Die Aussiedlung

Roman | Sprachlich und emotional überwältigend | Eine Geschichte über die Würde des Menschseins | Internationaler Literaturpreis 2026
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Artikelbeschreibung

»Ein Buch, wie es kaum jemals in einem Jahrhundert geschrieben wird.« Péter Nádas

András, der Erzähler, jüngstes von sieben Kindern, liebt seine tapfere Mutter Julia über alles - wo sie ist, lauert das Glück, egal, was geschieht. Vier Jahre lang zieht sie mit ihren Kindern in der ostrumänischen Steppe umher - sie wurden »ausgesiedelt«, nachdem der Vater, ein Pastor, zu 22 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden war. Sie richten sich in Erdhöhlen ein und in verlassenen Dörfern, beaufsichtigt von den Behörden. Sippenhaft.

»Ich merke mir alles und werde über alles schreiben, wenn die Zeit gekommen ist, sage ich zu unserer Mutter, um sie zu trösten, als ich sie beim Weinen ertappe, schreiben verwende ich als Synonym für rächen, ohne zu wissen, was ich sage.« Jahrzehnte später findet Visky den gleichmütigen, zuweilen heiteren Ton, die leuchtenden Bilder und die Form: 822 durchnummerierte Minikapitel, die Atemzügen gleichen.

Der Entschluss, umeinander zu kämpfen, »solange die Seele mich trägt«, verbindet die Eltern, tiefgläubige, einander leidenschaftlich liebende Menschen, deren Haltung sich ihren Kindern unauslöschlich einprägt. Der Gewalt des kommunistischen Staates setzen sie ihr NEIN entgegen. Wie sich die Phantasie mit der Liebe verbündet: gegen die Wirklichkeit und gegen die Versuchung, böse zu werden - das ist so noch nie erzählt worden.

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Personeninformation

András Visky, Jahrgang 1957, ist ein namhafter ungarischer Dramatiker und Regisseur, der in Cluj-Napoca lebt und arbeitet. Nach Jahrzehnten, in denen er Theaterstücke, Gedichte und Essays schrieb, veröffentlichte er 2022 seinen ersten und einzigen Roman Die Aussiedlung. Dieses Buch erregte allergrößtes Aufsehen in Ungarn und liegt dort mittlerweile in der fünften Auflage vor.

Timea Tankó, 1978 geboren, übersetzt seit 2003 zeitgenössische Literatur und Werke der klassischen Moderne aus dem Ungarischen (u.a. Andor Endre Gelléri, István Kemény und Antal Szerb). Für ihre Übersetzung von Miklós Szentkuthys Apropos Casanova erhielt sie 2021 den Preis der Leipziger Buchmesse. 2026 wurde ihr, zusammen mit András Visky, der Internationale Literaturpreis des HKW verliehen.

Pressestimmen

»[Die Aussiedlung ist] [n]icht nur als Zeitdokument bemerkenswert ...« Uwe Sauerwein Berliner Morgenpost 20260112
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