Zeit ihres Lebens

Roman | Bewegender Roman über Freundschaft, Verlust und Solidarität
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Buchprofile - Rezension
Erinnerungen an eine verstorbene Freundin und Entdeckungen während eines Paris-Aufenthaltes.
Im Coronasommer 2021 lebt die Ich-Erzählerin Liane einige Monate als Gast ihres Verlages in einer Pariser Wohnung. Die 60-Jährige will dort an ihrem aktuellen Projekt, dem "Buch der Mütter" schreiben, einer Erinnerung an die Lieblingsautorinnen ihrer Mutter und der Lieblingstante in alphabetischer Reihenfolge. Scheinbar als Lockerungsübung beginnt Liane den Tag in einem Café mit Erinnerungen an ihre vor einigen Jahren verstorbene Freundin Jana, ebenfalls Autorin. Die Reflexionen gemeinsamer Erfahrungen der um einen Rang als Feministinnen ringenden Autorinnen greifen viele Themen der männerdominierten Verlags- und Kulturbranche auf. Vor allem aber erzählt der Text vom "schwierigen, manchmal schmerzhaften, aber vor allem befreienden, beglückenden Prozess" des Schreibens (154), von der Rolle "des Nichtgesagten, des Nichterzählten, des Weggelassenen" (144) und immer wieder vom Eigenwert des weiblichen Schreibens. Das Leben am Montmartre inspiriert Liane zum intensiven Wahrnehmen ihrer Umgebung, dem aktiven Leben mit den Menschen, denen sie begegnet, die ihre Anteilnahme wecken. An allem lässt Liane ihre Freundin teilhaben. Gerade auch an ihren zahlreichen Lektüren (aufgeführt in einem Literaturverzeichnis) und schließlich an einer Entdeckung: Bei den Recherchen für ihr Mutterprojekt stößt sie auf Spuren einer ihr unbekannten Pariser Autorin des 19. Jh., Louise Crombach, und sucht Texte und Lebensinformationen zu dieser weitgehend unbekannten, frühen feministischen Autorin. - Ein packender Roman über die Faszination des Schreibens, den Respekt und die Solidarität mit anderen Autorinnen inmitten eines Lebens im Hier und Jetzt. Breit empfohlen.
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Artikelbeschreibung

»So, also hierher kommen die Leute, um zu leben ...«

Im Frühsommer 2021 schreibt die 60-jährige Schriftstellerin Liane Steffen am Montmartre Briefe an ihre verstorbene Freundin Jana, mit der sie so oft in der Seine-Metropole war. Sie versucht ihr die Pandemie zu erklären und wie sich die Welt seit Janas Tod vor 8 Jahren für sie verändert hat. Immer wichtiger werden Liane dabei die Menschen der Pariser Gegenwart - und die vergessene Autorin Louise Crombach, die 1845 einer Frau zur Flucht aus dem Gefängnis verhalf. Lianes Briefe werden ihr neues Buch: ein anspielungsreicher Parisroman und ein bewegendes Plädoyer für eine solidarische Gesellschaft.

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Personeninformation

Ulrike Ulrich, geboren 1968 in Düsseldorf, lebt seit 2004 als Schriftstellerin in Zürich. 2010 erschien ihr Debütroman »fern bleiben«, dem 2013 der Roman »Hinter den Augen« folgte, und 2015 der Erzählband »Draussen um diese Zeit«. Mit Svenja Herrmann hat sie Anthologien zum 60. und 70. Geburtstag der Menschenrechte herausgegeben. Mit Axmed Cabdullahi erschien »Ein Alphabet vom Schreiben und Unterwegssein«. Sie gehört der Autor*innengruppe »Literatur für das, was passiert« an. Ihre Texte wurden u. a. mit dem Walter Serner-Preis 2010, dem Lilly-Ronchetti-Preis 2011 und Anerkennungspreisen der Stadt Zürich ausgezeichnet. 2016 erhielt Ulrike Ulrich ein Werkjahr der Stadt Zürich und 2018 einen Pro Helvetia-Werkbeitrag für den Roman »Während wir feiern«, der 2020 erschien und im Jahr darauf mit dem Festival »Zürich liest ein Buch« gefeiert wurde.

Pressestimmen

»Wirklich ein Buch voller Fundstücke, voller feministischer Ideen und Alltagsbeobachtungen aus diesem zweiten Jahr der Pandemie.« Deutschlandfunk Kultur - Lesart 20251008
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