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Der Humor Jesu übertreibt, damit man die Wahrheit erkennt, er verzerrt, damit man richtig sehen lernt, er macht das Kleine groß. Nur in einigen apokryphen Evangelien lacht Jesus selbst, sonst aber bringt er Menschen zum Lachen und befreit sie dadurch aus dem Labyrinth ihrer Abwege. Jesu Humor reizt die Phantasie, zeigt sich tierlieb, bisweilen grotesk, aber nie verletzend, manchmal spöttisch, doch nicht zerstörend, sondern aufklärend. Denn Jesu Humor ist der Vater aller seiner Weisheit. Die in diesem Buch zusammengestellten Worte und Taten Jesu sind ein ganz eigener und eigenständiger Zugang zu Jesus. Es heißt, Jesus habe nie gelacht. Er habe von Sünde und Gnade, von Gottes Reich und der Hölle gesprochen, nichts davon ist lustig oder witzig. Jedenfalls berichtet das Neue Testament von keinem Lachen Jesu. Aber ist es wirklich vorstellbar, dass Jesus mit den Jüngerinnen und Jüngern durch die Lande zog, gemeinsam aß und Wein trank, dass dabei aber Lachen verboten war? Wenn das Unwahrscheinlichste zuträfe, dass Jesus nie gelacht hätte, bliebe doch noch die Frage nach der Reaktion auf seine Worte und Taten bei den Menschen. Zwischen Lachen, Spotten, Lächeln, Schmunzeln und Beifallklatschen gibt es eine Fülle von möglichen Reaktionen. Klaus Berger findet einen außergewöhnlichen Zugang zu Jesus. Weder Exegese noch Dogmatik haben ihn so an Jesus heranführen können. Er begegnet Jesus ganz neu: als stünde er ihm beim Nachdenken über diese Notizen und Berichte Jesus als Mitmensch, Freund oder, mit Verlaub gesagt, Kollegen direkt gegenüber.
Auch nach Jahrzehnten der Annäherung zwischen Judentum und Christentum bleiben zentrale Fragen offen. Warum haben Juden seit der Aufklärung immer wieder die Frage gestellt: Wer war Jesus der Jude? Welche Bedeutung hat das Leben und Sterben Jesu für Juden und Christen? Wie kann eine Christologie aussehen, die ohne Demütigung des Judentums auskommt? Das Buch ringt um eine christliche Theologie im Angesicht des Judeseins Jesu. Es liefert neue Ansätze und Impulse für ein Überdenken der Lehre vom Menschen und dessen Erlösungsbedürftigkeit. Die Autoren erheben nicht den Anspruch, in den Problembeschreibungen und Denkanregungen erschöpfend zu sein, regen aber dazu an, die Ergebnisse des christlich-jüdischen Gesprächs über die exegetischen Disziplinen hinaus in systematischer Theologie und Dogmatik wirksam werden zu lassen. Das Gespräch zwischen Juden und Christen muss lebendig sein, die bisher erreichten Annäherungen dürfen nicht leichtfertig verspielt werden. Um eine Freiheit gewährende gesellschaftliche Moderne muss immer wieder neu gerungen werden. Die Hoffnung besteht darin, dass aus dem jüdisch-christlichen Gespräch ein religiös begründeter Widerstand gegen den Antisemitismus erwächst. Dieses Buch stellt die Würde der Freiheit ins Zentrum theologischer Reflexion. Denn die Freiheit des menschlichen Willens entspricht dem, was der Wille Gottes genannt wird. Umso wichtiger war die Abfassung dieses Buches, nachdem im Sommer 2018 der ehemalige Papst Benedikt XVI. einen Text unter dem Titel "Gnade und Berufung ohne Reue - Anmerkungen zum Traktat 'De Judaeis'" publiziert hatte, der eine erhebliche Unruhe im jüdisch-christlichen Dialog ausgelöst hatte.
»Ein großes Buch ... diese imponierende Synthese, die eine Quelle der Inspiration bleiben wird, wenn einmal ein Großteil der heutigen theologischen Produktion vergessen ist.« Joseph Ratzinger in Theologische Revue »In diesem Buch liegt Sprengstoff für manche theologische Verkrustungen, Zündstoff für Kettenreaktionen neuen Denkens in der Kirche.« Frankfurter Allgemeine Zeitung »Daß Rahner in großartiger Weise modern denkt, indem er naturwissenschaftliche Erkenntnisse wirklich verarbeitet und über alles Individuelle hinaus auch Natur- und Weltgeschichte mitbedenkt, dafür kann ihm nicht genug gedankt werden.« Neue Züricher Zeitung
Bereits in der 35. Auflage mit über 220.000 Exemplaren verbreitet, bietet das »Kleine Konzilskompendium« alle Konstitutionen, Dekrete und Erklärungen, die unter Mitarbeit der Verfasser im Auftrag der deutschen Bischöfe übersetzt wurden. Eine hinführende Einleitung sowie 16 spezielle Einführungen aus der Feder Karl Rahners und Herbert Vorgrimlers erschließen die Texte und bieten eine zuverlässige, sachliche und präzise Kurzkommentierung. Das sorgfältig erarbeitete, ausführliche Sachregister führt zu allen wichtigen Details in den Originaltexten und trägt zum Verständnis von Sinn und Gehalt der Konzilstexte bei.
Der Geistliche Gesang des Johannes vom Kreuz (1542-1591) gilt als ein Hauptwerk der christlichen Mystik und einer der größten Schätze der europäischen Dichtung. Zugleich ist er eine faszinierende Antwort auf die universale Frage nach Sinn und Ziel unseres persönlichen Lebens. Vom biblischen Hohelied der Liebe inspiriert, bezeugt er im Sprachkleid erotischer Liebe, dass die menschliche und die göttliche Liebe dieselbe Sprache sprechen. Johannes vom Kreuz zeigt er, wie sich erotische und geistige Liebe gegenseitig bereichern. Die durchgehend vierfarbige Zweitfassung des Geistlichen Gesangs (Cántico B) wird hier in einer neuen deutschen Übersetzung mit ausführlichen Anmerkungen, historisch-literarisch-spiritueller Einführung und Glossar präsentiert. Illustriert wird sie mit eindrucksvollen Miniaturen einer anlässlich von Johannes' 400. Todestag 1991 im Libanon entstandenen melkitisch-orientalischen Ikone.
Seiner inzwischen weit verbreiteten Dogmatik hat der emeritierte Heidelberger Systematische Theologe und Ethiker eine Ethik folgen lassen, die jetzt in einer aktualisierten und korrigierten 2. Auflage vorliegt. Auch sie zeichnet sich aus durch Klarheit und Verständlichkeit der Sprache, durch biblisch-theologische Fundierung und ausgeprägten Gegenwartsbezug. Sie hat einen Grundlegungs- und einen Konkretisierungsteil. Der Grundlegungsteil führt in ethische Grundbegriffe, Theorien, Argumentationen und Urteilsbildung ein. Dabei kommen philosophische und theologische Zugangsweisen gleichermaßen zur Geltung. Der Anwendungsteil orientiert sich an konkreten, aktuellen Konzepten wie Menschenwürde; Gesundheit; Sexualität, Liebe und Lebensformen; Gerechtigkeit; Friede und Sprache. Eine zusammenfassende Einführung in die evangelische Sozialethik schließt den Band ab. Bibelstellen-, Personen- und Begriffsregister sorgen für eine sehr gute Benutzbarkeit.Das Buch eignet sich sowohl für das Selbststudium wie auch als Textgrundlage in Lehrveranstaltungen. Studierende und Berufspraktiker in Schule und Pfarramt sowie interessierte Zeitgenossen finden hier verlässliche Informationen zu ethischen Fragen unserer Zeit und - vor allem - Anleitung zur eigenständigen ethischen Urteilsbildung.
Seit seiner ersten Auflage im Jahre 1854 hat der "Denzinger" eine unvergleichliche Verbreitung in der ganzen Welt gefunden. Die vorliegenden Ausgaben in chinesischer, englischer, französischer, italienischer, koreanischer, kroatischer, portugiesischer, spanischer und ungarischer Sprache zeugen von seiner weltweiten Bedeutung. Das Werk spiegelt die Geschichte der Glaubensverkündigung und das Ringen um das genuine Glaubensverständnis bis in seine Nuancen hinein getreu wider. Hier sind die verbindlichen Texte gesammelt, die für die verantwortliche Auslegung der überlieferten Glaubensaussagen unabdingbar sind. Peter Hünermann hat die Texte dieses Kompendiums erstmals in deutscher Sprache zugänglich gemacht und jeweils eingeführt. Zweispaltig werden Originalfassung und Übersetzung dargeboten, so dass der Benutzer jederzeit auf die authentischen Formulierungen zurückgreifen kann, durch Einführungen, Anmerkungen und Übersetzung aber Hilfen zum Verständnis erhält. Der Band schließt mit einem reichen Registerteil, der insbesondere durch seinen ausführlichen systematischen Index das Auffinden der zu bestimmten Themen einschlägigen Texte erleichtert. Die Neufassung, Erweiterung und textkritische Bearbeitung hebt das Werk in den Rang eines einmaligen Kompendiums dogmatischer und moraltheologischer Quellentexte. Außerdem wurde das Kompendium um die ersten Texte des Pontifikats von Franziskus erweitert.
Nunmehr liegt das in viele Sprachen übersetzte Standardwerk der Theologie in einer durchgesehenen und mit einem neuen Vorwort versehenen 10. Auflage vor. Gerhard Kardinal Müller führt in seinem Lehrbuch die zwölf Traktate der Dogmatik zu einer Einheit zusammen. Der Autor verknüpft die speziellen Elemente der traditionellen Dogmatik mit der Fragestellung einer Vermittlung des Glaubens und seiner Inhalte in der modernen Welt und weist damit die wechselseitigen Abhängigkeiten und Ergänzungen auf, die zu einer Perspektivenerweiterung des gesamten Faches führen. Dies geschieht in einer Sprache, die Studierende, Lehrende und an der Theologie Interessierte einlädt, sich ansprechen zu lassen von den Inhalten des katholischen Glaubens.
Hat sich das Zeitalter des Pluralismus erschöpft? In unseren ethnisch, ethisch und religiös hochgradig differenzierten Gesellschaften wird der Ruf nach Identität, Autorität und Ausgrenzung des Anderen laut. Angesichts dieser Entwicklungen bedarf es einer neuen Debatte über gesellschaftlichen Zusammenhalt und weltweite Solidarität. Um dem Egoismus einzelner Gruppen, Nationen und Religionen zu widerstehen, wird eine Besinnung auf das Allgemeine, das dem Besonderen und Einzelnen Raum gibt, notwendig - jenseits von Säkularität und Sakralität. Wir stehen an der Schwelle zu globaler Identität. Das »Katholische«, das Allumfassende, das offen ist für das Andere und Abweichende, gewinnt eine neue Bedeutung. Karlheinz Ruhstorfer analysiert die gegenwärtige Zeitenwende. Dabei wird auch die Spannung zwischen konfessionell-katholischer Tradition und konfessions- sowie religionsübergreifender »katholischer « Identität betrachtet. Der Autor fragt unter den aktuellen Bedingungen nach Gott, Offenbarung und Wahrheit. Er zeigt, wie sich eine befreiende Theologie in den Feldern von Religion und Demokratie, Migration und Emanzipation bewähren kann.
1968 erschien das berühmteste Werk von Joseph Ratzinger, die "Einführung in das Christentum". Mit seinen 23 Übersetzungen und zahlreichen Neuauflagen gehört es zu den einflussreichsten Texten der jüngsten Theologiegeschichte. Es eröffnet den Band zum Themenfeld Taufe, Umkehr, Nachfolge und Ehe mit Einblicken in die Diskussionen der Moraltheologie und der seit dem Besuch Benedikts XVI. in Deutschland 2011 neu entfachten Diskussion des Naturrechts.
Seit geraumer Zeit gibt es Unruhe in der katholischen Kirche, und diese spiegelt sich auch in Auseinandersetzungen im Bereich der Theologie wider. Der Grund hierfür ist benennbar. Bis heute nicht ausgestanden ist die Frage, was der Begriff der Freiheit meint, schärfer noch: ob sich die Kirche auf das Denken einer Moderne einlassen kann, die sich vom Gedanken des Rechts auf individuelle Selbstbestimmung leiten lässt. Das Buch reagiert auf eine im Jahr 2017 erschienene Streitschrift von Karl-Heinz Menke mit dem Titel "Macht die Wahrheit frei oder die Freiheit wahr?". Die Frage ist prekär, denn sie greift nicht nur tief in die ökumenischen Debatten ein, sondern wirft auch die Frage auf, ob ein freiheitlicher säkularer Rechtsstaat überhaupt aus sich heraus legitimierbar ist. Die Antwort des Autors dieser Gegenstreitschrift ist eindeutig: Autonomiefreiheit muss theologisch als Prinzip anerkannt werden, und die katholische Kirche sollte endlich eine auf Freiheit setzende Moderne für ein dringend benötigtes neues Selbstverständnis nutzen. So geht es in diesem Buch nicht um irgendeinen Streit, sondern um sehr grundsätzliche Fragen.
Hans Küng hat sich früh mit Geschichte und Gegenwart des Judentums beschäftigt und seine bleibende Bedeutung für das Christentum herausgestellt. Der Band enthält sein Hauptwert »Das Judentum: Wesen und Geschichte« sowie weitere Beiträge zu einer Religion, in der sich nach Küng alle religiösen Probleme unserer Zeit wie in einem Brennglas spiegeln.