Strandgut

Roman. Vom Autor des Bestsellers 'Offene See'
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Buchprofile - Rezension
Der kränkelnde "King of Soul" Bucky und die melancholisch veranlagte Dinah finden über die Musik und das Meer zusammen.
Der „King of Soul“, Earlon „Bucky” Bronco aus Chicago, nunmehr 70 Jahre alt, treibt seit dem Tod seiner Frau Maybellene, mit der er 50 Jahre zusammen war, wie ein Schiffbrüchiger durchs Leben, quasi vom Bett zur Apotheke. Ihn schmerzen und quälen Hüfte und Knie wie in der „Hölle“. „Was immer er tat, irgendein Schmerz füllte jede wache Minute.“ Völlig überraschend erhält er eine Einladung ins englische Scarborough. Er fliegt zum ersten Mal in seinem Leben und wird am Ziel von Dinah, seinem größten Fan (behauptet sie), bis zum Auftritt betreut. Wie sich herausstellt, ist sie zwar melancholisch, aber doch lebenstüchtig und stürzt sich oft in die kalte Nordsee, um ihren deprimierenden Alltag zu vergessen. Das Konzert mit seinem zwanzigminütigen Auftritt ist ein voller Erfolg, wie einen „Auferstandenen“ empfängt man ihn und er trinkt oder kifft sogar ein bisschen. Das Baden im Meer, auf „dessen Oberfläche ein Streifen Hoffnung schimmert“, tut beiden sehr gut. – Wieder sind es die Landschaftsbeschreibungen und die Sprache, die einen förmlich in den Roman hineinziehen. Lesenswert.
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Der beliebte englische Romancier („Offene See“) stellt Earlon Bronco, genannt „Bucky“ in den Mittelpunkt, einen in die Jahre gekommenen Soulmusiker aus Chicago, der nach dem Tod seiner Frau den Anschluss ans Leben verloren hat und sich mit schmerzenden Gelenken und seiner Trauer durch die Tage plagt. Völlig überraschend erhält der einst so erfolgreiche und gefeierte Virtuose eine Einladung zu einem Festival an der englischen Küste. Bucky hat noch nie das Meer gesehen, also sagt er zu, nicht wissend, wie er den Auftritt bewältigen soll. In Scarborough lernt er Dinah kennen, die sich um den Stargast kümmern soll. Dinah ist ein leidenschaftlicher Fan seiner Musik, und auch ihr Lebensgefühl ist von Melancholie geprägt, aber einer Melancholie, der sie nicht die Oberhand gewinnen lässt. Schwimmen in der eisigen Nordsee ist ihr Rezept dagegen. Dinah und Bucky – zuerst wie vergessenes Strandgut – ergreifen ihre Chance auf ein spätes Glück miteinander und lassen die Lesenden mit der Hoffnung zurück, dass es für einen Neuanfang nie zu spät ist. Mit stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen erzeugt Benjamin Myers einen unwiderstehlichen Sog. Eine Lovestory – auch für Männer. 

Susanne Steufmehl, Medienberaterin Belletristik und Sachbuch

Artikelbeschreibung

Earlon »Bucky« Bronco hat mit seinen siebzig Jahren noch nie das Meer gesehen. Und doch treibt er seit dem Tod seiner Frau durch Chicago wie ein Schiffbrüchiger. Zwischen Bett und Walmart-Apotheke zählt er die Stunden bis zum Ende. Da erreicht ihn eine unerwartete Nachricht: eine Einladung zu einem Soulfestival im englischen Scarborough. Tatsächlich hat Bucky eine Vergangenheit als Soulsänger, doch in den USA sind seine wenigen Songs längst vergessen. An der britischen Küste angekommen, begreift er, dass er hier eine Art Legende ist. Und er trifft auf Dinah, eine melancholische und lebenskluge Mittfünfzigerin, die ihren deprimierenden Alltag am besten vergessen kann, wenn sie Buckys Lieder hört oder sich in die kalte Nordsee stürzt. Benjamin Myers erzählt von zwei Gestrandeten, von den Stürmen des Lebens und dem Sog der Erinnerung. Vor allem aber erzählt er vom Meer, auf dessen Oberfläche immer ein Streifen Hoffnung schimmert.

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Personeninformation

BENJAMIN MYERS, geboren 1976, ist Journalist und Schriftsteller. Für seine literarischen Arbeiten hat er mehrere Preise erhalten. Sein Roman 'Offene See' (DuMont 2020) stand wochenlang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde mit dem Preis des unabhängigen Buchhandels als Lieblingsbuch des Jahres ausgezeichnet. 2021 erschien 'Der perfekte Kreis', 2022 'Der längste, strahlendste Tag', 2024 'Cuddy' und 2025 'Strandgut' (alle DuMont). Er lebt mit seiner Frau in Nordengland. WERNER LÖCHER-LAWRENCE, geboren 1956, ist als literarischer Agent und Übersetzer tätig. Er übertrug u. a. Meg Wolitzer, Benjamin Myers, Nathan Hill, Benjamin Wood und Hilary Mantel ins Deutsche.

Pressestimmen

»[Myers] erinnert beim Erzählen an einen Soulschlagzeuger, der eher über das Becken drippelt, als dass er die Bassdrum prügelt.« Christian Buß, DER SPIEGEL »Es geht um die Kraft der Musik und um echte Kameradschaft« Debora Schnitzler, DIE ZEIT »Benjamin Myers schreibt zärtlich, poetisch und mit feinem Humor über die Schönheit des Alterns und der Möglichkeit einer Selbsterfindung. Besonders geeignet für laue Sommerabende, an denen man innehalten und dem Leben nachspüren möchte.« Elisabeth Bold, SWR »Eine schöne Geschichte übers Neuanfangen, übers Neuansetzen, über zweite Leben, über zweite und dritte Chancen.« Daniel Kaiser, NDR EAT.READ.SLEEP »[E]in wunderbares Buch, eine literarische Perle« Helmut Zechner, ORF GUTEN MORGEN ÖSTERREICH »Eine herzerwärmende Geschichte« Andrea Gerk, WDR WESTART »Die Geschichte ist schon in Kurzform unwiderstehlich gut.« Annemarie Stoltenberg, NDR »Benjamin Myers ist ein fabelhafter Erzähler.« Erwin Uhrmann, DIE PRESSE »Benjamin Myers Sprache ist wie Soul, Meer und Sand zugleich, man kann in seinen Sätzen regelrecht baden, sich treiben lassen, sich weich betten. 'Strandgut' macht Hoffnung.« RUHR-NACHRICHTEN »'Strandgut' ist ein Roman über die Macht der Musik, der Freundschaft und die heilende Kraft des Meeres. Ein herrlicher Roman.« Susanne Schramm, KÖLNISCHE RUNDSCHAU »Eine ungewöhnliche Geschichte, ein hoffnungsvoller Roman« Jürgen Kanold, SÜDWEST-PRESSE »[A]bsolut lesenswert« Barbara Grofe, KÖLNER STADT-ANZEIGER »Benjamin Myers hat diesen Roman geradezu komponiert.« Christine Bartholomae, FORUM »Ein bewegender Roman über Mut, Verlust und Neuanfänge.« Elisabeth Mittendorfer, WOMAN »Der Roman ist sowohl unterhaltsam als auch tiefgründig und bietet eine bewegende Geschichte, die die Seele berührt.« Sven Trautwein, IPPENMEDIA »Erzählt mit großer Zärtlichkeit und leisem Humor. Wunderbar.« Thomas Schürmann, HÖRZU »Warm, witzig, würdevoll - bislang der beste Roman 2025!« Christof Ernst, EXPRESS »'Strandgut' ist traurig, tröstend und hoffnungsvoll zugleich. Ein Roman über Schmerz, Musik, zweite Chancen - und darüber, wie ein Mensch im Herbst seines Lebens noch einmal aufblühen kann.« Christian Lätzig, BACKNANGER KREISZEITUNG »eine berührende Geschichte zweier im Leben Gestrandeter und eine Erzählung vom Aufhören und Weitermachen.« Alexandra Michels, DIE RHEINPFALZ »Kurz, charmant und voller Hoffnung.« Sven Trautwein, 24BOOKS.DE »Sehr glaubwürdig, sehr bildhaft und eindringlich erzählt [Myers] 'Buckys' Weg zur Bühne zu seinem Auftritt. Ganz großes Kino!« Angela Perez, ESCHBORNER-STADTMAGAZIN.DE »Das war doch mal fällig! Ein Roman über die Szene und Musik des Northern Soul in England« Richard Mariaux, KLENKES
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