Die Wanderbücherei

Roman
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Buchprofile - Rezension
Die historische Münchner Wanderbücherei steht im Mittelpunkt einer verbotenen Liebesgeschichte zur Zeit des NS-Regimes.
Von 1928 bis zu ihrer Stilllegung im Jahr 1970 fuhr eine zur rollenden Bücherei umgebaute Trambahn durch München. Rund um diese Wanderbücherei erzählt der Münchner Autor Thomas Montasser die Geschichte zweier Menschen, deren wachsende Liebe während der Herrschaft der Nationalsozialisten unter keinem guten Stern steht. Die Halbjüdin Vera muss unter allen Umständen vermeiden, irgendwo aufzufallen. Auch der junge Eisenbahner Hans hat als bekennender Sozialist allen Grund, keinerlei Aufmerksamkeit zu erregen. Als Hans nach einem Café-Besuch einen mit einem unauffälligen Umschlag getarnten Roman des verbotenen Autors Tucholsky vergisst, gibt ihn Vera, die dort als Serviererin arbeitet, bei der Bibliothekarin der Wanderbücherei zurück, die heimlich und mit viel Zivilcourage ausgesuchte Leserinnen und Leser mit verbotener Literatur versorgt. Schon bald tauschen die beiden jungen Leute heimlich verschlüsselte Botschaften aus, die sie mit einem Zahlencode auf den Leihkarten der ausgeliehenen Bücher notieren. Sie können sich nur heimlich treffen und verlieren sich schließlich aus den Augen, als Hans an die Front geschickt wird und Vera untertauchen muss. – In der Gegenwart stößt die junge Restauratorin Sophie bei Arbeiten an der heruntergekommenen Trambahn auf Spuren dieser heimlichen Liebesgeschichte und setzt alles daran, mit Hilfe von Zeitzeugen mehr über das Schicksal von Vera und Hans zu erfahren. Der episodenhaft angelegte Roman erzählt von den Gefahren einer verbotenen Liebe in Zeiten des Nationalsozialismus, ohne dabei allzu sehr ins Detail zu gehen. Die anrührende, leicht lesbare Erzählung ist eine hoffnungsvolle Hommage an die Wirkkraft von Büchern und Autoren, an echte Zivilcourage und an den Mut zur widerständigen Liebe inmitten von Hass und Verfolgung.
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Artikelbeschreibung

Eine große heimliche Liebe. Und die Macht der Fantasie.

Im weiß-blauen Tramwagen, der als Wanderbücherei durch München fährt, lernen Vera und Hans sich kennen - und verlieben sich. Aber als »Halbjüdin« muss Vera jetzt, 1937, alles daransetzen, nicht aufzufallen. Das gilt auch für den Sozialisten Hans. Die beiden verstecken verschlüsselte Botschaften füreinander in den Büchern verfemter Autoren. Thomas Mann, Kästner, Tucholsky: als Leihbücher werden sie für Vera und Hans zum heimlichen Überlebensmittel. Bis Hans nicht mehr in die Wanderbücherei kommt...
Heute: In einem alten Tramwagen stößt die Restauratorin Sophie auf verblichene Ausleihkarten - und entdeckt den geheimen Code einer großen Liebe.

Lesen als Überlebensmittel: eine Feier der Bücher und der Zivilcourage.

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Personeninformation

Thomas Montasser verarbeitet in »Die Wanderbücherei« Motive und Begebenheiten seiner eigenen Familiengeschichte. Seine Großmütter waren zur Zeit des »Dritten Reichs« Dienstmädchen bei einer jüdischen Familie bzw. Kellnerin in einem von Hitlers Lieblingslokalen, die Großväter Sozialist bzw. Kommunist - und beide Eisenbahner. Thomas Montasser ist Autor, Literaturagent und Lehrbeauftragter für Buchwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und waren in mehreren Ländern auf den Bestsellerlisten.

Pressestimmen

[Montasser] versteht es wie kaum ein anderer, seine Leserschaft hineinzuziehen in eine Handlung, heiter und liebevoll erzählt Monika Ziegler Kulturvision 20260511
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