Böse

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Buchprofile - Rezension
Die Tiere auf einem Bauernhof entdecken, dass die Sache mit Gut und Böse nicht immer so klar ist, wie es zunächst scheint.
Was ist gut und was ist böse? Aus dieser Fragestellung machen die Bauernhoftiere ein unterhaltsames Spiel. Jeder von ihnen ist überzeugt, eigentlich ganz nett zu sein, aber sie alle tun auch manchmal Dinge, von denen sie eigentlich wissen, dass sie nicht in Ordnung sind. Genau diese andere Seite führen sie einander vor, und bis auf die jeweils Betroffenen lachen sie gemeinsam über die kleinen Gemeinheiten, die sie sich einfallen lassen. Dann aber tritt die Katze auf den Plan und schleicht sich mordlüstern an die kleine Maus heran. Das ist kein Spaß mehr, das erkennen die anderen Tiere sofort, die die Szene sprachlos beobachten. Doch als das sonst immer so harmlose Pferd plötzlich seinen Huf auf die kleine Maus niederknallen lässt und die Katze fortschickt, weil von nun an alle Mäuse nur ihm gehören, kennt das Entsetzen keine Grenzen mehr. Doch während alle noch um die Maus trauern, hebt das Pferd den Huf an - die Maus ist gar nicht tot. Im Gegenteil, sie hat die Katzenattacke im sicheren Versteck überlebt. - Was ist gut, was ist böse? Die aufwühlende Geschichte wirft viele Fragen auf und zwingt dazu, sich mit grundlegenden Werten und den Voraussetzungen für ein akzeptables Miteinander auseinanderzusetzen. Wie so oft sind es Kathrin Schärers geniale Bilder, die die emotionale Wucht des Geschehens begreifbar machen. Die Gesichter ihrer tierischen Protagonisten spiegeln die ganze Bandbreite widerstrebender Gefühle wider und helfen den kindlichen Betrachtern, die eigenen Emotionen angesichts der dramatischen Tiergeschichte zu verarbeiten. Ein absolut empfehlenswertes Bilderbuch für wichtige Eltern-Kind-Gespräche.
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Artikelbeschreibung

Alle Bauernhoftiere sind lieb und nett. Und alle können auch anders. Nur das Pferd scheint selbst für kleine Boshaftigkeiten zu brav. Doch als eine Maus herbeiraschelt, hebt das Pferd den Huf und tritt - klack! - auf die Maus. Alle sind fassungslos: Eine Maus zu zertreten ist nicht nur böse, sondern furchtbar gemein. Das Pferd aber sieht die Katze funkelnd an und verlangt, dass sie das Mausen in Zukunft bleiben lässt: »Von jetzt an gehören alle Mäuse mir!« Die Katze nickt und geht. Dann hebt das Pferd den Huf: »Danke!«, fiept die Maus, die sich im Hufeisen verstecken konnte. Eine hintergründige Geschichte über Abgründe und Gründe, über Sicht und Absicht.

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Personeninformation

Lorenz Pauli wurde 1967 geboren. Er gehört zu den beliebtesten und erfolgreichsten Schweizer Kinderbuchautoren und Erzählern. Für seine Bücher hat Lorenz Pauli zahlreiche Auszeichnungen bekommen, zuletzt den Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis für Rigo und Rosa (Pauli/Schärer, 2016 Atlantis). Pauli lebt mit seiner Familie in Bern. Kathrin Schärer, geboren 1969 in Basel, studierte Zeichen- und Werklehrerin an der Hochschule für Gestaltung Basel. Sie unterrichtet an einer Sprachheilschule und arbeitet als Illustratorin. Wiederholt hat sie eigene Texte illustriert und in langjähriger Zusammenarbeit und mit großem Erfolg Geschichten von Lorenz Pauli. Für ihr Gesamtwerk war Kathrin Schärer für den Hans-Christian-Andersen-Preis 2012 und für den Astrid Lindgren Award 2014 nominiert. Bereits zweimal wurde Kathrin Schärer mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis ausgezeichnet: 2011 für Johanna im Zug (2009, Atlantis) und 2017 mit Rigo und Rosa (2016, Atlantis, Text von Lorenz Pauli).

Pressestimmen

»Eine großartige Parabel auf Gut und Böse - und manchmal trügt der Schein, sodass junge Leser am Ende doch aufatmen können.« Börsenblatt
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