Die Badewanne des Todes

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Bayern im Buch-Rezension
15 groteske Kurzgeschichten des Torstberger Kabarettisten.
Eine weitere Talentprobe des multitalentierten Schreibers und Schauspielers aus Trostberg, der den meisten bestens vertraut ist in seiner unverwüstlichen Parade-Rolle vom „Sööödä-Magguss” (Nockherberg-Singspiel, allerdings mit jugendlich betörender Perücke). Seiner kabarettistischen Ader folgend legt er jetzt sein zweites Sammelbändchen vor, von 15 grotesken Kurzgeschichten, die man gern zur neubairischen Unterhaltungsliteratur zählen kann, feine (abgefeimte?) Humoresken und Persiflagen – verwandt etwa mit den beklemmenden Realsatiren eines Gerhard Polt, „en miniature”. So reichen diese kurzweiligen, leicht verdaulichen Erzählungen von Gruselstories à la Roald Dahl („Anaconda”) bis zur gepflegt-harmlosen Heimatsatire vom Christkindlmarkt („Isarkiesel”) – die Titelgeschichte ist nicht einmal die beste. So können wir ein Bündel von sprühenden Feuerwerks-Raketen öffnen – manche davon zünden langsam, aber sicher, andere wie blitzartige Knaller – es ist jedenfalls kein Rohrkrepierer dabei! Insgesamt Kostproben (etwas flüchtig illustriert von Ch. Gremmer) aus einem originellen Kabarettistenhirn, das scharf heutige Alltagstypologien zu beobachten und deftig darzustellen weiß. Zinner als Markenzeichen der modernen (literarischen) Kleinkunstbühne in der Nachfolge von Graf oder Thoma? Warum nicht, mehr davon! – Passend skurril im Anhang die Erklärungen zu vier Begriffen aus dem bajuwarischen Provinz-Dialekt.
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Artikelbeschreibung

Im Alltag lauern so manche Gefahren: auf dem Fahrradweg, bei der Entschärfung einer Fliegerbombe auf der Joggingstrecke, beim Kindergeburtstag, in einer Kunstfilm-Vorführung. Nach dem erfolgreichen "Flugmango" erscheint ein zweiter Band mit den irrwitzigen Erzählungen des Kabarettisten und Schauspielers Stephan Zinner. Bei ihm wird auch die eigene Familie Teil der Geschichten. Wie auch auf der Bühne erzählt Stephan Zinner gerne vom abenteuerlichen Alltag mit einer Ärztin als Gattin und drei Kindern in ihrer Münchner Wohnung - in der sogar die Wanne im beengten Badezimmer zur potentiellen Todesfalle werden kann.
Aber Stephan Zinner schlägt genauso wieder leisere, nachdenklichere Töne an und entwickelt in einem Hörspiel-Text eine beklemmende Dystopie. Zudem berichtet er von seinen Erlebnissen hinter den Kulissen des Nockherg-Singspiels.

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Personeninformation

Stephan Zinner wurde 1974 in Trostberg geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er am Theater tätig, u.a. am Salzburger Landestheater und bei den Münchner Kammerspielen. Regelmäßig ist er im Film zu sehen, (u.a. "Räuber Kneißl" und "Das Verschwinden"), in den Verfilmungen der Rita-Falk-Krimis (u.a. "Dampfnudelblues") hat er die Rolle des Metzgers Simmerl. Bekannt ist Zinner zudem als Markus Söder bei den Nockherberg-Singspielen. Seit 2006 tourt er mit seinen Kabarettprogrammen.
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