Gehen

Eine Wiederentdeckung | Vom Laufen, Wandern und Flanieren - eine Liebeserklärung an die achtsamste Art der Fortbewegung
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Buchprofile - Rezension
Vielseitige Gedanken über das Gehen und seine Bedeutung für den Menschen.
Seit einem Jahr ist Torbjørn Ekelund nicht mehr Autofahrer und geht vorwiegend zu Fuß. Er schenkt dem Gehen und den Wegen nun eine besondere Aufmerksamkeit. Mit einem Freund wanderte er ohne Kompass und GPS abseits der Wege durch ein Waldgebiet. Nach zwei Tagen Orientierungslauf hatten sie sich nur 5,5 km vom Ausgangspunkt entfernt. Orientierungssinn, Ortsgedächtnis und das Einschätzen von Entfernungen - Fähigkeiten der Steinzeitmenschen, die auf Nahrungssuche Nomaden waren - sind uns verloren gegangen. Die enge Bindung zwischen Menschen und Orten entstand erst durch Landwirtschaft und Sesshaftigkeit. Als Kind verbrachte seine Familie viel Zeit in einer Hütte. Er erinnert sich detailliert an einen dort viel gelaufenen Weg und beschreibt ihn genau, die Vegetation, die Bodenbeschaffenheit, das Kleinklima und die dort lebenden Tiere. Als Erwachsener wandert er nun zu dieser Hütte und findet den Weg aus seiner Kinderzeit völlig verändert. Nur ein großer Felsen ist auch nach 40 Jahren noch da. So stellt er fest, dass man einen Weg nicht zweimal gehen kann. Leben bedeutet auch stete Veränderung für Menschen, Tiere und Pflanzen. Er berichtet von großen Wanderwegen, Erfahrungen und Erkenntnissen. So ist das langsame Gehen eine unterschätzte Kunst, mit der wir die Welt wieder umfangreicher wahrnehmen könnten, statt recht fokussiert durch den Alltag zu laufen. Allgemein sehr empfehlenswert.
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Artikelbeschreibung

»Eine zutiefst faszinierende Meditation über jene Pfade, die wir in unserer Umwelt und im Leben beschreiten.« Erling Kagge, Autor des SPIEGEL-Bestsellers »Stille« über diesen Band

Nach einem Einschnitt in seinem Leben ist Torbjørn Ekelund fast nur noch zu Fuß unterwegs. Was ihn anfangs frustriert, wird für ihn bald zur Befreiung. Denn mit der Entschleunigung offenbart sich ihm die Welt auf eine ganz neue Art und Weise.

Ekelund wandert mal schnell und mal langsam, in dicken Stiefeln, luftigen Joggingschuhen oder barfuß. Er läuft durch Waldbäche und auf malerischen Küstenpfaden, über warme Felsen und durch Blaubeergestrüpp. Und mal spaziert er mit geschlossenen Augen durch die Stadt. Mit jedem Schritt wächst nicht nur seine Lust, einfach weiterzugehen, sondern auch das Interesse daran, wie Tiere und Menschen sich seit jeher durch die Landschaft bewegen.

In seinem Buch erklärt er, wie unsere Wege überhaupt entstehen und was sie mit Migration und Bewegung, Orientierung und Ortssinn zu tun haben. Er erzählt, weshalb wir beim Gehen besser nachdenken können als im Sitzen. Und wie uns diese urtümliche Art der Fortbewegung wieder zu mehr Achtsamkeit führt.

Voller Hingabe besinnt er sich dabei auf unsere Wurzeln und lädt dazu ein, unseren Wegen wieder mehr Beachtung zu schenken.

  • Eine tiefsinnige Lektüre und ein besonderes Geschenk für Buchliebhaber
  • In Halbleinen und mit Lesebändchen

Produktsicherheit

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Personeninformation

Torbjørn Ekelund, Jahrgang 1971, ist norwegischer Journalist und Autor. Er schreibt u.a. für die Tageszeitung Dagbladet und ist Mitherausgeber eines unabhängigen kleinen Buchverlags. So oft es geht, verbringt er seine freie Zeit im Wald. Er hat das Onlinemagazin harvest.as mitbegründet, wo er über Abenteuer in der Wildnis und unsere Beziehung zur Natur berichtet. Mit seiner Familie lebt er in Oslo. Auf Deutsch erschienen bislang von ihm »Im Wald« und »Mein Sohn und der Berg«. Zudem arbeitete er als Koautor an Aksel Lund Svindals Autobiografie »Größer als ich« mit.

Pressestimmen

»Sein Buch lädt dazu ein, ihn beim Gehen zu begleiten und sich womöglich anstecken zu lassen von seiner Begeisterung für eine Fortbewegung.« Augsburger Allgemeine 20210907
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