Zeit der Zauberer

Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 - 1929
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Buchprofile - Rezension
Ein spannendes, lebendiges und farbenreiches Bild deutscher Geistesgeschichte in den 20er Jahren.
Martin Heidegger, Ernst Cassirer, Walter Benjamin und Ludwig Wittgenstein sind die Protagonisten dieses Buches. Ihr Aufstieg und die kaum vergleichbaren Höhepunkte ihres Wirkens in den Zwanzigerjahren sind das Thema. Und viele andere Persönlichkeiten aus Europas Geistesleben sind in Kontakt mit ihnen: Karl Jaspers, Bertrand Russell, Aby Warburg, Bert Brecht, Hannah Arendt, John M. Keynes, um nur einige zu nennen. Es gelingt dem Journalisten Wolfram Eilenberger, die handelnden Personen und ihre Anliegen so lebendig zu schildern, dass diese Epoche zwischen Glanz und wirtschaftlichem Ruin und dem Aufkommen des Nationalsozialismus und des wachsenden Antisemitismus vor unseren Augen erscheint, als hätten wir sie selbst erlebt. Einen Höhepunkt stellt das lange geplante Zusammentreffen der Geistesgrößen bei der Davoser Disputation 1929 dar, als sich Martin Heidegger und Ernst Cassirer unmittelbar begegnen und sich mit ihren grundlegenden Vorträgen und Thesen vorstellen. Der mit zahlreichen wörtlichen Zitaten belegte Bericht über diese historische Begebenheit ist das Glanzstück des sehr geschickt komponierten Buches, das die Biografien dieser vier Gelehrten immer wieder miteinander verschränkt und verbindet und keine Langeweile aufkommen lässt. So entwirft Eilenberger ein spannendes, lebendiges und farbenreiches Bild der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. - Ein geniales Epos über geniale Denker in einer besonderen Phase der deutschen Geistesgeschichte. Zauberhaft! Eine Lektüre, die lohnt! Kein Wunder, dass es dieses Buch in die Top Ten der Bestsellerlisten gebracht hat.
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Artikelbeschreibung

Die Jahre 1919 bis 1929 markieren eine Epoche unvergleichlicher geistiger Kreativität, in der Gedanken zum ersten Mal gedacht wurden, ohne die das Leben und Denken in unserer Gegenwart nicht dasselbe wäre. Die großen Philosophen Ludwig Wittgenstein, Walter Benjamin, Ernst Cassirer und Martin Heidegger prägten diese Epoche und ließen die deutsche Sprache ein letztes Mal vor der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs zur Sprache des Geistes werden.

Wolfram Eilenberger, Bestsellerautor, langjähriger Chefredakteur des 'Philosophie Magazins' und der wohl begabteste und zurzeit auffälligste Vermittler von Geistesgeschichte im deutschsprachigen Raum, erweckt die Philosophie der Zwanziger Jahre und mit ihr ein ganzes Jahrzehnt zwischen Lebenslust und Wirtschaftskrise, Nachkrieg und aufkommendem Nationalsozialismus zum Leben. Der kometenhafte Aufstieg Martin Heideggers und dessen Liebe zu Hannah Arendt. Der taumelnde Walter Benjamin, dessen amour fou auf Capri mit einer lettischen Anarchistin ihn selber zum Revolutionär macht. Der Genius und Milliardärssohn Wittgenstein der, während er in Cambridge als Gott der Philosophie verehrt wird, in der oberösterreichischen Provinz vollkommen verarmt Grundschüler unterrichtet. Und schließlich Ernst Cassirer, der Jahre vor seiner Emigration in den bürgerlichen Vierteln Hamburgs am eigenen Leib den aufsteigenden Antisemitismus erfährt. In den Lebenswegen und dem revolutionären Denken dieser vier Ausnahmephilosophen sieht Wolfram Eilenberger den Ursprung unserer heutigen Welt begründet. Dank der großen Erzählkunst des Autors ist uns der Rückblick auf die Zwanziger Jahre zugleich Inspiration und Mahnung, aber in allererster Linie ein mitreißendes Lesevergnügen. 

'Dieses schön erzählte Buch schildert die Jahre zwischen 1919 und 1929, in denen Heidegger, Wittgenstein, Benjamin und Cassirer Weltbedeutung gewannen. Zusammen bilden sie eine erstaunliche geistige Konstellation, vier Lebensentwürfe und vier Antworten auf die Frage: Was ist der Mensch? Herausgekommen ist dabei das Sternbild der Philosophie in einem großen Augenblick im Schatten der Katastrophen davor und danach.'
Rüdiger Safranski

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Pressestimmen

»Ein genialer Coup ist Wolfram Eilenberger mit diesem Buch gelungen, die vier »Ausnahmephilosophen« Martin Heidegger, Walter Benjamin, Ludwig Wittgenstein und Ernst Cassirer zusammenzudenken [...] Eine Lektüre, die zeigt, wie zentral es für unser Leben und Überleben ist, auf welcher Grundlage wir denken.« Gisela Fichtl, Münchner Feuilleton, 06.07.2019 Gisela Fichtl Münchner Feuilleton 20190706
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