Hey guten Morgen, wie geht es dir?

Roman | Deutscher Buchpreis 2024
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Buchprofile - Rezension
Die Frau eines Schwerkranken lenkt sich durch WhatsApp-Kommunikation mit einem Unbekannten von ihrer schwierigen Situation ab.
Der Titel von Martina Hefters Roman ist ein Bruchstück aus einer Chat-Konversation, die eine der beiden Handlungsstränge des Buches ausmacht: Juno Isabella Flock, eine in Leipzig lebende Tänzerin, verkürzt sich ihre schlaflosen Nächte durch eine WhatsApp-Unterhaltung mit Benu, einem vermeintlichen Lovescammer aus Nigeria. Sie glaubt, sein betrügerisches Spiel durchschaut zu haben, und tischt ihm nun ihrerseits eine Version ihres Lebens auf, die nicht viel mit dem realen Alltag zu tun hat. Letzterer ist hauptsächlich durch die schwere Krankheit (man darf vermuten, dass es sich um Multiple Sklerose handelt) ihres Mannes Jupiter geprägt. – Martina Hefter hat in den letzten Jahren nicht nur als Autorin von Romanen auf sich aufmerksam gemacht, sondern auch als Verfasserin von Lyrik. Beide Komponenten sind auch in ihrem jüngsten Werk vertreten. Wobei der Alltag mit Jupiter der eher prosaische Bestandteil ist, während der Dialog mit Benu eindeutig lyrische Elemente aufweist – bereits erkennbar an der Typografie, die den Chatverlauf wie Gedichte setzt. Geeignet für alle, die sich für Geschichten interessieren, die ihre Wurzeln in einer niederdrückenden Realität haben, aber durch die Kontrastierung mit einer anderen Dimension über diese hinausgehoben werden.
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Artikelbeschreibung

Deutscher Buchpreis 2024

Großer Preis des deutschen Literaturfonds 2024

Wiesbadener Literaturpreis 2024

Prix Grand Continent

Nominiert für den Bayerischen Buchpreis 2024


»Ein Buch wie ein Seiltanz. Aber solange Martina Hefter erzählt, kann nichts passieren.« Anne Weber

Tagsüber hilft Juno ihrem schwerkranken Mann Jupiter dabei, seinen Alltag zu meistern. Außerdem ist sie Künstlerin, tanzt und spielt Theater. Und nachts, wenn sie wieder einmal nicht schlafen kann, chattet sie mit Love-Scammern im Internet. Martina Hefter hat einen berührenden Roman über Bedürfnisse und Sehnsüchte im Leben geschrieben. Und darüber, wie weit man bereit ist, für die Liebe zu gehen.

Juno schreibt online mit Männern, die Frauen online ihre Liebe gestehen und so versuchen, sie um ihr Geld zu bringen. Doch statt darauf hereinzufallen, werden genau diese Männer zu einer Form von Freiheit für Juno. In den Gesprächen kann sie sein, wer sie will und sagen, was sie will - und das vermeintlich ohne Konsequenzen. Ganz im Gegensatz zu ihrem sonstigen Leben, in dem sie immer unterwegs, immer besorgt um Jupiter, immer beschäftigt und eingebunden ist. Also flüchtet Juno ab und zu vor ihrem Alltag ins Internet und spielt dort Spielchen mit Männern, die sie anlügen. Sie selbst wird zur Lügnerin. Aber ist es nicht so, dass man sich beim Lügen zuallererst selbst belügt? Eines Tages trifft Juno auf Benu, der ihre Behauptungen ebenso durchschaut wie sie seine. Und trotz der Entfernung zwischen ihnen entsteht eine Verbindung. »Hey guten Morgen, wie geht es dir« ist ein tiefgehender Roman, aber so leichtfüßig wie eine Komödie.

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Personeninformation

Martina Hefter lebt als Autorin und Performerin in Leipzig. Ihre Texte bewegen sich zwischen Gedicht, szenischen Schreibformen und Roman. Viele ihrer Texte setzt sie in Zusammenarbeit mit anderen Künstler*innen szenisch um. Sie veröffentlichte drei Romane und - im kookbooks-Verlag Berlin - fünf Gedichtbände. Für ihren letzten Roman, »Hey guten Morgen, wie geht es dir?«, erhielt sie 2024 den Deutschen Buchpreis.

Pressestimmen

»Mein Roman des Jahres ist Martina Hefters 'Hey guten Morgen, wie geht es dir?' Ein so trauriges und zugleich witziges Buch, so elegant und zart, wie ich es nicht nur auf Deutsch lange nicht gelesen habe, ein Roman über Krankheit und Alter und Einsamkeit und das Internet und die Schönheit der Fiktionen. Einen würdigeren Gewinner des Deutschen Buchpreises hat es lange nicht gegeben.« Daniel Kehlmann, Süddeutsche Zeitung, 27. Dezember 2024 Daniel Kehlmann Süddeutsche Zeitung 20241227
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