Wer möchte nicht im Leben bleiben

Roman | Longlist Deutscher Buchpreis 2026
24,00 €
(inkl. MwSt.)
Versandkostenfrei in DE
Sofort lieferbar
Buchprofile - Rezension
Eine Auseinandersetzung mit dem Leben, wenn es sich nicht voll entfalten darf.
Mit den Mitteln einer historischen Recherche, der Dokumentation und des Dialogs untersucht die Ich-Erzählerin das Leben der hochbegabten Pianistin „Christina“ in der DDR, die sich mit 25 Jahren das Leben nahm. Der Schreibstil ist etwas schwierig, denn es spricht eine Erzählerin, die retroperspektiv Quellen betrachtet, einordnet und dabei auch immer wieder deutlich macht, dass sie die Fundstücke und das Leben ihrer Hauptfigur auf sich selbst beziehend interpretiert. Nichtsdestotrotz lässt sich das Buch flüssig lesen, zeigt Alltag nach dem Mauerbau auf dem Land der DDR, aus dem Internatsleben in Berlin und beschreibt Moskau und das dortige Tschaikowski-Konservatorium als Höhepunkt und Zentrum einer trotz Beengtheit schillernden Welt. Denn auch wenn die Geschichte mit dem bereits zu Beginn feststehenden Tod der Pianistin endet: der Erzählstil feiert das Leben mit all seinen Facetten. Zu Recht war das Buch deshalb 2026 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Das Hauptthema des Buches ist der Selbstmord von Christina, er steht von der ersten Seite an als Schatten im Raum. Die Erzählerin zeigt auf vielen Ebenen, wie sehr Krankheit, Druck, Perfektionismus und vor allen Dingen Unfreiheit der jungen Pianistin jede Hoffnung genommen haben müssen – was den Selbstmord zwar nicht erträglicher, aber verzeihbar macht. So wird der Protagonistin Jahrzehnte nach ihrem Tod Würde und Licht wiedergegeben.
Weiterlesen
RegalGeflüster empfiehlt:

Artikelbeschreibung

»Ein berückender und beglückender Roman« Deutschlandfunk Kultur

Du sitzt im Übungszimmer, stürzt dich in die Revolutionsetüde, hämmerst mit aller Gewalt auf den Flügel ein, zerlegst den Raum und explodierst wie Leuchtfeuer am Himmel. Später stehst du auf dem Gang, bist brav, still, lächelst. Deine Wut findet nur
in den Noten Platz. Deine Wut ist ein dressierter Bär. Ich strecke die Hand aus.

Christina besucht die Spezialschule für Musik in Berlin, ihr wird eine große Zukunft als Pianistin in der DDR vorausgesagt. Sie studiert am Tschaikowski- Konservatorium in Moskau. Doch kurz nach ihrer Rückkehr nimmt sie sich das Leben. Zärtlich und
eindringlich erzählt Bukowski von der Zerrissenheit einer jungen Künstlerin.


  • Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse
  • Nominiert für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2026
  • Auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis


»Ein trauriges, ein diszipliniertes, ein sehr gekonntes Buch.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wäre die Literatur ein Haus, Helene Bukowksi hätte mit ihrem Roman die Fassade eingerissen.« Die Zeit

»Wie Helene Bukowski aus dem Nachlass einer jungen Frau ein ganzes Leben rekonstruiert und daraus diesen schmerzlichen und klaren Roman komponiert, ist großartige Literatur.« Marion Brasch

Produktsicherheit

Hersteller: Ullstein Buchverlage GmbH
Anschrift: Friedrichstraße 126
DE-10117 Berlin
Kontakt: produktsicherheit@ullstein.de

Personeninformation

Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, studierte am Literaturinstitut Hildesheim. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, der für das Kino adaptiert wurde. 2022 folgte »Die Kriegerin«. Ihre Bücher wurden vielfach besprochen und in mehrere Sprachen übersetzt. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin wieder in ihrer Geburtsstadt und der Niederlausitz.

Pressestimmen

»Der Roman besticht durch die Art, wie sich die Autorin und ihr Objekt immer wieder über die angemessene Art der Annäherung an einen Menschen unterhalten. Bukowski will ihre Protagonistin nicht nochmals in ein System pressen.« Peer Teuwsen NZZ am Sonntag 20260628
Mehr von Bukowski, Helene

Bewertungen

Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.