
Artikelbeschreibung
Prozesse moralischer Urteilsbildung können von Kognitionen nicht-affirmativer Natur maßgeblich profitieren, etwa indem eigene Wertvorstellungen reflektiert oder gesellschaftliche Normen hinterfragt werden. Dies gilt insbesondere für Situationen moralischen Lernens, deren Bildungswert umso höher einzuschätzen ist, je stärker Unsicherheiten bzw. Irritationen thematisiert und aufgearbeitet werden. In der Arbeit wird zunächst aufgezeigt, welche systematische Stellung Negationen in moralischen Urteilsprozessen zukommt, um davon ausgehend über die erziehungstheoretische Rolle des Nicht-Affirmativen nachzudenken sowie didaktische Möglichkeiten der Thematisierung des Negativen im Kontext moralischer Urteilsbildung aufzuzeigen.
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