Oromiya in Äthiopien, aufgewachsen auf dem platten norddeutschen Land im Kreis Oldenburg und seit fast 30 Jahren in Hamburg zu Hause: Yared Dibaba. Der beliebte Entertainer liebt es, Plattdeutsch zu sprechen. Sein Markenzeichen sind sein ansteckendes Lachen und seine positive Art. Halt und Zuversicht gibt ihm sein christlicher Glaube.Diskriminierung und Alltagsrassismus
Und er kennt auch bedrohliche Zeiten. Mit seiner Familie hat er den Bürgerkrieg in Äthiopien erlebt, sie waren in Lebensgefahr und mussten fliehen. In Norddeutschland angekommen, fühlte er sich lange zwischen zwei Welten. Sowohl Oromiya als auch der Norden sind seine Heimaten. Auf der einen Seite ist er hier zu Hause und erlebt gleichzeitig Diskriminierung. Sein Buch ist eine warmherzige, humorvolle und zugleich tiefgreifende Auseinandersetzung mit Identität, Alltagsrassismus und der Frage, wie wir ein echtes »Wir-Gefühl« in einer vielfältigen Gesellschaft schaffen können.Eine Einladung zum Dialog
Dibaba sagt: »Es ist an der Zeit, dass wir lernen, anders, verständnisvoller und offener miteinander umzugehen. Denn die meisten Menschen, die ich kenne, haben selbst auch mehr als einmal Diskriminierung erfahren. Deshalb erzähle ich in diesem Buch meine Geschichte, stellvertretend für viele. Keine Angst: Es geht mir nicht darum, mahnend den Zeigefinger zu erheben und Forderungen aufzustellen. Ich suche immer das Verbindende, nicht das Trennende. Wer mein Buch liest, wird viel zu lachen haben - selbst wenn einem manchmal das Lachen im Halse stecken bleibt.«
«Eine Familien- und Leidensgeschichte, eine deutsch-polnische Coming-of-Age-Story, in der er die Jahre der Pflege verarbeitet und die Mutter verewigt hat.» Der Spiegel
Marcin wächst auf in prekären Verhältnissen: Seine Mutter floh in den 1980ern aus Polen nach Deutschland, um ihn, ihr zweites Kind, hier großzuziehen. Sie arbeitet hart als Altenpflegerin, sie trinkt zu viel, und irgendwann sieht sie in ihrem Sohn nur noch den Antagonisten. Währenddessen versucht Marcin, mit Videospielen, Nu Metal und Gedichten herauszufinden, wer er ist und hier in Deutschland sein kann._ In dieser Spannung leben die beiden mit- und gegeneinander.
Erst spät im Leben - die alternde Mutter ist schwer krank, und Marcin pflegt sie - offenbart sich die Familiengeschichte in Gänze: eine Lebenserzählung zwischen Anekdote und Abgrund. Der Krieg ist nicht vorbei. Kein Krieg ist je vorbei._
2023 fand Martin Piekar mit einem Auszug aus diesem Roman beim Bachmann-Preis in Klagenfurt begeistertes Echo; er wurde mit dem Robert-Gernhardt-Preis 2024 ausgezeichnet und war 2025 für den Alfred-Döblin-Preis nominiert.
Wie schafft es ein ausgegrenztes Kind, das Gewalt und Perspektivlosigkeit erlebt, zu einem anerkannten Künstler zu werden, der weltweit für Menschlichkeit und Erinnerung steht? Luigi Toscano wächst als Sohn sizilianischer Einwanderer auf. Er wird für seine Herkunft als "Kanakenkind" beschimpft, durchlebt eine schwierige Kindheit und driftet ab an den Rand der Gesellschaft. Erst die Fotografie wird für ihn zum Wendepunkt und zu seiner Bestimmung. Heute steht Toscano weltweit für gelebte Erinnerungskultur und gegen das Vergessen. Dieses Buch erzählt seine außergewöhnliche Geschichte.
Der Fotograf Luigi Toscano, von der UNESCO zum Artist for Peace ernannt, stellt sich mit seiner Arbeit dem wachsenden Hass und der zunehmenden Gleichgültigkeit. Toscanos eindringliche Porträts von mehr als 600 Opfern von Krieg und Grausamkeit sind weltweit zu sehen, in deutschen Bahnhöfen, in Babyn Jar, in Paris und New York. Sie sind Mahnung und Erinnerung: nie wieder.
Die Biografie des Fotografen der Holocaust-Überlebenden verbindet sich mit dem Leben von Anna Strishkowa aus Kiew, Herzstück seiner Ausstellungen. Anna, blond und blauäugig, wurde 1943 als Kleinkind von den Deutschen nach Auschwitz deportiert. Ihr Leben lang war sie auf der Suche nach ihrer Herkunft und ihrer Familie. Luigi Toscano fängt an nach Anna Strishkowas wahrer Identität zu forschen.
Ein bewegendes und hochaktuelles Buch über Herkunft, Erinnerung und die Kraft, die eigene Geschichte zu verändern. Für Leserinnen und Leser, die verstehen wollen, wie persönliche Erfahrungen in gesellschaftliches Engagement münden können. Und für alle, die sich von einer außergewöhnlichen Lebensgeschichte berühren lassen möchten.
Ein Thema, das uns alle angeht, ein Buch, das Hoffnung macht: Ece Temelkuran schreibt so schonungslos wie persönlich über Exil und die Notwendigkeit, eine neue Heimat zu finden. Dabei richtet sie sich an uns alle, die wir uns in einer immer monströseren Welt entfremdet fühlen, und zeigt dabei, wie wir im Miteinander Trost finden und Kraft schöpfen können.
«Ich komme nicht wieder heim.» Mit diesem Satz, in einem kurzen Telefonat an ihre Mutter gerichtet, beginnt für Ece Temelkuran ihre unfreiwillige Existenz als Weltbürgerin. Nach dem Putsch 2016 verlässt die erfolgreiche türkische Journalistin und Schriftstellerin das Land, um ihrer Verhaftung zu entgehen. Sie wird Teil der «Nation von Fremden», Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten oder sich in ihrem Land, auch mitten in Europa, aufgrund der politischen Entwicklungen nicht mehr zu Hause fühlen, die im Exil leben, geflüchtet sind. Gegen das Alleinsein, das Heimweh und das Gefühl der Orientierungslosigkeit sucht sie andere Heimatlose auf. Am Ende steht die Hoffnung, anzukommen, eine neue Heimat zu finden - ob in einem neuen Land, im Dialog mit anderen oder in sich selbst.
«Ece Temelkurans Briefe an uns alle haben eine ungeheure Wucht; ich kenne niemanden, der Politik und Poesie, Menschenliebe und Ratio so überzeugend verschmilzt.» Eva Menasse
Politik ist langsam, bürokratisch und geht am Leben der Menschen vorbei?Ryyan Alshebl, syrischer Kleinstadtbürgermeister aus Schwaben, beweist das Gegenteil.
Obwohl Ryyan Alshebl erst 2015 aus Syrien nach Deutschland kommt, wird er 2023 mit absoluter Mehrheit zum Bürgermeister von Ostelsheim in Schwaben gewählt - er ist gerade einmal 29 Jahre alt. Seine Devise: anpacken statt abwarten. Sein Buch ist der optimistische Gegenentwurf zu Politikverdrossenheit und Populismus.
Alshebl zeigt anhand zahlreicher Beispiele, wie Politik ganz konkret das Leben der Menschen verbessern kann. Sein Erfolgsrezept? Er packt Probleme dort an, wo sie entstehen und findet pragmatische Lösungen, ob in Fragen der Bildungs-, Wohnungs- oder Migrationspolitik.
Zugleich erzählt er von seinem täglichen Kampf mit Bürokratie und Befindlichkeiten: Was haben Fledermäuse mit der deutschen Bahn oder dem Bau von Geflüchtetenunterkünften zu tun? Wie kann es sein, dass ein Windpark einen ganzen Ort spaltet? Alshebl schildert bemerkenswerte Begegnungen, seine täglichen Auseinandersetzungen mit der Regelwut und erläutert, warum er trotz aller Widerstände nie den Mut verliert.
Ryyan Alshebls ehrliches und mitreißendes Buch ist ein eindrucksvolles Plädoyer für mehr Zusammenhalt, Verständnis und Tatkraft in der deutschen Politik und Gesellschaft.
Als Kind musste Don Pablo Mulemba, Sohn eines angolanischen Vertragsarbeiters und einer Ostdeutschen, ständig seine Hautfarbe erklären. Er selbst empfand sich selbstverständlich als deutsch. Er sprach den gleichen Dialekt wie alle anderen, kannte nichts anderes als die brandenburgische Provinz - und wurde doch immer wieder zum Fremden gemacht. Seine Eltern hatten sich in der DDR kennengelernt, aber der Osten der Nachwendezeit war kein sicherer Ort mehr für sie und ihre Kinder. Es waren die «Springerstiefeljahre», ihren Freund Amadeu Antonio prügelte man in Eberswalde auf offener Straße zu Tode. Die Familie wurde zerrissen: Die Eltern sahen keine Perspektive mehr, wanderten nach Angola aus. Pablo aber wollte bleiben. Mit zwölf ging er auf ein Sportinternat in Cottbus und musste als Schwarzer Jugendlicher seinen Weg finden. Heute stellt er sich die entscheidenden Fragen nach Identität, Heimat und Zugehörigkeit, Fragen, die ihn auf eine gemeinsame Reise mit seinem Vater bis nach Angola führen. - Don Pablo Mulembas Geschichte ist auch die Geschichte des wiedervereinigten Deutschlands: mit seinen Wunden, Brüchen und der Entschlossenheit, dennoch eine Zukunft zu schaffen - packend, nah und authentisch erzählt.
Warum kann sie so deutsch sein?
»Nachgemachte Deutsche« - so bezeichnet sich Tülins Mama nach über 50 Jahren in Deutschland. Auch Tülin, geboren in Berlin-Neukölln, steht von Kindheit an vor der Frage: Wie (viel) deutsch kann und muss ich sein? Jede Begegnung verschiebt die Antwort auf dieser Suche nach Identität. Tülin lebt im ständigen Spagat zwischen der Berlinerin mit Migrationshintergrund in Deutschland und dem Almanci-Mädchen in der Türkei. Mit Humor und feinem Gespür für Menschen erzählt sie von den Momenten, die sie prägten, stärkten oder auch verletzten - und ihren Blick schärften für Charaktere, Eigenheiten und Klischees. Ihre Verbeamtung (ziemlich deutsch!) rundet das Bild ab: Tülin verwandelt Stereotype in Figuren und begeistert damit die deutschen Zuschauer.
»Endlich werden die Geschichten erzählt, die unsere Zerrissenheit zeigen. Wie deutsch muss ich sein? Kann ich deutsch sein? Will ich (überhaupt) deutsch sein? So deutsch wie Tülin?« Tahsim Durgun
Aktualisierte Neuausgabe: Deutschland rechts außen - eine Gefahr für uns alleDie Gefahr, die von der AfD ausgeht, wird im öffentlichen Diskurs nicht abgebildet. Die Partei wird verharmlost, indem sie etwa als »rechtspopulistisch« bezeichnet wird. Dabei hat sie sich längst zu einer rechtsextremen Partei entwickelt. Ihre Gewaltbereitschaft wird regelmäßig ausgespart. Zugleich erzielt sie hohe Zustimmungswerte, und Vertreter:innen demokratischer Parteien grenzen sich nicht genügend von ihr ab.
Cremer zeigt eine Entwicklung, die angesichts der deutschen Geschichte lange nicht für möglich gehalten wurde. Die Strategie der AfD droht aufzugehen, wenn sich der Umgang mit ihr nicht grundlegend wandelt. Ein fundiertes Aufklärungsstück, um die Dimension des Angriffs auf die freiheitliche rechtsstaatliche Demokratie zu erkennen.
»Käme die AfD an die Macht, würde sie die Prinzipien der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit abschaffen, wonach jede(r) über eigene Rechte verfügt. Niemand in diesem Land würde mehr sicher sein.«
»Niemand, der Cremers Buch gelesen hat, kann behaupten, er habe nichts gewusst.« ZDF "Aspekte"
Alles über die Ikone mit der großen, unverwechselbaren Stimme
»Ich nehme Tina beim Wort und bei der Note. Und will so viel wie möglich über sie - und von ihr lernen.«
Tina Turner ist eine Superheldin: In ihrer sechs Jahrzehnte währenden Karriere überwand sie Sexismus und Rassismus, kämpfte sich aus Armut und Gewalt heraus. Ihr Leben als Musikerin und Ikone, Tänzerin und Autorin, Mutter und Partnerin steht für eine beispiellose feministische Erfolgsgeschichte.Jenni Zylka porträtiert einfühlsam Leben und Werk dieser faszinierenden Ausnahmekünstlerin, die mit Songs wie »Private Dancer« oder »What's Love Got to Do With It« zeitlose Songklassiker erschaffen hat.
Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.
»My mama was a savage.« Beyoncé Knowles
Tina Knowles, die Mutter der mit zahlreichen Grammys ausgezeichneten Singer-Songwriterinnen Beyoncé und Solange, ist als Matriarchin bekannt: eine entschlossene, selbstbewusste und kluge Frau, die zwei der größten Künstlerinnen unserer Zeit geprägt hat. Dieses Buch gewährt einen Einblick, wer hinter den hypererfolgreichen Töchtern steckt. So erfährt man nicht nur einiges über Beyoncé und Solange, sondern auch über das Leben als Schwarze Frau in einem von Ungleichheit geprägten Land und davon, wie man sich auch in schwierigen Lebenssituationen nicht unterkriegen lässt. So ist dieses Buch die intime und aufschlussreiche Geschichte einer brillanten Frau und eine generationenübergreifende Familiensaga, die die Geschichte Amerikas in sich trägt - und die Weisheit, die Frauen einander weitergeben, von Müttern zu Töchtern, über Generationen hinweg. Und Knowles empowert die Leser:innen dazu, aus jedem widrigen Umstand das Beste zu machen, an sich zu glauben und die eigenen Ziele umzusetzen.
Augenöffnende Gesellschaftsanalyse
Warum wir unsere Angst überwinden müssen
Krieg, Klimakrise, Demokratieverdrossenheit: Die Zeit der Sicherheit ist vorbei, die Wohlfühlgesellschaft, die sich in den letzten 30 Jahren etabliert hat, ist Vergangenheit. Angst, Irrationalität und Abwehr bestimmen einen Teil unserer Debattenkultur. Viele Menschen haben nicht ausreichend gelernt, mit Furcht umzugehen und gesellschaftspolitische Krisen durch eine konstruktive Streitkultur zu bewältigen. Das muss nun nachgeholt werden. Wenn wir uns in diesem Jahrzehnt den Problemen nicht aktiv stellen, könnten Deutschland und Europa zur Bedeutungslosigkeit verkümmern.
Ein engagiertes politisches Plädoyer, das Mut macht
In seiner augenöffnenden Gesellschaftsanalyse wirbt Friedman für überlegtes und couragiertes Handeln. Ein Aufruf, die akuten und zukünftigen Krisen mit Ernsthaftigkeit anzunehmen und damit die Angst und Panik zu überwinden.
»Wir müssen uns unseren Realitäten stellen. Das haben wir seit Jahrzehnten nicht getan. Klimakatastrophe, Seuchengefahr, sozialpolitische und geostrategische Verwerfungen - all das ist uns lange bekannt, doch es war uns lästig. Lieber haben wir die Risse übersehen oder übertüncht. So lange, dass wir heute nicht mehr wissen, was man mit Rissen macht. Wir sind planlos. Nicht krisenfest. Unentschlossen. Das ist gefährlich.« Michel Friedman
Hingucken statt wegsehen!
Der alltägliche Rassismus und seine tiefe Verwurzelung in unserer Gesellschaft zeigt sich nicht nur in Wahlergebnissen, «Ausländer raus»-Gesängen oder Hakenkreuz-Schmierereien im Straßenbild. Menschen mit internationaler Familiengeschichte müssen Übergriffe fürchten und bangen um ihre Sicherheit. Wie erleben Betroffene konkret diesen Hass, und welche Auswirkungen hat er auf ihr alltägliches Leben? Waslat Hasrat-Nazimi beleuchtet, wie das Leben in Deutschland - ein Land, das lange als Land der Möglichkeiten galt - zunehmend von Angst, Ausgrenzung und einer allgemeinen Entfremdung geprägt wird.
Sie sucht nach Wegen, der zunehmenden Polarisierung und Hetze entgegenzuwirken und plädiert für eine Gesellschaft, die für Vielfalt und gegenseitigen Respekt steht. Dafür spricht sie mit Expert:innen und Aktivist:innen wie u. a. Enissa Amani, Tupoka Ogette, Aileen Puhlmann, Lamya Kaddor, Kübra Gümüsay, Karim Fereidooni, Sawsan Chebli und Emilia Roig.
»Dieses Buch hilft mir, meine Mutter besser zu verstehen, und dir, Deutschland besser zu verstehen.«
Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land.
Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler*innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug.
Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.
Hochwertig und liebevoll illustriert von Tugyan Cengic. Diese besondere Schmuckausgabe ist nur in der limitierten Sonderausgabe erhältlich.
Wie gerecht kann eine Welt in der Klimakrise sein?
Der Klimawandel trifft uns nicht alle gleich. Friederike Otto liefert anhand von acht extremen Wetterereignissen konkrete Beispiele, was die wirklichen Ursachen sind, wer besonders betroffen ist und vor allem: Was Klimagerechtigkeit tatsächlich bedeutet und was dafür noch getan werden muss. Der Klimawandel zerstört nicht die Menschheit, aber Menschenleben und Lebensgrundlagen. Wir staunen über Rekordtemperaturen, Windgeschwindigkeiten und Regenmengen, aber fragen uns zu wenig, wer ihnen besonders ausgesetzt ist, wer sich nicht erholen kann - und warum. Ungleichheit und Ungerechtigkeit sind der Kern dessen, was den Klimawandel zum Menschheitsproblem machen. Damit müssen Fairness und globale Gerechtigkeit auch im Kern der Lösung stecken. Klimagerechtigkeit geht jeden etwas an.
Platz 1 der Sachbuch-Bestenliste Februar 2024
Jüdisches Leben abseits von Klischees: Aktivistin Tanya Raab räumt mit Vorurteilen auf
"Du siehst ja gar nicht jüdisch aus" ist ein Satz, den Tanya beim Dating schon oft gehört hat. Seitdem sie auf dem Pausenhof mitbekam, wie ein Mitschüler den anderen mit "Du Jude" beschimpfte, beschäftigen sie viele Fragen: Was bedeutet es, jüdisch auszusehen? Gibt es so etwas überhaupt? Muss ich mich für mein Jüdischsein schämen oder darf ich stolz darauf sein?Geboren in der Ukraine, zog Tanya Raab mit 3 Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Ihre Mutter ist jüdisch, ihr Vater nicht. Über die Jahre wird ihr immer wieder geraten, diesen Teil von ihr zu verschweigen, um sich selbst zu schützen. Doch eines Tages beschließt sie, sich nicht länger zu verstecken. Ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder Regenbogen-Kippah beim Einkaufen - die queere und feministische Aktivistin zeigt, dass jüdisches Leben anders gelebt werden kann, als man es erwartet. Selbstbewusst erzählt sie von ihrem Alltag zwischen Tradition und Moderne sowie tagtäglichen Erfahrungen mit Antisemitismus, klärt auf über weit verbreitete Stereotype und rechnet mit der deutschen Erinnerungskultur ab. Mit Scharfsinn und Witz gibt Tanya Raab Impulse für eine Zukunft, in der Jüdinnen und Juden ein Leben ohne Angst und Vorurteile in Deutschland führen können.
Emilia Roig deckt die Muster der Unterdrückung auf - in der Liebe, in der Ehe, an den Universitäten, in den Medien, im Gerichtssaal, im Beruf, im Gesundheitssystem und in der Justiz. Sie leitet zu radikaler Solidarität an und zeigt - auch anhand der Geschichte ihrer eigenen Familie -, wie Rassismus und Black Pride, Trauma und Auschwitz, Homofeindlichkeit und Queerness, Patriarchat und Feminismus aufeinanderprallen.
»Radikal und behutsam zugleich. Dieses Buch ist ein heilsames, inspirierendes Geschenk.« Kübra Gümüsay
»Ein Plädoyer, die Welt neu zu denken.« DIE ZEIT
»Eine revolutionäre Liebeserklärung, die jeder Mensch gelesen haben sollte.« Tupoka Ogette
»Die Antwort auf viele Fragen unserer unsicheren Zeit heißt: Gleichberechtigung aller. Und dieses großartige Buch ist ein Schritt auf dem Weg dahin.« Sibylle Berg
»Dieses Buch wird verändern, wie Sie die Welt wahrnehmen und Sie verstehen lassen, was Gerechtigkeit wirklich bedeutet.« Teresa Bücker
In den letzten fünf Jahren ist viel passiert: ein vermeintlich progressiver Regierungswechsel, die antisemitischen und rassistischen Anschläge in Halle und Hanau, die verfassungsfeindliche Gefahr von rechts wächst. Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah blicken im neuen Vorwort zurück und stellen fest: Wir sind immer noch nicht weit genug gekommen, wir müssen weiter über Rassismus und Antisemitismus reden, dieses Buch bleibt ein Manifest gegen Heimat.
17 Autor_innen geben in 14 viel beachteten und drei neuen Essays Einblick in ihren Alltag und halten Deutschland den Spiegel vor: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als »anders« markiert, kaum schützt oder wertschätzt.
Mit Beiträgen von Zain Salam Assaad, Simone Dede Ayivi, Max Czollek, Anna Dushime, Olga Grjasnowa, Enrico Ippolito, Sharon Dodua Otoo, Reyhan Sahin, Sasha Marianna Salzmann, Mithu Sanyal, Nadia Shehadeh, Margarete Stokowski, Deniz Utlu, Dana Vowinckel, Vina Yun, Hengameh Yaghoobifarah und Fatma Aydemir.
»Wir sind die Kinder der kleinen Mehrheiten. Unsere Stimmen müssen in der Gesellschaft gehört werden.«
»Gianni Jovanovic sprengt Erwartungen auf wundervolle Weise! Er kann eine Sache so gut wie kein anderer: Ambivalenzen zulassen, ohne Scham, ohne Beschönigung. Dabei ist er alles andere als zynisch, sondern ansteckend lebensbejahend.« Alice Hasters
»Mit diesem Buch hat Gianni Jovanovic sich noch mal selbst übertroffen. Mit jedem Satz, den ich gelesen habe, konnte ich mehr Verständnis für sein Leben und seine Herausforderungen gewinnen.« Louisa Dellert
»Diese fast unglaubliche Geschichte muss gelesen werden. Wie aus einem Menschen, der so viel Ablehnung und Gewalt erleben musste, ein Streiter wurde für Toleranz, Vielfalt und Herzlichkeit.« Bettina Böttinger
Vorurteile haben wir alle! Mit dieser Erkenntnis und Botschaft geht Marius Jung auf all diejenigen zu, die niemals vorhatten, rassistisch zu sein und gerne wissen möchten, wie sich unbedarfter Rassismus vermeiden lässt. Der erfolgreiche Kabarettist und Bestsellerautor aus Köln kennt die Frage, woher er "eigentlich" komme zur Genüge und hat in seinem Leben immer wieder ausgrenzende Kommentare gehört. Aber nicht jede Art von Rassismus beruht auf Bösartigkeit, findet der 56-jährige, er sieht auch Gedankenlosigkeit, Unsicherheit, Unwissenheit und mangelnde Selbstreflexion als Ursachen. Mit seinem Buch will er auf diesen ahnungslosen, unbewussten Rassismus aufmerksam machen, der in Deutschland immer noch allgegenwärtig ist. Marius Jung geht davon aus, dass arglose Diskriminierung am besten durch Gespräche und Aufklärung zu beheben ist, und setzt dabei auf Konstruktives statt Destruktives, auf Humor statt Verbissenheit, auf Argumente statt Empörung.
Umfassend, kurz, aktuell und fundiert. Hier erfährt man alles, was man zum Thema Rassismus wissen muss.Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd in Minneapolis 2020 wird auch in Deutschland offen, kontrovers und hitzig über Rassismus debattiert. Wie funktioniert Rassismus, wem dient er und wozu? Dieses Buch gibt einen Überblick über die Begriffsverständnisse, die Geschichte und die Gegenwart dieser prägenden menschenfeindlichen Herrschaftsideologie. Dabei werden die jüngsten Entwicklungen und Diskurse unter die Lupe genommen und eingeordnet. Wie definiert man Rassismus, wann ist er entstanden, wie hat er sich bis heute gewandelt? Woran kann man erkennen, ob eine Handlung oder eine Aussage rassistisch ist? Was ist der Unterschied zwischen strukturellem und institutionellem Rassismus - und warum sollte man das wissen? Wie wird Rassismus von Betroffenen wahrgenommen? Welche Verantwortung haben pädagogische Institutionen? Aladin El-Mafaalani forscht seit über zehn Jahren über Rassismus, Diskriminierung und soziale Ungleichheit und fasst in diesem Buch den Stand der Diskussion allgemeinverständlich zusammen.
Diese Stimme fehlte in der Rassismusdebatte
Die Flüchtlingskrise hat die Ängste und Sorgen in Deutschland vor einer »Überfremdung« neu geweckt. Zugleich werden Debatten über Political Correctness und Rassismus immer heftiger geführt. Die Corona-Pandemie mit ihren Folgen - weltweite Rezession, Zunahme von Armut, Kriegen und Flucht - droht, Konflikte weiter zu verschärfen. Wie können wir vernünftig umgehen mit diesen Sorgen? Der Schlüssel für gutes Zusammenleben, davon ist Asfa-Wossen Asserate überzeugt, ist die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Integration ist ein Prozess, ohne Zumutungen wird es nicht gehen - auch und besonders für jene, die sich nicht integrieren wollen.