
Artikelbeschreibung
Joseph von Eichendorffs Gedichte versammeln einen Kernbestand deutscher Spätromantik: Wanderlieder, Naturbilder, Liebes- und Abschiedsgesänge, in denen Wald, Nacht, Strom und Ferne zu Chiffren innerer Bewegung werden. Ihr Ton ist scheinbar schlicht, liedhaft und volksnah, doch kunstvoll rhythmisiert; Reim, Wiederholung und Klangfarbe erzeugen jene Schwebe zwischen Heimweh und Aufbruch, Diesseits und religiöser Transzendenz. Im literarischen Kontext stehen sie neben Brentano, Arnim und Novalis, bewahren aber eine unverwechselbar klare, musikalische Stimme. Eichendorff, 1788 auf Schloss Lubowitz in Oberschlesien geboren und 1857 gestorben, entstammte einem katholischen Adelsmilieu, dessen Welt durch napoleonische Kriege, Verwaltungsdienst und ökonomischen Niedergang erschüttert wurde. Studienjahre in Halle und Heidelberg brachten ihn mit romantischen Kreisen in Berührung; Reisen, Militärdienst und preußische Beamtentätigkeit vertieften sein Bewusstsein für Heimatverlust, geschichtlichen Wandel und die Sehnsucht nach Ordnung. Aus dieser Biographie erklärt sich die Spannung seiner Lyrik: Freiheit des wandernden Ichs und Bindung an Glaube, Erinnerung und Herkunft. Empfohlen sei dieser Band allen, die romantische Dichtung nicht als bloße Gefühlskunst, sondern als präzise Form des Denkens lesen möchten. Eichendorffs Verse eröffnen einen Zugang zu einer Epoche, deren Fragen nach Natur, Identität und metaphysischem Sinn bis heute nachklingen.
Produktsicherheit
| Hersteller: | e-artnow s.r.o. |
| Anschrift: |
Za sidlistem 22 CZ-14300 Prague |
| Kontakt: | kristoferpaetau@gmail.com |
Personeninformation
Joseph von Eichendorff (1788 - 1857) war ein Lyriker und Schriftsteler der deutschen Romantik. Er wurde erstmals durch seine Novelle "Aus dem Leben eines Taugenicht" und seine Gedicht bekannt. Die Novelle gilt die Kombination aus Traumwelt und Realismus als Höhepunkt der romantischen Fiktion. Sein lzrisches Werk ist Ausdruck des Idealismus und der progressiven Universalpoesie im Sinne Novalis, indem es Wissen und Glauben, Religion und Philosophie miteinander verbindet und den Zusammenhang des Ich mit dem Unendlichen fühlbar macht. Von 1813 bis 1815 nahm Eichendorff an den Befreiungskriegen gegen Napoleon teil. Nachdem sich Eichendorff 1816 als Referendar in Breslau in den preußlischen Staatsdienst begeben hatte, wurde er 1821 zum katolischen Kirchen- und Schulrat zu Danzig. Eichendorff starb an einer Lungenentzündung.
Mehr zum Thema
Schlagwörter
Bewertungen
Die Bewertungen werden vor ihrer Veröffentlichung nicht auf ihre Echtheit überprüft. Sie können daher auch von Verbrauchern stammen, die die bewerteten Produkte tatsächlich gar nicht erworben/genutzt haben.