Die Wut ist ein heller Stern

Roman. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026
28,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Hamburg in den 30er Jahren: Für die Varietékünstlerin Hedda wird es zunehmend gefährlich, denn die Nationalsozialisten haben Menschen wie sie und ihren leicht behinderten Bruder auf dem Kieker. Wie kann sie sich und ihre Lieben retten?
Hedda ist Anfang 20 und arbeitet als Akrobatin im Alkazar, einem der halbseidenen Varietés in Hamburg der 30er-Jahre. Doch Hitler ist an der Macht und damit ändert sich alles. Die eingeschworene Gemeinschaft der Varietékünstler gerät unter Druck. Hedda fällt als Akrobatin unter die Kategorie leichtes Mädchen und ihr droht, als moralisch verkommen zu gelten. Damit steigt die Gefahr, abgeholt, eingesperrt und zwangssterilisiert zu werden. Doch Hedda ist eine, die weiter macht, die Pläne hat, die sich durchbeißt. Sie will weg, doch da sind ihr großer Bruder Jaan und ihr kleiner Bruder Pauli, der leicht behindert und deshalb natürlich ebenfalls sehr gefährdet ist. Ein sprachgewaltiger Roman, komplett aus Heddas Sicht geschrieben, mit einem ganz besonderen Stil – kein Buch zum Runterlesen, aber eines, das unter die Haut geht. Empfehlenswert.
Weiterlesen

Artikelbeschreibung

Vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz mehr lassen will - von Anja Kampmann eindringlich und bildgewaltig erzählt. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026Hedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im »Alkazar« auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den dreißiger Jahren die neuen Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger und auch für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger an, für eine Fahrt in die Antarktis. Und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen.Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit.

Produktsicherheit

Hersteller: Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
Anschrift: Vilshofener Straße 10
DE-81679 München
Kontakt: info@hanser.de

Personeninformation

Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie studierte an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie debütierte bei Hanser mit dem Gedichtband »Proben von Stein und Licht« (Lyrik Kabinett, 2016). Ihr erster Roman »Wie hoch die Wasser steigen« (2018), wurde vielfach übersetzt, für den Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Deutschen Buchpreis nominiert und war Finalist für den National Book Award in den USA. Zuletzt erschien der Gedichtband »Der Hund ist immer hungrig« (2021), der mit dem Günter Kunert Literaturpreis für Lyrik ausgezeichnet wurde. 2024 erhielt sie den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis für ihr Gesamtwerk. Ihr Roman »Die Wut ist ein heller Stern« (2025) war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde mit dem Hans-Fallada-Preis und dem Stipendium zum Lessing-Preis ausgezeichnet.

Pressestimmen

»Die Autorin (...) erzählt sinnlich und mit feinem Gespür für Räume und Atmosphären.« Martina Läubli, NZZ am Sonntag, 30.11.25 »Der Strom der Erzählstimme, der Bewusstseinsstrom, den Kampmann ihrer Heldin auf den - wie aus dem - Leib schreibt, entfaltet beim Lesen eine Sogwirkung wie die Elbe vor den Landungsbrücken bei Ebbe. Es fällt schwer, das Buch für Pausen aus der Hand zu legen.« Stefan Grund, Welt, 03.10.25 »Mit 'Die Wut ist ein heller Stern' hat Anja Kampmann einen Roman geschrieben, der ganz von selbst zu leuchten beginnt.« Peter Neumann, Die Zeit, 02.10.25 »Ein großes Gedicht ... 'Es gibt eine Wut, die nirgendwo hin kann, was sind wir Frauen doch gut darin, wir reisen nach innen, immer.' Es sind Sätze wie diese, auf knapp 500 Seiten üppig verteilt, die einem bleiben, auch Tage nach der Lektüre.« Julia Rothhaas, Süddeutsche Zeitung, 01.10.25 »Kampmann schreibt über die Vergangenheit, als könne sie wieder stattfinden. Das Buch ist ein Mahn- und Denkmal für ein Proletariat, das sich unter widrigsten Bedingungen gegen den Faschismus positioniert. Ein Roman wie ein literarischer Seiltanz.« Carsten Otte, SWR Kultur, 24.08.25 »Kampmanns Prosa prägt ein hochbewusster Umgang mit Sprache. Der Roman wird nicht durch den Plot bestimmt. Kampmann geht es darum, den Moment einzufangen und zum Leuchten zu bringen. Das gelingt durch knappe und präzise Sätze, eine oft vieldeutige und emotionale Sprache.« Holger Heimann, NDR Kultur, 18.08.25 »In lyrisch verdichteten Szenen entfaltet sich eine Atmosphäre zwischen Sehnsucht nach Künstlerbohème und erstickenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Ein großer Gegenwartsroman, der zu den literarisch herausragenden dieses Jahres gehört.« Helmut Böttiger, Deutschlandfunk Kultur, 25.08.25 »Kampmanns neuer Roman schildert virtuos den nationalsozialistischen Umbau der Gesellschaft. Die statische Sprache und die Dynamik der Ereignisse ergänzen sich zu fast filmischen Bildern. Man meint, alles ganz genau vor sich zu sehen.« Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung, 21.08.25
Mehr von Kampmann, Anja

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.