Der Gottstehunsbei

Historischer Roman
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Bayern im Buch-Rezension
Ein junger Patrizier wird im spätmittelterlichen München mit der Aufklärung einer Mordserie beauftragt.
Der reiche Tassilo Stubenruß hält sich für einen Dichter und Sänger. Als bekannter Münchener Bürger, der sich aber zumeist auf seinem Landsitz im Hachinger Tal oder auf seiner Giesinger Burg aufhält, bekommt er natürlich mit, dass im Umland mehrere grausliche Morde geschehen sind. Eine Augenzeugin behauptet steif und fest, sie hätte den Gottstehunsbei, wie der Satan auch genannt wird, gesehen. Der Münchener Rat, und sogar Ernst und Wilhelm III von Bayern sowie der Erbprinz Albrecht insistieren, dass Stubenruß als Freidenker, der sich nicht sehr vom Aberglauben beeinträchtigen lässt, in der Sache tätig wird. Absolut widerwillig beginnt er also, bei den Angehörigen und Dienstboten herumzufragen und zu sondieren. Unter den Toten ist eine Magd, ein Amtmann, ein Pfarrer, ein debiler Mann aus einer Kaschemme im Hachinger Tal. Nach diversen lebensgefährlichen Auseinandersetzungen bestätigt sich dann sein Verdacht; Geld- und Machtgier sind die Triebfedern für einen Patrizier, der in der Verkleidung mit Hörnern, Klumpfuß und Krallen sein Morden kaschieren will. – Der in München lebende Autor ist bislang eher bekannt als Verfasser von neuzeitlichen Krimis mit dem Protagonisten Max Pfeffer. Hier nun ein Ausflug in die Historie, in das Jahr 1430. Auch und besonders für Leser ohne Kenntnisse der geschichtlichen Hintergründe ist das Buch sehr informativ; ein Stimmungsbild der damaligen Verhältnisse wird glaubhaft dargestellt. In Büchereien sehr gut einsetzbar.
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Artikelbeschreibung

Als ob der Herrgott die Welt nicht schon ohnehin mit harten Wintern, verregneten Sommern und dramatischen Missernten aufs Schärfste gestraft hätte: Eine grässliche Mordserie erschüttert München im Jahr 1430 - und das kurz nachdem ein Brand die halbe Stadt in Schutt und Asche gelegt hat. Nun scheint im Umland eine teuflische Bestie ihr Unwesen zu treiben. Die einzige Augenzeugin ist sich sicher: Sie hat den Gottstehunsbei gesehen - den Leibhaftigen daselbst.

Zwar fühlt man sich hinter den hohen Mauern der Stadt und im Schutz der vielen Kirchen und Klöster relativ sicher, doch der Gottstehunsbei zieht seinen Kreis immer enger um die Stadt. Der Magistrat beauftragt daher eines seiner Mitglieder mit der Aufklärung: Tassilo Stubenruß. Der junge Spross einer mächtigen Patrizierfamilie gilt als höchst erfolgreich in Sachen Müßiggang sowie Schürzenjagd und er dilettiert zudem ebenso eifrig wie erfolglos in der Dichtkunst. Nichts liegt ihm ferner, als seinen heimeligen Landsitz zu verlassen und im Morast nach Leichen und Teufeln zu wühlen. Doch er sieht sich schließlich genötigt, der Spur des Leibhaftigen zu folgen. Gemeinsam mit seinem treuen Diener Stoffel durchforstet er das Münchner Umland, begegnet Hunger und Leid, Liebe und Aberglauben, Missgunst und Rachsucht und zuletzt dem Gottstehunsbei höchst selbst.

Der Gottstehunsbei ist nach Die wilde Reise des unfreien Hans S. der zweite historische Roman von Martin Arz. Diesmal geht es aber nicht in die große weite Welt hinaus: Schauplatz sind die engen Gassen einer mittelalterlichen Großstadt, die ebenso engen Köpfe der Einwohner sowie abgelegene Wälder und Weiler in einem bitterkalten, verregneten Sommer.

Für Fans von historischen Krimis und Mittelalterromanen ein Muss.

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Hersteller: Hirschkäfer Verlag
Anschrift: Martin Arz
Kontakt: info@hirschkaefer-verlag.de
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