Judas, der Freund

Du, der du Judas trägst nach Hause, trage auch mich
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Buchprofile - Rezension
Über den Umgang Jesu mit Sündern.
Ein mittelalterliches Kapitell in der Kathedrale von Vézelay in Burgund, das Jesus den toten Judas wie ein verlorenes Schaf tragend zeigt, animiert den Jesuitenpater zu theologischen Reflexionen über den Umgang Jesu mit Sündern. Er interpretiert dies am Beispiel der Begegnung mit der Samariterin am Jakobsbrunnen und an den Gleichnissen vom verlorenen Sohn, dem verlorenen Schaf und der verlorenen Drachme. Nach einer Analyse der Begriffe Hölle und Gericht in ihrer ursprünglichen Bedeutung, nach praktischen Gedanken, um die Beziehung zu Christus wieder lebendig zu machen, verweist er eindringlich darauf, dass Jesus, im Gegensatz zur von Sünde und Schuld dominierten Theologie, nicht die Sünde in den Mittelpunkt stellt, sondern das Heil, und dass damit auch das traditionelle Judasbild einer Korrektur unterzogen werden muss. Diese sehr differenzierende, tiefgründige Sichtweise mit vielen interessanten Anmerkungen ist allen Büchereien sehr zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

Pater Wrembek SJ spürt in seinem neuen Buch dem Geheimnis einer mittelalterlichen Jesus-Judas-Darstellung aus Vézelay/Burgund nach - mit spannenden Einsichten. Historische Indizien geben Einblick in die Hintergründe, biblische Vertiefungen zeigen die Nähe zur Botschaft des Evangeliums, eine kunstgeschichtliche (Anti-)Parallele verdeutlicht die Besonderheit. Judas, der Verräter, von Jesus nach Hause, das heißt in die himmlischen Wohnungen getragen?! Manches, so Pater Wrembek, spricht dafür. Und so manche Vorstellung, die wir traditionell mit Fegefeuer und Hölle verbinden, wird revidiert bzw. in ein anderes Licht gerückt. Ein spirituelles Buch, das kenntnisreich auslotet, wie unendlich groß die Barmherzigkeit Gottes gedacht werden kann und tatsächlich gedacht worden ist. Mit Schwarz-Weiß-Abbildungen.

Produktsicherheit

Hersteller: Neue Stadt
Anschrift: Münchener Straße 2
DE-85667 Oberpframmern
Kontakt: verlag@neuestadt.com

Personeninformation

Christoph Wrembek, Jahrgang 1942, in Berlin aufgewachsen, trat 1961 in den Orden der Jesuiten ein und wurde 1971 zum Priester geweiht. Er machte Filmstudien in Hollywood und wurde 1974 Studentenpfarrer in Berlin. Ab 1983 wohnte er in Bremen und war Priesterseelsorger im norddeutschen Raum. Er organisierte acht Pilger-Exerzitien im Heiligen Land, gab Religiöse Schulwochen und begann 1992 seine missionarische Aufbauarbeit in Estland, die bis heute andauert. Seit 1991 wohnt er in Hannover, ist weiterhin als Priesterseelsorger, Exerzitienmeister und schriftstellerisch tätig (»Die sogenannte Magdalenerin«, »Der Stern von Bethlehem« u. a.).Mit seinem Bestseller "Judas, der Freund" hat Wrembek eine breite Diskussion ausgelöst.
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