Barmherzigkeit sprengt Fesseln

Erinnerungen eines Gefängnispfarrers
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Buchprofile - Rezension
Gedanken und Erlebnisse eines langjährigen Gefangenenseelsorgers.
Von 1970 bis 1983 betreute der Autor als Gefängnispfarrer die Häftlinge der Justizvollzugsanstalten in Kassel. Beeinflusst von den Texten von Heiligen und den Worten von Päpsten über die Barmherzigkeit handelt er nach der Devise, die Menschen anzunehmen, wie sie sind. Er erzählt von seinem seelsorglichen Bemühen, von den sonntäglichen Predigten, von vielschichtigen positiven und negativen Erlebnissen mit den Gefangenen und führt so manches Geschehen auf das Wirken Gottes zurück. Das Buch bietet einen bunten Strauß von Erinnerungen ohne Moralpredigten. Es ist für viele Leserinnen und Leser bestens geeignet und zu empfehlen.
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Artikelbeschreibung

"Barmherzigkeit" ist das zentrale Thema, das Gott der Kirche an der Schwelle zum dritten Jahrtausend mit auf den Weg gegeben hat. Für Pfarrer Abel bedeutete dies, sich als Gefängnisseelsorger ganz in den Dienst der Barmherzigkeit zu stellen. Die Jahre, die er in Kassel verbrachte, gehören für ihn zu den schönsten seines priesterlichen Wirkens. Immer wieder wurde er gebeten, seine Erlebnisse aus dieser Zeit festzuhalten und für die Nachwelt zu hinterlassen. Nun ist er diesem Wunsch nachgekommen. Das vorliegende Buch ist mehr als nur eine Sammlung bewegender, mitunter ernster, aber auch heiterer Geschichten aus dem Gefängnisalltag. Sie spiegelt zugleich jene wunderbare Melodie wider, die mit der ersten Frohen Botschaft nach dem Sündenfall (Gen 3,15) ihren Anfang nahm und die einst am Ende der Zeit in einen glorreichen Schlussakkord einmünden wird - die machtvolle Melodie der göttlichen Barmherzigkeit.

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Personeninformation

Pfarrer Winfried Abel, geb. 1939, studierte Philosophie und Theologie an der Theologischen Fakultät Fulda und am Kenrick-Seminary in St. Louis (USA). Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1964 und sechs Kaplansjahren wurde er von seinem Bischof mit der Gefängnisseelsorge an den Justizvollzugsanstalten in Kassel betraut. Dort war er von 1970 bis 1983 tätig. Danach übernahm er die geistliche Leitung verschiedener Bildungs- und Exerzitieneinrichtungen. Von 1989 bis 2014 wirkte er als Pfarrer von St. Andreas in Fulda. Im Ruhestand übernahm Pfarrer Abel das Amt des Spirituals im Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz, das er bis 2020 ausübte. Seit 2021 ist er Familiare des dortigen Zisterzienserklosters.

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