Das Liebesleben der Pinguine

Roman
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Buchprofile - Rezension
Drei Jugendliche in einer Dreiecksbeziehung, die sie ein Leben lang prägt.
München, zu Beginn des Jahrtausends: Drei Jugendliche Niko, Sascha und Nura sind die besten Freunde. Nura ist mit Sascha zusammen, doch dann küsst Niko Nura und Sascha bricht den Kontakt ab. Noch zwanzig Jahre später prägt diese Erfahrung jeden Einzelnen von ihnen. Niko ist erfolgreicher Werbefachmann, hat 14.000 Follower bei Instagram und seinen Körper und sein Leben optimiert. Nur schwer gesteht er sich seine homosexuellen Neigungen ein, und als er sein erstes online-Dating mit einem Mann hat, ist dies ausgerechnet Sascha, der sich als Drogendealer durchschlägt. Nura betätigt sich unterdessen als Ghostwriterin für Online-Dates und träumt davon, Schriftstellerin zu werden. Sie möchte über das Leben von Franco, dessen Kindheit in einem Mafiaclan und sein Bestreben, der stärkste Mann Deutschlands zu werden, schreiben. Eines eint sie alle: Die Suche nach Identität, Liebe und ein wenig Glück ist auch im digitalen Zeitalter nicht einfacher geworden. - Der erste Roman des in München geborenen Journalisten Bernhard Heckler ist kein dickes Buch und doch sind die Charaktere so intensiv genau gezeichnet, dass wir mit ihnen fühlen und wir uns für sie das Glück wünschen, das sie suchen. Was das alles mit Pinguinen zu tun hat? Dieser Großstadtroman zeigt, dass diese Lebewesen uns gar nicht so unähnlich sind. Gerne empfohlen.
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Artikelbeschreibung

Die Eifersucht auf einen Vibrator und andere Ur-Szenen der Liebe

Wir sehen die Welt durch unsere Smartphones und Laptops, durch die Fensterfronten der Fitnessstudios. Sie sieht echt aus. Aber von Zeit zu Zeit pressen wir unsere Hände an das Glas, werfen das Smartphone an die Wand. Wir wollen uns begegnen. Uns berühren. Das ist alles. Wie immer schon. Und es ist, wie immer schon, unendlich schwer. Das Liebesleben der Pinguine erzählt von den Ur-Szenen der Liebe in der digitalen Gegenwart: der Eifersucht auf New-Age Sextoys, Neid auf das eigene Selfie und der schockierenden Überwältigung unerwarteter, echter Gefühle.

»Bernhard Heckler hat ein sehr gutes Buch geschrieben. Ich wünsche viel Erfolg.«
Heinz Strunk

Das Millenium war kurz vor ihrem ersten Kuss. Und der war geheim. Ein Verrat an ihrem gemeinsamen Freund Sascha, mit dem Nura zusammen und in den Niko verliebt war. Das war einmal. Nun, fast 20 Jahre später, ist Niko Social-Media-Darling und Nura Ghostwriterin für Online-Dating. Er verkauft Erfindungen von sich selbst, sie hilft anderen, sich besser zu verkaufen. Nuras bester Kunde ist Franco, Süditaliener und auf dem Weg, Deutschlands bekanntester Strongman zu werden. Doch dann tritt Sascha wieder in Nuras Leben, Niko verfällt seinem Istanbuler Chess-Mate Farjad, Franco begegnet seiner Frau und bekommt Probleme mit den Gewichten. Das Leben folgt keinem Lifeplan. Mit feiner Beobachtungsgabe und großer Sympathie erzählt Bernhard Heckler von intimer Einsamkeit an technischen Geräten und der großen Sehnsucht nach Liebe und Freundschaft. Pinguine stehen übrigens - ähnlich wie Hipster - gern in der Gegend herum. Sie cornern. Und drücken sich vor dem Sprung ins kalte Wasser. Ihre Partnerschaften halten meist ein ganzes Leben.

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Personeninformation

Bernhard Heckler, geboren 1991 in München, hat in Regensburg, Istanbul, Wien und München Politikwissenschaft und Journalismus studiert. Stipendiat der Bayerischen Akademie des Schreibens und der FAZIT-Stiftung. Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Schreibt für die Süddeutsche Zeitung, Die ZEIT und deren Magazine. Er lebt in München.

Pressestimmen

»Das Liebesleben, von dem Bernhard Heckler erzählt, ist jedenfalls ziemlich turbulent - und zeugt von den Veränderungen und Verunsicherungen der Gegenwart, die Pandemie einmal ausgelassen. [...] Insgesamt gelingt es ihm, den Münchner Zeitgeist in seiner Widersprüchlichkeit sehr gut einzufangen.« Antje Weber, Süddeutsche Zeitung, 18. April 2021 Antje Weber Süddeutsche Zeitung 20210418
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