Brechen wir aus!

Als polnische Jüdin auf der Flucht in Tirol. Eine autobiografische Überlebensgeschichte
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Buchprofile - Rezension
Eine junge Jüdin erzählt ihre erschütternde Überlebensgeschichte während der NS-Zeit.
In diesem Erinnerungsbuch thematisiert Leokadia Justman ihre persönlichen Erfahrungen während der brutalen Verfolgung im NS-Staat und ihre außergewöhnliche Rettung durch den Mut und die Entschlossenheit einzelner Menschen. Lebendig, in zahlreichen Dialogen und Beschreibungen erzählt Justman unmittelbar nach Kriegsende von ihren Ängsten, ihrer Trauer um die Eltern, ihrer ständigen Bedrohung, ihrem Durchhaltewillen und gibt damit ein authentisches, geschichtlich großteils korrektes Zeugnis – die meisten Personen und Orte konnten identifiziert werden – dieses menschenverachtenden Regimes. Leokadia Justman, 1922 in Piatek (Polen) in eine jüdische Familie geboren, wächst in Lodz auf, wird nach dem deutschen Überfall auf Polen mit ihren Eltern nach Aufenthalten in mehreren Ghettos in das Warschauer Ghetto gebracht, wo drangvolle Enge, Hunger und Krankheit die zusammengepferchten Menschen bedrohen. Nach geglückter Flucht und einem ruhigen Jahr in einem kleinen Dorf beginnen die Deportationen in die Vernichtungslager. Einer Arbeitskolonne zugeteilt – Leokadias Mutter wird in Treblinka ermordet – gelingt Leokadia und ihrem Vater die Flucht, auf der sie letztendlich in Seefeld und Innsbruck ankommen und dort unter falschem Namen arbeiten können. Im März 1944 denunziert, werden der Vater in das KZ Reichenau (im April 1944 ermordet) und Leokadia in das Polizeigefängnis in Innsbruck eingeliefert. Mit der mutigen Hilfe von fünf Polizisten und drei Frauen entgeht sie der Deportation, kann 1945 fliehen und findet Unterschlupf und Arbeit in St. Martin bei Lofer. Bald nach Kriegsende lernt Leokadia ihren Mann kennen, sie heiraten und emigrieren in die USA, wo sie 2002 stirbt. – Diese erschütternde Zeit wird so greifbar nah geschildert, dass die Leser sie als bewusstes Gedenken und warnendes Mahnen erfahren. Allen Büchereien sehr zu empfehlen!
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Artikelbeschreibung

Leokadia Justman überlebte als Jugendliche die grausame Verfolgung durch die Nationalsozialisten in Polen. Nach der Flucht aus dem Warschauer Ghetto nahm ihre Mutter die Deportation nach Treblinka auf sich, um das Leben der Tochter zu retten. Mit ihrem Vater gelang die Flucht nach Tirol. Dort lebten sie unter falschen Identitäten, bis sie an die Gestapo verraten wurden. Nach der Ermordung ihres Vaters im Lager Reichenau entkam Leokadia mit einer Freundin aus der Haft und versteckte sich in Innsbruck. Unterstützt von mutigen Personen, überlebte sie die letzten Kriegsmonate in der Region von Lofer. Dieser erstmals ins Deutsche übersetzte autobiografische Bericht gibt einen seltenen, authentischen Einblick in das Leben und Überleben als Jüdin in Tirol während der NS-Zeit.

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"Diese erschütternde Zeit wird so greifbar nah geschildert, dass die Leser sie als bewusstes Gedenken und warnendes Mahnen erfahren." buchprofile "Dieses Buch hat mich gefesselt, gepackt." Georg Willi, Vizebürgermeister der Stadt Innsbruck

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