Endlosschleifentage

Roman
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Buchprofile - Rezension
Nachdem David seine Frau durch einen Autounfall verloren hat, gerät er in eine tiefe Krise, aus der ihn ausgerechnet die Friedhofsgärtnerin sanft herausholt.
David und Kinga verbindet seit Kindertagen eine enge Freundschaft. Katha wird die dritte im Bunde, als David zwölf Jahre alt ist. Lange Zeit später verlieben sich die beiden. Schnell wird geheiratet. Katha und Kinga bleiben beste Freundinnen, jedoch zieht sich Kinga mehr und mehr zurück. Beim Versuch, die alte Verbundenheit wieder herzustellen, sind die beiden im Auto unterwegs und die ungestüme Katha verliert die Kontrolle über das Fahrzeug. Der Unfall endet für sie tödlich, Kinga kommt mit mehreren Knochenbrüchen davon. Aus praktischen Gründen zieht sie bei David ein, da sie sich nicht selbst versorgen kann. Auch sie trauert tief, jeder auf seine Weise, und durch die plötzliche Nähe unter diesen Umständen entstehen Reibereien. Es gelingt beiden nicht, über ihre Trauer zu sprechen. Eine Woche danach ist die Beerdigung. David ist wie betäubt. Dann geschieht etwas Ungeheuerliches. Marie, die junge, unkonventionelle Friedhofsgärtnerin, drückt ihm in einer spontanen Aktion am Grab einen Zettel mit ihrer Handy-Nr. in die Hand. Sie kennt sich aus mit der Trauer, hat sie doch ihre Mutter früh verloren und die abgrundtiefe Traurigkeit des Vaters erlebt. Bei seinen späteren Besuchen von Kathas Grab versucht Marie auf feinfühlige Weise, den jungen Witwer auf den Weg seines eigenen Lebens zurückzuführen. Es gelingt ihr durch Musik. Davids lange unbenutzte Trompete kommt wieder zum Einsatz. Er überwindet sich und spielt mit Marie, ihrem Bruder Franz und Freunden gemeinsam Songs und Improvisationen, die ihn kurzzeitig alles vergessen lassen, und er fühlt, dass alles irgendwann wieder gut werden kann. Schmerz und Trauer werden in diesem zarten, wunderbaren Roman intensiv beschrieben, genauso stark wird auch die Hoffnung vermittelt, dass die schwere Zeit überwunden werden kann. Unbedingte Leseempfehlung.
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Artikelbeschreibung

Wie geht das Leben nach dem Tod der großen Liebe weiter?Von Trauer und Freundschaft, Verlust und Tabus, von Neuanfängen und AbschiedDavid und Katha kennen sich schon immer, sind gemeinsam erwachsen geworden und haben jung geheiratet. Doch dann kommt Katha bei einem Autounfall ums Leben, und Davids Welt steht still. Sie war jedes seiner ersten Male, sie ist jede Erinnerung. Kinga, Kathas beste Freundin, die den Unfall mit- und überlebt hat, versucht zu helfen, sich zu kümmern - während sie eigentlich mit ihrem eigenen Trauma klarkommen muss. David kämpft sich Tag für Tag auf den Friedhof - zu Katha - und fragt sich, wie Trauern geht. Am Friedhof lernt er Marie kennen. Was bedeutet loslassen?Marie ist die Tochter des Totengräbers, die ihre eigene Vergangenheit aufarbeiten muss und von Konventionen nichts hält. Der Friedhof ist ihr Leben, und sie weiß, dass niemand hier zu viel Zeit verbringen sollte. Kinga hingegen denkt, dass David erst einmal trauern muss. Aber David kann weder das eine noch das andere. Jeder Schritt in eine Richtung ist ein Schritt weg von Katha. Der Halt von Marie fühlt sich wie Verrat an. Die Enttäuschung von Kinga lähmt ihn. Nur die Musik, die er macht, klingt richtig. Die zutiefst menschlichen Momente Wie fühlt es sich an, die eigene Frau, die beste Freundin viel zu früh zu verlieren? Wie trauert man richtig? Wie findet man zurück in einen Alltag, ins Leben? David findet Antworten: in den Menschen, die ihm Halt geben, in den Augenblicken, die ihn hoffen lassen, und in den neuen - ganz eigenen - Wegen, die sich hinter der Trauer auftun.Fabian Neidhardt schreibt wie im Film, erzählt mitreißend und intensiv von den dunkelsten und den wunderbarsten Gefühlen - da sind Schmerz und Angst, aber vor allem: Wärme. Ein Roman, der zum Weinen und zum Lächeln bringt.

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Personeninformation

Fabian Neidhardt schreibt mit links, seit er einen Stift halten kann, und erzählt Geschichten, seit er 12 ist. 1986 wurde er als erstes Kind von vieren in eine polnisch-italienische Familie geboren, ist auf einem Friedhof groß geworden, studierte u. a. Literarisches Schreiben in Hildesheim und lebt in Stuttgart und Hamburg. Nach "Immer noch wach" (2021) und "Nur ein paar Nächte" (2023) erscheint im März 2025 mit "Endlosschleifentage" der dritte Roman von Fabian Neidhardt bei Haymon.

Pressestimmen

"Fabian Neidhardt versteht es meisterhaft, die großen Fragen des Lebens mit Feingefühl und Tiefgang zu erzählen. In seinem neuen Buch nimmt er uns mit auf eine Reise, der man sich von der ersten Seite an nicht entziehen kann: Der Verlust eines geliebten Menschen, die unausweichliche Neuorientierung in dieser Leere, Schuldgefühle, Freundschaft, Familie. Wir versinken beim Lesen im Trauerprozess und dann... tauchen wir hoffnungsvoller aus diesem Meer an Worten auf. Das ist große Kunst. Fabian Neidhardt hat genau DAS optimistische Buch geschrieben, auf das ich gewartet habe." Nicole List "Wie kein Autor schafft es Neidhardt, dem Leser ins Herz zu schreiben und jeder Mensch, der schon einmal getrauert hat, wird mitfühlen, mitlachen, mitweinen und am Ende verstehen, dass Trauer das Glück bedeutet, geliebt zu haben." WDR4, Mike Altwicker " Endlosschleifentage ist ein wunderbarer Roman, Balsam für die Seele aller, die in der aktuellen politischen Lage in eine Geschichte sinken wollen, die davon erzählt, was wirklich wichtig ist im Leben." Rababumm, Timothy Sonderhüsken "Und selbst, wenn es dunkel wird, fühlt man sich in Neidhardts Worten geborgen. Hat man doch allein schon wegen seiner Sprache das Gefühl, dass es irgendwann wieder hell wird." Die Presse, Erich Kocina
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