Bitte registrieren oder melden Sie sich an, um Ihre Merklisten zu verwalten.
Amos Oz (1939-2018) gilt als einer der prägenden und prominentesten Autoren Israels. Sein Name und sein Werk wurden zum Inbegriff moderner hebräischer Literatur in aller Welt.
Geboren als Amos Klausner, wuchs Amos Oz in Jerusalem auf. 1954 trat er dem Kibbuz Chulda bei und nahm den Namen Oz an, der auf Hebräisch Kraft, Stärke bedeutet. Amos Oz war einer der Gründer der Friedensbewegung Schalom Achschaw (Peace now). In Deutschland war er ein vielgefragter Gast. Sein Werk wurde unter anderem mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1992, dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main 2005 und dem Siegfried Lenz Preis 2014 ausgezeichnet. Sein bekanntestes Buch Eine Geschichte von Liebe und Finsternis wurde in alle Weltsprachen übersetzt und 2016 als Film adaptiert.
In den ersten Jahrzehnten seines Lebens war der junge Martin Luther mächtigen Autoritäten ausgesetzt. Da war der strenge Vater. Da waren die Lehrer, die wenig Verständnis aufbrachten, aber mit Schlägen nicht geizten. Und da war nicht zuletzt Gott, den sich Luther nur als »gestrengen, zornigen Richter« vorstellen konnte. Um vor diesen Autoritäten bestehen zu können und ihren Erwartungen gerecht zu werden, wurde Martin ein gehorsamer Sohn, ein fleißiger Schüler und ein vorbildlicher Student - und schließlich ein mustergültiger Mönch. In den Erfahrungen des jungen Luthers ist bereits im Kern alles angelegt, was den späteren Reformator auszeichnete und bewegte. Um seine große Entdeckung eines gnädigen Gottes zu verstehen, muss man auch nachvollziehen, wovon sich Luther befreite. Diese Befreiung war notwendig verbunden mit dem Auftrag, Missstände in der Kirche anzuklagen und gegen ein falsch verstandenes Christentum aufzustehen. Bestsellerautor Alois Prinz erzählt, wie aus dem ängstlichen und überangepassten jungen Martin der furchtlose Rebell Luther wurde.
Eine neue Sicht auf die Gesellschaft der Antike
Wer war Paulus wirklich? Ein Missionar? Ein Theologe? Oder doch viel mehr: ein Denker von historischer Bedeutung?In dieser außergewöhnlichen Biografie zeichnet Oda Wischmeyer das Porträt eines Mannes, der nicht nur glaubte - sondern dachte. Seine Briefe sind Ausdruck intellektueller Kraft; sie verbinden jüdische Tradition mit christlicher Erfahrung zu einer neuen Deutung der Welt. Wischmeyer zeigt Paulus als streitbaren Denker, politischen Akteur und sprachmächtigen Autor. Sie liest ihn als Führungsgestalt der frühen römischen Kaiserzeit - als jemanden, der mit Begriffen wie Gnade, Gerechtigkeit und Freiheit Denken bewegte und bis heute inspiriert.
Franz von Assisi - was trieb den reichen Tuchhändlersohn dazu, sein privilegiertes Leben aufzugeben, auf sein Erbe zu verzichten und fortan als obdachloser Minderbruder durch die Lande zu ziehen? Damals hielten ihn die einen für einen verrückten Aussteiger, für die anderen war er ein Vorbild, einer, der verstanden hatte, worauf es im Leben wirklich ankommt. Heute ist die Bedeutung dieses Mannes, der allem entsagte und später sogar heiliggesprochen wurde, unstrittig.
Alois Prinz nimmt uns mit auf eine Reise nach Assisi, in die Landschaften der Toskana und Umbriens. Wir tauchen ein in die mittelalterliche Welt des Franziskus und erfahren, was ihn prägte, aber auch, wie fortschrittlich er nicht nur für die damalige Zeit war mit seinem Bedürfnis nach einem einfachen Leben in Frieden und im Einklang mit der Natur und den Tieren.
Ethan Taubes, der in New York lebt, hatte lange nicht mehr mit seinem Vater gesprochen, als er von dessen Zusammenbruch und Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik in Berlin erfuhr. Ein Freund und Universitätskollege seines Vaters berichtete ihm, er habe Jacob Taubes nach New York geholt, da er nicht zulassen könne, dass nach Auschwitz ein Jude in einer deutschen Irrenanstalt sterbe. Doch der Zustand des Vaters verschlechterte sich so sehr, dass ihn nur eine Elektroschocktherapie retten konnte. Danach beschloss Jacob Taubes, nach Berlin zurückzukehren, um dort seine Tätigkeit als Hochschullehrer wieder aufzunehmen. Die Erzählung von Ethan Taubes beginnt an Heiligabend mit dem letzten gemeinsamen Treffen vor der Abreise. Gemeinsam schlendern sie ziellos durch die Stadt, machen Station in einer Buchhandlung, in Parks, in Cafés und - zum last supper - in einem Restaurant. Im Gespräch vermischen sich schmerzliche und traumatische Erinnerungen an die Qualen der Kindheit und Jugend mit Diskussionen über Literatur und Wissenschaft, über Gott, Apostel Paulus und das Judentum. An diesem »heiligen« Abend geht es aber auch um die Auseinandersetzung eines emotional verletzten Sohnes mit dem in intensiver Hassliebe bewunderten Vater.
Der verlorene Vater ist die zutiefst berührende Geschichte einer Vater-Sohn-Beziehung. Es ist zugleich auch die Geschichte eines intergenerationellen Traumas, von Brüchen in der Identität und verlorenen kulturellen Traditionen einer jüdischen Familie nach dem Holocaust.
Erinnerungen an Frère Roger - zum 75. Jahrestag der Kommunität von Taizé
Millionen von Menschen kennen die »Nächte der Lichter« und die Lieder aus Taizé. Klaus Hamburger, der dort unter den Brüdern lebte, teilt seine persönlichen Erinnerungen an den Gründer der Gemeinschaft - Frère Roger.
Dieser gilt als eine der großen religiösen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, widmete sein Leben der Ökumene, war Gottsucher, Liebender und Zweifelnder. Vor 75 Jahren bekannten sich die ersten sieben Brüder zu ihrem sogenannten Lebensengagement. Heute gehören der Communauté de Taizé, die große Jugendtreffen veranstaltet, rund 100 Brüder aus über 30 Ländern an.
Klaus Hamburgers biografische Einblicke beleuchten nicht nur Frère Rogers visionäre Rolle in der ökumenischen Bewegung, sondern auch die transformative Kraft der Taizé-Gemeinschaft. Hamburgers persönlichen Anekdoten bieten einen einzigartigen Blick in das Herz einer Bewegung, die Generationen von Gläubigen inspiriert hat.
Über die Kraft der Vergebung
Die Nazis hassten sie. Doch sie setzte auf Gottes Liebe. Corrie ten Boom rettete unzähligen Juden das Leben. Das Versteck hinter einer eingezogenen Wand im Schlafzimmer der ten Boom-Schwestern ist und bleibt ein weltbekanntes Zeugnis für ihren mutigen Widerstand gegen Hitler. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs trug sie die Botschaft von Vergebung in die ganze Welt hinaus. Und dann kam der Tag, an dem sie ihren KZ-Peinigern noch einmal direkt in die Augen schauen musste. Von Angesicht zu Angesicht. Würde die Kraft der Vergebung auch dafür ausreichen?Corries Lebensgeschichte ist ein Zeugnis dafür, was Gott durch einen Menschen bewirken kann, der ihm vertraut!
Alles über den großen Philosophen und seine Wirkung bis in die Gegenwart
»Kant fasziniert mich, seine Fragen: 'Was kann ich wissen?', 'Was soll ich tun?', 'Was darf ich hoffen?' treiben mich um. Das Ringen darum, seine Antworten zu verstehen, bringt uns der Klarheit über uns selbst ein Stück näher.«
Kants philosophische Methode ist die Kritik, die auch vor der Vernunft selbst keinen Halt macht. Vehement verteidigt er die Freiheit des Menschen und damit unser Selbstverständnis als moralisch verantwortliche Wesen.Auf nur 100 Seiten wird hier die Attraktivität seiner Ideen für uns heute gewürdigt, wie etwa sein hoffnungsvoller Blick auf die Zukunft der Menschheit: eine großartige Lektüre für jeden an Philosophie Interessierten, der sich ein Bild von Leben und Nachwirken dieses außergewöhnlichen Denkers machen möchte.
Diese mitreißende und lebendig geschriebene Lebensgeschichte gibt tiefe Einblicke in das Leben im Sudan und erzählt von dem unerschütterlichen Glauben einer Frau, die sich weigerte, ihren Glauben an Jesus zu verleugnen. Eine packende Lektüre, die einem nah geht!
Mariam wächst unter traumatischen Bedingungen als Kind einer christlichen Mutter im Sudan auf. Als sie sich weigert, dem Islam beizutreten, wird sie zum Tod verurteilt. Im Gefängnis durchlebt sie unmenschliche Grausamkeit, doch gleichzeitig eine tiefe Nähe zu Jesus. Nach einem internationalen Aufschrei und der Fürsprache von unter anderem Papst Franziskus kommt sie frei.
Tagsüber Beamter in der Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt, nachts Verfasser von Erzählungen: Franz Kafka schrieb vor allem für sich selbst. Es ist Max Brod zu verdanken, dass sein »Gekritzel«, wie er sein Schreiben selbst bezeichnete, längst zur Weltliteratur zählt - und bis heute in seiner Rätselhaftigkeit und Sprachvirtuosität fasziniert. Alois Prinz erzählt Kafkas Lebensgeschichte und findet über dessen Alltag Zugang zu seinen Texten und ihrer Bilderwelt. Er zeigt ihn im Kreis seiner Familie, seiner Freunde und der Frauen, die er liebte - Felice Bauer, Milena Jesenská und Dora Diamant -, als einen Mann, der Charme und Humor hatte, Liebesfähigkeit und Sanftmut - und liefert damit zugleich den idealen Einstieg in sein Werk.
»Susan Sontag hat mein Leben verändert. Die Beschäftigung mit ihr hat mir schlagartig klargemacht: Denken kann glamourös sein, und es kann unsere Sinne schärfen.«
Susan Sontag ist Kult. Für Generationen von Studierenden ist die New Yorker Intellektuelle ein Vorbild, ihre Essays zu Politik und Popkultur, aber auch zu Philosophie, Fotografie, Literatur und Sexualität sind bewusstseins- und stilprägend. Ihr bewegtes Leben (und Liebesleben) an der Seite zahlreicher Berühmtheiten - von Andy Warhol bis Annie Leibovitz - hat ebenfalls zum Mythos Sontag beigetragen. Anna-Lisa Dieter resümiert: Susan Sontag hat dem Denken erst Glanz verliehen - und es dabei geschafft, zum moralischen Gewissen Amerikas zu werden.
Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.