Die Bäume,2 Audio-CD, MP3

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Buchprofile - Rezension
Eine Reihe von sehr ähnlichen Mordfällen überzieht die USA: Weiße Männer werden brutal zugerichtet gefunden, daneben die Leiche eines jungen Schwarzen.
Auch zu Beginn des 21. Jh. ist der Rassismus in Money, Mississippi allgegenwärtig und erschreckend „normal“. Bewegungen wie Black Lives Matter scheint es hier nicht gegeben zu haben. Die weiße Mittelschicht sieht den Süden immer noch fest in ihrer Hand und das soll auch so bleiben. Dann geschehen Morde, immer mehr Morde, bald schon werden Taten aus den verschiedenen Teilen der USA gemeldet. Eins verbindet die Verbrechen: Die Opfer sind weiße Männer, die brutal zugerichtet wurden. Als mutmaßliche Täter stehen bald schon junge Schwarze fest. Doch die Schwarzen sind auch tot. Ihre Leichen verschwinden aus den Kühlschränken der Gerichtsmedizin, um andernorts neben ermordeten Weißen wieder aufzutauchen. Was geht hier vor, ein Rachefeldzug der Schwarzen oder steckt der Ku-Klux-Klan dahinter? Es wundert kaum, dass die schwarzen Ermittler die Sache viel ernster nehmen als die lokalen Polizeibehörden. Eine wichtige Rolle bei den Ermittlungen spielt auch das Archiv von „Mama Z“, die seit Jahrzehnten jeden Fall von Lynchjustiz sammelt und den Opfern einen Namen bzw. ein Gesicht gibt. Percival Everett lenkt den Blick auf ein zentrales Thema der US-amerikanischen Gesellschaft und spart dabei nicht mit Stereotypen und Grenzüberschreitungen. Das N-Wort wird so oft genutzt, dass man schon bald beim Hören „abstumpft“. Doch ist diese Überzeichnung nur Satire oder soll einem das Lachen im Halse stecken bleiben? Schauspieler Jona Mues liest die Vorlage ungekürzt und sorgt so für mehr als acht Stunden kritische Unterhaltung, dazwischen gibt es immer wieder Einspielungen von historischen (oder sind es fiktionale?) Tonspuren. Für kritische Hörer:innen, die sich von den eindeutigen Schilderungen und dem derben (manchmal rassistischen) Vokabular nicht abschrecken lassen.
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Artikelbeschreibung

USA, Anfang des 21. Jahrhunderts: Im Städtchen Money in den Südstaaten werden mehrere Männer ermordet: meist dick, doof und weiß. Neben jeder Leiche taucht ein Körper auf, der die Züge von Emmett Till trägt, eines 1955 gelynchten schwarzen Jungen. Zwei afroamerikanische Detektive ermitteln, doch der Sheriff sowie eine Gruppe hartnäckiger Rednecks setzen ihnen erbitterten Widerstand entgegen. Als sich die Morde auf ganz Amerika ausweiten, suchen die Detektive des Rätsels Lösung in den Archiven von Mama Z, die seit Jahrzehnten in Money Buch führt über die Opfer der Lynchjustiz. Eine atemberaubende Mischung aus Parodie und Hardboiled-Thriller, wie es sie bislang in der amerikanischen Literatur nicht gegeben hat.

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