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Der Preis der Leipziger Buchmesse ist ein besonderer Preis. Denn mit seinen drei Kategorien - Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung - bildet er in seiner ganzen Vielfalt herausragende Gegenwartsliteratur ab. Der Preis ist mit 60.000 Euro dotiert und wird seit 2005 von einer siebenköpfigen Jury vergeben.

Am 19. März 2026 wurden die Preise in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung an Katerina Poladjan, Marie-Janine Calic und Manfred Gmeiner vergeben. Entdecken Sie jetzt die meisterhaften Werke!

Die Gewinner:innen 2026
Poladjan, Katerina Goldstrand
Roman | Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 (Belletristik)
  • S. Fischer Verlag GmbH, 2025
  • Hardcover
  • ISBN/EAN: 9783103971767
  • Deutsch
  • 5. Aufl.

Eine baufällige Villa in Rom, eine rätselhafte Dottoressa, ein Mann auf der Couch erzählt um sein Leben: In ihrem neuen Roman »Goldstrand« fügt Katerina Poladjan Splitter des alten Europas zu einem heiter-melancholischen Bild der Gegenwart

An der bulgarischen Schwarzmeerküste entsteht in den 1950er Jahren ein Ferienort: Goldstrand, geplant als Platz an der Sonne für alle. Auf der Baustelle wird Eli gezeugt. Sechzig Jahre später hat er seine größten Erfolge als Filmregisseur längst gefeiert und liegt auf der Couch seiner Dottoressa in Rom. Er mutmaßt und fabuliert seine Familiengeschichte, die durch ein ganzes Jahrhundert und quer über den europäischen Kontinent führt, von Odessa über Konstantinopel und Warna in Bulgarien bis nach Rom.

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Calic, Marie-Janine Balkan-Odyssee, 1933-1941
Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa. I Preis der Leipziger Buchmesse 2026
  • Beck, 2026
  • Hardcover
  • ISBN/EAN: 9783406836343
  • Deutsch
  • 2. Aufl.
Zuflucht Balkan - das vergessene Exil

Der Theaterstar Tilla Durieux, die Schriftsteller Manès Sperber und Ernst Toller, der Dramatiker Franz Theodor Csokor, der Maler Richard Ziegler und viele andere - sie alle flohen vor Hitler nach Südosteuropa und fanden dort Unterschlupf. Doch diese erste Balkanroute ist heute so gut wie vergessen. Marie-Janine Calic ruft sie in Erinnerung und erzählt berührende Geschichten von Mut und Menschlichkeit, von Elend und Verrat, von Rettung und Untergang.

Bei Hitlers Machtübernahme lag der Balkan für viele Verfolgte und Bedrohte "irgendwo da unten". Trotzdem flohen sie nicht nur in den demokratischen Westen und die kommunistische Sowjetunion, sondern auch in den vermeintlich rückständigen Südosten Europas, mindestens 55.000 allein nach Jugoslawien. Unter ihnen waren Juden und Nichtjuden, Konservative und Kommunisten, Zionisten und Internationalisten, Widerstandskämpfer und Unpolitische. Die Flucht auf der Balkanroute begann gleich Anfang 1933 mit den ersten Verfolgungswellen der Nationalsozialisten. 1938 ließen der "Anschluss" Österreichs und das Novemberpogrom den Strom der Flüchtenden schlagartig anschwellen, weil kaum noch andere Routen offenstanden. Doch als Italien Ende Oktober 1940 das Königreich Griechenland überfiel und Hitler den Angriff auf die Balkanländer plante, war plötzlich auch dieser letzte Fluchtweg verschlossen. Tausende saßen in der Falle. In der griechischen Sage endete die abenteuerliche Irrfahrt für den Helden glücklich - für viele der Balkan-Flüchtlinge tat sie das nicht.
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Faverón Patriau, Gustavo Unten leben
Roman
  • Literaturverlag Droschl, 2025
  • Hardcover
  • ISBN/EAN: 9783990591918
  • Deutsch
"Unten leben" ist ein Meisterwerk und Meilenstein der lateinamerikanischen Literatur des 21. Jahrhunderts - ein Buch voller Abenteuer, eine Horrorgeschichte, ein Kriminalroman, eine Geschichte, die aus tausend Geschichten besteht, und ein Reisebericht durch Länder, in denen der Wahnsinn und das Grauen herrschen. Es ist auch ein Roman mit einem quichotesken Humor, in dem verrückte Künstler, gelehrte Spione und geisterhafte Dichter ihr Unwesen treiben.Es beginnt in Peru, als der amerikanische Filmemacher George Bennett an dem Tag, an dem der Anführer der Guerillagruppe Sendero Luminoso gefangen genommen wird, im Keller eines Hauses einen finsteren Mord begeht. Die Vorgeschichte dieses Verbrechens reicht fünfundzwanzig Jahre zurück, und es wird weitere fünfundzwanzig Jahre dauern, bis es aufgeklärt wird.Erstaunlich, wie die Teile des Rätsels aus Katakomben, Irrenanstalten und unterirdischen Gefängnissen sich zusammenfügen, während man sich auf eine unendliche Reise durch die dunklen Verliese der Geschichte Lateinamerikas, Europas und der Vereinigten Staaten begibt.
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Nominierungen 2026

Wer hat es dieses Jahr in die Nominierungen für den Preis der Leizpiger Buchmesse geschafft? In den Kategorien "Belletristik", "Sachbuch/Essayistik" und "Übersetzung" wurden jeweils fünf Titel nominiert. Die Preisverleihung findet am 19. März 2026 ab 16 Uhr in der Glashalle der Leipziger Buchmesse statt.

Nominiert in der Kategorie Belletristik
Nominiert in der Kategorie Sachbuch / Essayistik
Nominiert in der Kategorie Übersetzung